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NUN LASSET UNS SINGEN
AUS ALTER, ALTER ZEIT
Texte zum lesen und mitschallern |
In dieser Liste sind all die Texte der Lieder, die von unseren
alten zünftigen
einheimischen Bauhandwerkern mündlich überliefert wurden.
Die Lieder aus diesem Schallerbuch wurden vom Verein zur Wahrung
der Zunftgebräuche aufgeschrieben damit sie für junge Bauhandwerker
als alte Überlieferung erhalten bleiben.
Dieses und andere Aufzeichnungen dient nicht der Vermarktung,
sondern soll interessierten hiermit einfach nur zu Lernzwecken zur
Verfügung gestellt werden.
Wer diese Texte zu Vermarktungszwecken kopiert oder Handel betreibt,
handelt nicht in unserem Sinne und wird strafrechtlich verfolgt.
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| 49 | 50 | 51 | 52 | 53 | 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 | 67 | 68 | 69 | 70 | 71 | usw. |
1. Als ich eines Montags von der Herberge
kam.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
Ein freundliches
Madel das lächelt mich an.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
:/ Gesell
du brauchst nicht so zu eilen,
du kannst
ein wenig bei mir verweilen.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
2. Und als wir nun kamen an des Krauter sein Haus.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
Da schaute
der Schafskopf zum Fenster hinaus.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
:/ Gesell
du tust nichts weiter als saufen,
du kannst
mir morgen zum Tor hinaus Laufen.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
3. Da sprach mein feins Liebchen jetzt kommst du zu mir.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
Ich will
dich traktieren mit Wein und mit Bier.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
:/ Es soll
für wahr an gar nichts dir fehlen,
du brauchst
dich nicht länger beim Krauter zu quälen.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
4. Sie führt mich an einen viereckigen Tisch.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
An allen
vier Ecken Gebratener Fisch.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
:/ Und in
der Mitte ne Kanne mit Weine,
schenk ein
trink aus wir sind ja alleine.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
5. Sie stopft mir das Pfeifchen sie macht mir das Bett.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
Sie macht
mir das alles sehr nobel und nett.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
:/ Wir beide
werden schon schlafen können,
wenn andere
uns die Ruhe vergönnen.
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
6. Da haben wir geschlafen die liebe lange Nacht
Zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
Und haben
dabei kaum ein Aug´zu gemacht,
zum
trulala zum Siegellack zum Trulala.
:/ Es ist
für war keine leichte Sache,
einer Sponkrei
einem fremd Zimmermann zu machen,
zum
trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
Lied Nr. 3. Als wir jüngst verschütt
gegangen waren oben ohne
Text
1. Als wir jüngst verschütt gegangen waren.
Mussten wir im grünen August fahren.
Mauerleute , Zimmerleute, und ein Vagabund,
alle mussten fahren im grünen August rund.
Refrain: Ja
- und - die - Fahrt im grünen ...
etwas langsamer
anfangen. Ab "August" wieder normales
Tempo.
Und die Fahrt im grünen August die
war schön,
( Tü-de-lü-de-lüt )
Schwere Jungen müssen in den Bunker gehen,
( schwapp-schwapp )
und die Sittenpolizei, hält die wacht am
Rhein.
Das auch keinen vom den Jungs nen Hasen macht.
( Holz kommt )
2. Auch ein Pfaffe, mit spiegelblanker Glatze,
nahm bei uns im grünen August platze.
Weil er sich vergriffen hat an einem kleinen Kind,
darum muss er fahren im grünen August rund.
Refrain: Ja - und - die -
Fahrt im
3. Und ein Mädchen, von siebzehn achtzehn Jahren,
musste mit grünen August fahren.
Weil sie sich herumgetrieben, wie ein Schlachterhund.
Darum musst sie fahren im Grünen August rund.
Refrain: Ja - und - die - Fahrt
4. Und ein Kunde kam lustig hergeschritten.
Hinter ihm kam der Schakko schon geritten.
Als er um die Ecke kam, da hat er ihn geschnappt.
Rin in den August die Türe zu geklappt.
Refrain: Ja - und - die - Fahrt
5. Ein Hausierer wohl ohne Papiere,
handelt und schachert von Türe zu Türe.
Kaufen´s Töpfe Pfannen, Besen, alles
billige Sachen!
Läuft er um die Ecke dem Schakko in den Rachen.
Refrain: Ja - und - die - Fahrt
6. Ach Herr Schutzmann, ich hab´doch nichts verbrochen.
Habe nicht gestohlen und habe nicht gefochten.
Hab mich nur ein bisschen nach der Arbeit umgeschaut,
Ritzi - Ratzi - Mausefalli habe ich verkauft.
Refrain: Ja - und - die - Fahrt
7. Halt das Mauel und lass das Räsoniern.
Rin in den August dort wirst du auch nicht frieren.
Zugeklappt und losgefahren ist doch wirklich toll.
Jeden Tag von Tippelbrüdern ist der August
voll.
Refrain:
Ja - und - die - Fahrt grünen
August die war schön, ( Tü-de-lü-de-lü
)
Schwere Jungen müssen in den Bunker gehn,
(
schwapp-schwapp )
und die Sittenpolizei, hält die wacht am
Rhein.
Das auch keinen vom den Jungs nen Hasen macht. (
Holz kommt )
Lied Nr. 4. Auf dem Berge, so hoch da droben,
da steht ein Schloss oben
ohne
Text
1. /: Auf dem Berge, so hoch da droben, da steht ein Schloss.
/:
Drinnen singt man frohe
Lieder, steigt ein Schifflein wohl auf und nieder.
/: Steigt ein Schifflein vom Wasser in die Höh,
holdrijöh.
Ja, weil´s wir fahren auf dem Züricher See.
/:
2. /: Steigt ein Weidmann so früh am Morgen bergauf bergab.
/:
Hat er eine Gams geschossen,
hat er sie in das Herz getroffen.
/: Jubelt er aus voller, voller Brust, holdriöh.
Ja, weil´s geschossen hat am Züricher See.
/:
3. /: So leb den wohl, ihr Kameraden alle und denkt an mich.
Wollt ihr mir noch etwas
schenken, so schenkt es mir zum Angedenken.
/: Tief im Herzen, da tut es Ja so weh, holdrjiöh,
Ja, weil´s wir scheiden müssen vom Züricher
See. /:
4. /: So lebt denn Wohl ihr Schwyzer Madel´n alle, und
denkt an mich. /:
Wollt ihr mich noch Eimal
sehen, steigt hinauf auf es Berges Höhen,
/: Schaut hinab in das tiefe , tiefe Tal, holrijöh
Schatz da seh´n wir uns zum aller letzten mal.
/:
Lied Nr. 5. Am Pariser Brunnen, sassen vierzehn
N........usw. oben ohne
Text
1. Am Pariser Brunnen sassen
vierzehn N.......
und wuschen sich die Punnen.
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
2. Und da sprach die Erste, meine ist die Werteste,
von allen
die Begehrteste.
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
3. Und da sprach die Zweite, meine ist die Weiteste,
von allen
die Gescheiteste.
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir. Junge
....
4. Und da sprach die Dritte, meine inder Mitte,
vom A....
bis an die T.....
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
5. Und da sprach die Vierte, meine ist die Zierlichste,
von allen
die Beschmierteste.
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
6. Und da sprach die Fünfte, meine ist die Zünftigste,
von allen
die Vernünftigste,
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
7. Und da sprach die Sechste, meine ist die Verhexteste,
von allen
die bekleksteste.
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
8. Und da sprach die Siebte, meine ist gerieben,
kein
Haar ist dran geblieben.
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
9. Und da sprach die Achte, als mich mein Vater machte,
sass ich am Loch
und lachte.
Junge wenn du willst,
Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
10. Und da sprach die Neunte, meine ist geräumig,
wie eine
Bauernscheune.
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
11. Und da sprach die Zehnte, meine lasst sich dehnen,
von Hamburg
bis nach Bremen.
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
12. Und da sprach die Elfte, meine
ist aus Elfenbein,
da passen
alle Sch..... rein.
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
13. Und da sprach die Zwölfte, meine macht das Dutzent voll,
da werden
alle Sch..... toll.
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
14. Und da sprach die Dreizehnte, Bauer spann die Pferde an,
die Punze
will spazierenfahr´n.
Junge wenn du
willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
15. Und da sprach die Vierzehnte, Bauer
spann die Pferde aus,
diePunze
geht alleine aus.
Junge
wenn du willst, Junge wenn du willst,
spiel auf meine Runzelpunzel,
Junge wenn du willst,
Junge wenn du willst,
spiel auf mein Klavir.
Lied Nr. 6. Auf, geliebte Brüder oben
ohne
Text
1. Auf, geliebte Brüder,
durch Gebirg und
Tal,
bunte Blumen blühen
hier und überall,
gold´Ne Bächlein fliessen.
Es ist doch eine Wonne.
Es ist doch eine Pracht.
Ist doch ein lustig Leben,
auf der Wanderschaft.
2. Sei´n Charlottenburger auf dem Rücken,
Schwermut in der
Brust,
schwenkt so mancher Mauersmann
sich dahin mit Lust.
Schwermut in der Seele,
Brandwein in der Kehle.
Es ist doch eine Wonne ,
es ist doch eine Pracht.
Ist das ein lust´ges Leben
auf der Wanderschaft.
3. Auf meiner letzten Reise
erlitt ich etwas
Not.
Bald fehlte mir die Speise,
bald fehlte mir an Brot.
Am Tag im Schnee marschiert,
des Nachts auf Stroh logiert.
Hat man sich daneben
einige Bienchen aufgerafft,
war´s doch ein lustig Leben
Auf der Wanderschaft.
4. Immer frohe Miene
Ist für uns
bestellt,
Jung und Alt zu dienen
freudig für das Geld.
Junge Madchen winken,
volle Becher Blinken,
hat man sich daneben
ein paar Hosen angeschafft.
War´s doch ein lustiges Leben
auf der Wanderschaft.
5. Hier auf allen Wegen
führt uns die
Wanderschaft,
strömt ein kühler Regen
von oben auf uns herab.
Dann Spiel ich auf der Zither
troz dem Gewitter.
Besteig ich den Pilatus,
wenns´ donnert, wenn es kracht.
Bis die Sonn´erscheint
auf der Wanderschaft.
6. Lass die Alten brummen
Junge tun es nicht.
Lass Philister knurren,
flotte Burschen nicht.
Liebe in der Seele,
Brandwein in der Kehle.
Auf dass der Wandergeist
nicht zu früh erschlafft.
Sonst wär´s kein lustig Leben
auf der Wanderschaft.
7. Sind wir des Reisens müde
sehn´n wir
uns nach Ruhe,
singen frohe Lieder
nach der Heimat zu.
Lauter Glück und Segen
strömt da uns entgegen
und ein junges Weibchen
was uns Freude macht.
Die uns versüsst das Leben
nach der Wanderschaft
8. Kommt man nun in die Jahre,
wird man alt und
schwach
wandelt sein´m Geschäfte
früh und zeitig nach.
Jungen werden sagen,
nach verfloss´nen Jahren:
Alter, du hast schon Etwas mitgemacht.
In den Versoff´nen Jahren
auf der Wanderschaft.
Lied Nr. 7. Beim Mondenschein oben
ohne
Text
Bild und Erklärungen zu Mondenschein
Refrain:
Beim Mondenschein,
steig ich mit der Leiter in das Kammerfenster
ein.
Ei, du sagst es nicht; ei du wagst es nicht,
Mensch du hast nen Vogel, das verrät ja dein
Gesicht.
Beim Mondenschein.
1. Und das ist der Hering und das ist der Kater,
und das, das ist
die Herbergsmutter.
Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
Refrain: beim Mondenschein
2. Und das ist der Käse und das ist die Butter,
und das, das ist
der Herbergsvater.
Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
Refrain: beim Mondenschein
3. Und das sind die Vögel und das sind die Nester,
und das, das ist
die Herbergsschwester.
Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
Refrain: beim Mondenschein
4. Und das ist das Eckchen und das ist das Rund,
und das, das ist
der Schweinehund.
Und das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
Refrain: beim Mondenschein
5. Und das ist das Hin und das ist das Her,
und das, das ist
die Lichtmascher.
Und das Hin und das Her und die Lichtmascher.
Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
Und das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
Refrain: beim Mondenschein
6. Und das ist der Hammer und das ist die Kelle,
und das, das ist
fremd Mauermansgeselle.
Und der Hammer und die Kelle und fremd Mauermannsgeselle.
Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
Und das das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
Und das das Hin und das Her und die Lichtmascher.
Refrain: beim Mondenschein
7. Und das ist der Hobel und das ist die Elle,
und das, das ist
fremd Zimmermansgeselle.
Und der Hobel und die Elle und fremd Zimmermannsgeselle.
Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
Und das das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
Und das das Hin und das Her und die Lichtmascher.
Und der Hammer und die Kelle und fremd Mauermannsgeselle.
Refrain: beim Mondenschein
8. Und das ist das
Hoch und das ist das Niedrich,
und das, das ist
der Arsch vom Kaiser Friedrich.
Und das Hoch und das Niedricht und der Arsch vom
Kaiser Friedrich.
Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
Und das das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
Und das das Hin und das Her und die Lichtmascher.
Und der Hammer und die Kelle und fremd Mauermannsgeselle.
Und der Hobel und die Elle und fremd Zimmermannsgeselle.
Refrain: beim Mondenschein
Lied Nr. 8. Brüder, seht ihr nicht die Sonne?
oben ohne
Text
1.
Brüder, seht Ihr nicht die Sonne?
Lasst uns Reisen welche Wonne!
Jetzt und ist die schönste Zeit!
/:Wer sich will die Zeit vertreiben,
der muss nicht zu Hause bleiben,
dass es ihm hernach nicht reut. :/
2. Ist
das Bündel fest geschnüret
und das Wanderbuch visieret,
nehmt den Wanderstab zur Hand.
/: Wer
will fremde Städte sehen,
der muss in die fremde gehen,
muss zu Wasser und zu Land. :/
3. Darum,
Brüder, seid nur munter,
geht
die Sonne abends unter,
morgens geht sie wieder auf.
/: Denn in unsern Wanderjahren,
müssen wir oft viel erfahren
,
Geld und Uhr gehen oftmals drauf :/
4. Wollt
ihr ware Freude fühlen,
müsst
ihr nicht mit Karten spielen,
denn das Glück geht auf und ab.
/: Mancher ist oft reich geboren,
und hat Geld und Gut verloren,
kam dabei an´n Bettelstab. :/
5. Wollt
ihr froh die Zeit verbringen,
müsst
ihr auch ein Liedchen singen,
denn bei Liedern schmeckt der Wein.
/: Wer noch will ein Gläschen
trinken,
muss dem Herbergsvater winken:
" Vater schenke noch mal ein
". :/
6. Müsst
ich auch beim Vater borgen,
macht
euch darum keine Sorgen,
der bleibt immer noch ein Mann.
/: Wenn er schreibt die Nummer Eine,
hat die Kreide oft zwei Beine,
jeder hilft sich wie er kann. :/
7. Sind in Arbeit wir gekommen,
wird die Reise unternommen,
wo es schöne Mädchen gibt.
/: Ach wie viele Stunden,
hat so mancher schon empfunden,
wen er findet was er liebt. :/
8.
Wer in Unschuld Mädchen Liebet
und sie niemals hat betrübet,
der empfängt den schönsten
Lohn.
/: Muss er wieder von ihr scheiden,
wird die Liebe bei ihm bleiben,
denn im Herzen ist ihr Thron. :/
9. Darum nütz´t
die Wanderjahre,
wenn wir liegen auf der Bahre,
reisen wir aus dieser Welt.
/: Jeder muss am besten wissen,
wann er will sein Mädchen küssen,
pflückt die Rose eh´ sie
fällt! :/
10. Alle Maurer sollen leben,
Zimmerleute auch daneben,
die da bauen Kirch´ und Haus.
/: Steckt der Kranz erst auf der Spitze,
schwenken wir den Hut, die Mütze,
halten einen frohen Schmaus. :/
11. Unter diesem grünen Kranze,
führen Mädchen wir zum Tanze,
Jubeln bis die Sonne scheint.
Und ein´n Kuss in allen Ehren,
kann ein Mädchen nicht verwehren,
wird von ihr auch nicht beweint! :/
Lied Nr. 9. Das Mischen bringt gross Freud
oben ohne
Text
Melodie " Das Lieben bringt gross Freud "
1. Das Mischen bringt gross´ Freud´
für alle Baufachleut
´wir mische ausser Kalk und Sand,
Zement und Kies noch allerhand:
Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
ja
wir mischen eins zu eins.
2. Wird ausgeschrieben ein Bau,
dann kalkulieren wir genau.
Der macht bestimmt
den richtigen Preis,
der richtig auch zu mischen weiss:
Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
ja
wir mischen eins zu eins.
3. Beim Bau im Fundament,
nehmt nicht zu viel Zement,
will einer gut am Ende fahren,
muss er beim Fundament schon sparen:
. Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
ja
wir mischen eins zu eins.
4. Und unser Baurad dann
prüft alles, weil er´s kann.
Und schliesslich fragt er den Polier:
" He, sag´einmal wie mischt den ihr?
"
Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
ja
wir mischen eins zu eins
5. Dem letzten Balkenschlag
folgt dann der Richtfesttag.
Da gurgeln hintereinander wir
´nen Schnaps und auch ein Tröpfchen
Bier:
Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
ja
wir mischen eins zu eins
6. Und reist einmal die Wand
dann
liegt es bloss am Sand.
Denn
unsere Mischung, das ist klar,
die
war ganz einfach wunderbar:
Refrain: Eins zu eins,
eins zu eins,
ja
wir mischen eins zu eins
7. Wer richtig mischen kann,
das wird bald ein reicher Mann
Doch wird die Mischung falsch gemacht,
der ganze Bau zusammenkracht.
Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
ja
wir mischen eins zu eins
8. Wir mischen eins zu eins
weil
das ist wunderfein´s
und
wer die Mischung noch nicht kennt:
´Ne
fure Sand , ein Sack Zement.
Refrain: Eins zu eins,
eins zu eins,
ja
wir mischen eins zu eins
Lied Nr.10. De ol Jan Maat, de wull sik amüsieren
oben ohne
Text
1. De ol´jan Maat de wull sik amüsieren,
dor güng he op de Reperbahn spazieren,
/: dor keom he an de Herbertstraat vörbi,
dor set een Olsch und de, de het Marie. :/
2. Marie, Marie, du scheunste aller Vhosen,
Marie, Marie du kunst
mi mol een blosen,
olreight, sech se, de Sock, de gait all glatt,,
ick hef al lang keen warmet Freustück hat.
:/
3. Se,blost un blost, se fung all an to sweeten,
den oln Jan Maat
denn swullen all de Kleuten,
/: se blost un blost, de sook ,de kreg keen Wind,
de ol´Jan Maat har gorkeen Lock in Pint.
:/
Lied Nr.11.
Den schönsten Frühling den seh´n wir wieder oben
ohne
Text
1. Den schönsten Frühling, den seh´n wir wieder
in ganz Europa weit und breit.
Frisch auf, Gesellen singt frohe Lieder,
jetzt ist des Reisens wohl aller-, allerschönste
Zeit.
Denn es grühnt und blüht in der Natur,
die Bäume, Wiesen, Wald und Flur.
Ein jeder ist jetzt wiederum befreit,
von der verdammten Sklaverei.
Drum frisch auf, Gesellen der Winter ist vorbei,
es freut sich ein jeder fremde Zimmermann.
/: Aufs Reisen, bei so schönen, schöner
Zeit,
ja, wenn´s auch schneit. :/
2. Die Handwerkslust ruft uns auf Strassen,
schnürt euer
Felleisen fest und gut,
und tut niemals das Reisen lassen,
solange noch wallt das so junge junge frische
Blut.
Ja , man reist durch manche Stadt und Land,
reiset mit Gesellen, Bruderhand.
So der eine oder and´re sich im Elend befindet,
so gedenkt, was wir ihm schuldig sind.
Ja, ein jeder tut, so viel er kann.
Das ist die wahre Tugendbahn.
/: Aufs Reisen, bei so schönen, schöner
Zeit,
ja, wenn´s auch schneit. :/
3. Ein jedes Land hat sein Vergnügen,
für die Bewohner
gross und klein.
Ein Kuss vom Madel, das
man geliebet,
ist manchem seine wohl allerschönste
Freud
Ja, man drückt
sie noch einmal ans Herz,
und Tränen lindern
ihren Schmerz.
Ja, man verspricht ihr treu
zu sein,
ja man sagt man liebt nur
sie allein.
Aber endlich schwenkt
man seinen Hut
und fasset wieder frischen
frohen Mut
/: auf´s Reisen, bei
so schönen, schöner Zeit,
ja, wenn´s auch schneit. :/
4. Seit´s frisch, seit´s froh, Gesellen, Brüder,
die Stunde schlägt
wir sein´s bereit.
Verflossene Zeiten kehren niemals wieder,
vergangen ist die wohl aller-, allerschönste
Zeit.
Drum, Brüder die ihr um uns seid
in Lustbarkeit, Zufriedenheit,
Habe ich euch was Zuleid´getan,
So bitt ich um Verleihung an.
Ei so wünsch ich euch zu guter allerletzt
ein gut Glas Bier, das euch ergötzt.
/: Aufs Reisen, bei so schönen, schöner
Zeit,
ja, wenn´s auch schneit. :/
Lied Nr.12. Der Montag, der muss gefeiert werden
oben ohne
Text
1. Der Montag, der muss
gefeiert werden,
und was vom Sonntag übrig ist,
das muss versoffen werden.
Ja so ist´s recht
und so muss`s sein,
lustig woll`n wir leben.
Und kommen wir nicht in`s
Himmelreich,
dann kommen wir eben daneben.
Vivat Kamerad,
fremd Zimmermann wird kein Soldat.
2. Des Dienstags,dann schlafen wir bis neune,
dann kommt des Meister`s
Töchterlein,
und bringt uns auf die Beine.
Ja so ist´s
recht und so muss`s sein,
lustig woll`n wir leben.
Und kommen wir nicht in`s
Himmelreich,
dann kommen wir eben daneben.
Vivat Kamerad,
fremd Zimmermann wird kein Soldat.
3. Der Mittwoch,das ist die halbe Wochen,
und hat der Meister
das Fleisch gefressen,
so bleiben ihm auch die Knochen.
Ja so ist´s
recht und so muss`s sein,
lustig Woll`n wir leben.
Und kommen wir nicht in`s
Himmelreich,
dann kommen wir eben daneben.
Vivat Kamerad,
fremd Zimmermann wird kein Soldat.
4. Des Donnerstags,dann kocht die Meist`rin Bohnen,
und wenn die Meisterin
Bohnen kocht,
so soll sie der Teufel holen.
Ja so ist´s
recht und so muss`s sein,
lustig Woll`n wir leben.
Und kommen wir nicht in`s
Himmelreich,
dann kommen wir eben daneben.
Vivat Kamerad,
fremd Zimmermann wird kein Soldat.
5. Des Freitags,dann tut der Krauter prahlen,
und wenn der liebe
Samstag kommt,
dann kann er nicht bezahlen
Ja so ist´s
recht und so muss`s sein,
lustig Woll`n wir leben.
Und kommen wir nicht in`s
Himmelreich,
dann kommen wir eben daneben.
Vivat Kamerad,
fremd Zimmermann wird kein Soldat.
Lied Nr.13.
Der Pfannenflicker auf der Walz, der leidet keine Not. oben
ohne
Text
1. Der Pfannenflicker auf der Walz, der leidet keine
Not.
Wenn er sein Handwerk gut versteht, hat er sein
täglich Brot.
/: Der Pfannenfli-hik-ker macht sich nichts dria-dria-draus,
er flickt die Pfanne, Pfanne, Pfanne von Haus
zu Haus. :/
2. Einst kam er an ein grosses Haus, eine Mamsell schaut heraus.
Einst kam er an ein
grosses Haus, eine Mamsell schaut heraus.
/:Ach Pfannenfli-hik-ker komm doch heria-ria-rein,
hier wird schon was was was zu flicken sein. :/
3. Da reicht sie ihm eine Pfanne dar, die war bedeckt mit Moos.
Darinnen war ein
Löchelein wie ein Talerstück so gross.
/: Ach Pfannenfli-hik-ker nehm dich in ia-ia-acht,
das du das Loch, Loch, Loch nicht grösser
machst. :/
4. Und als sie nun beisammen war`n, die
Pfanne ward geflickt.
da hat sie ihm ein
Talerstück wohl in die Hand gedrückt.
/:Der Pfannenfli-hi-ker schwenkt seinen hia-hia-hut,
ade, ade Mamsell der Flick
war gut. :/
5. Und als dreiviertel Jahr vergangen
war, die Pfanne hielt nicht dicht,
da schrieb sie ihm
ein Briefelein, ach kehr doch bald zurück.
/: Ach Pfannenfli-hik-ker komm doch zu ria-ria-rück,
das du das Loch, Loch, Loch
noch einmal flickst! :/
Lied
Nr.14. Der Wind weht übers Stoppelfeld in sonnenheisser Glut oben
ohne
Text
1. Der Wind weht übers Stoppelfeld in sonnenheisser
Glut
und in der Tasch kein Kreuzer Geld, aber
immer mit dem -
heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
und in der Tasch kein Kreuzer Geld aber immer
mit dem Hut.
2. Was sah ich da am Wege steh´n, ein Mädel voller
Glut,
ich konnt sie ins
Gesicht kaum seh´n, denn sie trug einen -
Heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
ich konnt sie ins Gesicht kaum Seh´n, aber
immer mit dem Hut.
3. Ich sah ja nur ihr halb Gesicht, sah aus wie Milch und Blut.
Ich sprach zu ihr
mein Liebes Kind, ich bin dir herzlich -
Heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
ich sprach zu ihr mein Liebes Kind, ich bin dir
herzlich gut.
4. Es dauert kaum dreiviertel Jahr und was die Liebe tut,
gebar sie mir ein
Kindelein, und das trug einen -
Heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
gebar sie mir ein Kindelein, und das trug einen
Hut.
5. Dazu soll´t ich der Vater sein, das war mir gar nicht
gut,
ich hab´ sie
nur ein einzig´mal gesehen mit dem -
Heidi - heidu - heidallala
- Heidi - heidu heidalla
ich hab´ sie nur ein einzig´mal, gesehen
mit dem Hut.
Lied Nr.15.
Die Krauter bei heutigen Zeiten oben
ohne
Text
1. Die Krauter bei heutigen Zeiten,
das wollen grosse Herren sein.
Ja sie scheeren ihre Leut.
Ja sie scheeren ihre Leut, Leut, Leut
ja sie Scheeren, ( ja sie Scheeren, )
(solo)
ja sie Scheeren, ( ja sie Scheeren, )
(solo)
ja sie scheeren ihre Leut,
2. Des Sonntags da gehn sie in ein Kaffee-, Kaffeehaus
und streichen den Gesellen ihre Arbeit heraus.
Daran haben sie ihre
Freud.
Daran haben sie ihre Freud, Freud, Freud
daran haben, ( daran haben, ) (solo)
daran haben, ( daran haben, ) (solo)
Daran haben sie ihre Freud.
3. Des Montags, da Kommen sie auf der Zulage an,
und schauen den Gesellen
ihre Arbeit wohl an.
Ja sie sehen ganz versoffen aus.
Ja sie sehen ganz versoffen aus aus, aus
ja sie sehen, ( ja sie sehen, )
(solo)
ja sie sehen, ( ja
sie sehen, ) (solo)
ja sie sehen ganz versoffen
aus.
4. Macht der eine oder andere einen falschen Riss,
so heisst es gleich
Geselle, das gefällt mir nicht.
Mach es besser oder sonst fliegst´ raus.
Mach es besser oder sonst fliegst´ raus,
raus, raus,
mach es besser, ( mach es besser, )
(solo)
mach es besser, ( mach es besser, )
(solo)
mach es besser oder sonst fliegst´ raus.
5. Wir Gesellen wollen uns daran nicht Kehren,
wir wollen dem Krauter
was anderes Lehren.
Wir marschieren zum Abschiedstor hinaus.
Wir kaschieren zum Abschiedstor hinaus, in sauss
und brauss.
Wir kaschieren, ( wir kaschieren ,)
(solo)
wir kaschieren, ( wir kaschieren, ) (solo)
wir
kaschieren zum Abschiedstor hinaus.
6. Die Hamburger Arbeit, die war uns schon recht,
aber ihre Bezahlung,
die ist gar so schlecht.
Ja man kommt so früh auf den Spohn.
Ja man kommt so früh auf den Spohn, Spohn,
Spohn
ja man kommt, ( ja man kommt, ) (solo)
ja man kommt, ( ja man kommt, ) (solo)
ja man kommt so früh auf den Spohn.
7. Lebt wohl ihr Hamburger Mädchen,
wir ziehen in ein anderes Städtchen,
Ja wo schönere Madels sein.
Ja wo schönere Madels sein, sein, sein
ja wo schönere, ( ja wo schönere,
) (solo)
ja wo schönere, ( ja wo schönere,
) (solo)
ja wo schönere Madels sein.
8. Spielt auf ihr Musikanten,
wir wollen noch einmal Tanzen.
Ja, nach dem Trompetenschall.
Ja, nach dem Trompetenschall Ta-ral-la-la
ja, nach dem, ( ja, nach dem,
) (solo)
ja, nach dem, ( ja, nach dem, ) (solo)
ja, nach dem Trompetenschall.
Lied
Nr.16 Dort oben auf dem Berge oben
ohne
Text
1. Dort oben auf dem Berge,
da steht ein kleines Haus, Haus, Haus kleines
Haus.
//: Da schauen jeden Morgen, zideri, zidera, ziderallala
drei lustige Zimmerleut raus,/ raus, raus, Zimmerleut
raus. :/
2. Ach Mutter liebste Mutter,
von denen möcht
ich ein, ein , ein, möcht ich ein.
//: Der mit den schwarzbraunen Äugelein´
zideri, zidera, ziderallala
das soll mein liebster sein,/ sein, sein, liebster
sein. :/
3. Ach Tochter, liebste Tochter,
du bist noch viel
zu jung, jung, jung viel zu jung.
//: Schlaf du noch ein paar Jahre zideri, zidera,
ziderallala
in deinem Bett allein,/ lein, Lein, Bett allein.
/:
4. Schlaf´ich noch ein paar Jahre
in meinem Bett allein,/
Lein, Lein, Bett allein
//: So schnür´ich meinen Berliner zideri,
zidera, ziderallala
und geh´ als Tippelschicks,/ schicks, Schicks,
Tippelschicks. :/
5. Ach Mutter, liebste Mutter,
geb´mir mein
Reisegeld, Geld, Geld, Reisegeld.
//:Das hat dein Vater versoffen zideri, zidera,
ziderallala
in lauter Köm und Bier,/ Bier, Bier, Köm
und Bier. :/
6. Hat das mein Vater versoffen
in lauter Köm
und Bier, Bier, Bier, Köm und Bier.
//: So dank´ich meinem Schöpfer zideri,
zidera, ziderallala
dass ich kein Zimmermann hab,/ hab, hab, Zimmermann
hab´. :/
7. Und dankst du deinem Schöpfer
das du kein Zimmermann hast, hast, hast,
Zimmermann hast.
//: So nimm dir einen Mauermann zideri, zidera,
ziderallala
der säuft gleich aus dem Fass,/ Fass, Fass,
aus dem Fass. :/
8. Wär ich als Knab´ gebohren,
so reist´ich durch die Welt, Welt, Welt
durch die Welt.
//: Denn in der Welt da ist es schön zideri,
zidera, ziderallala
da gib's auch Bier und Köm,/ Köm, Köm,
Bier und Köm. :/
Lied Nr.17. Ei, was kann es denn wohl schön´res
geben oben ohne
Text
1. Ei, was kann es denn wohl schon´res geben,
als drei Jahre in die fremd´ zu geh´n.
Es blüht der Weinstock, es Blühen die
Reben,
und das Wanderleben ist so schön.
Ja, wenn die Vöglein so lustig singen,
und wir fremd Mauerleut ( Zimmerleut ) ein Lied
anstimmen,
/: Ei, da da schallt es durch die Lüfte frei:
Es lebe hoch die Kunst der Mauerei (Zimmerei )
. :/
2. Wandern wir von einem Ort zum andern,
treffen wir so manchen
Krauter an.
Sind wir müde vom vielen Wandern,
Ei so nehmen wir die Arbeit an.
Wenn Hammer und Kelle ( Axt und Beil ) so lustig
klingen,
und wir fremd Mauerleut ( Zimmerleut ) ein Lied
anstimmen.
/: Ei, so schallt es richtig in der Luft:
Es ist fremd Mauermann ( Zimmermann ), der Vivat
ruft. :/
3. Haben wir nun einen Bau vollendet,
Ei, so feiern wir
den Richteschmaus.
Da gibt es Speisen da gibt´s Getränke,
und der Bauherr spricht sein Dank nun aus.
Wenn dann die Gläser so lustig klingen,
und wir fremd Mauerleut ( Zimmerleut ) ein Lied
anstimmen.
/: Ei, so schallt es durch den Saal entlang:
Es lebe hoch der edle Handwerksstand. :/
4. Ist nun uns´re Wanderschaft beendet,
waren lange in der
Fremde draus.
Hat der Weg sich wieder nun gewendet,
kehren wir zurück ins Elternhaus.
Was wir erfahren in jungen Jahren,
das wollen wir im Her - zen tief bewahren,
/: Drum singt froh aus heit´rer voller Brust:
Ein Vivat hoch der schönen Wanderlust. :/
Lied Nr.18.
Ein fremder Zimmrer bin ich zwar, bin ich zwar oben
ohne
Text
1. Ein fremder Zimmrer bin ich
zwar, bin ich zwar,
muss reisen fremde Strassen.
Kommen wir in eine Stadt hinnein, Stadt hinnein,
wo es uns so gut gefallen.
/: Bekommen wir keine Arbeit nicht, ja nicht,
so ist das Stossen wohl unsere Pflicht. :/
2. Und naht die schöne Sommerszeit, Sommerszeit,
und Arbeit ist vorhanden.
Dann sein´s wir alle stets bereit, stets
bereit,
aber keiner will sie haben.
/: Denn wir alle haben´s Reiselust, ja -lust,
ein Vivat hoch der Handwerkskunst. :/
3. Und naht die kalte Winterszeit, Winterszeit,
keine Arbeit ist
zu finden.
Dann sein´s wir alle stets bereit, stets
bereit,
wir werden die Not schon lindern.
/: Dann gehen wir von Haus zu Haus, ja Haus
und holen so manchen Schilling raus. :/
4. Und haben wir´s genug geschafft, genug geschafft,
dann gehen wir nach
Hause.
Ein jeder hat was mitgebracht, mitgebracht.
Ei so fangen wir an zu schmausen.
/: Wir trinken unser Bier dazu, dazu,
die Arbeitsgesellen sie schauen zu. :/
5. Und wer hat dieses Lied erdacht, Lied erdacht,
bei einem Humpen
Biere.
Fremd Zimmerleute haben´s erdacht, haben´s
erdacht.
Denn sie mussten es selber probieren.
/: Sie haben es gesungen im Österreicher
Land, ja Land ,
zu Wien am blauen Donaustrand. :/
Lied Nr.19.
Eines Abends auf St. Pauli sah´ ich eine Hu... Stehn oben
ohne
Text
1. Eines Abends auf St. Pauli sah
ich eine Hure stehn.
/: Sie hat mir so wunderschön gefallen und
ich sollte mit ihr geh´n. :/
2. Soll ich denn mein blutjunges Leben, das wie eine Rose blüht,
/: einem solchen
Mädel geben, die so viele andre liebt. :/
3. Rosarot war´n ihre Wangen, zuckersüss war auch
ihr roter Mund,
/: tausend Küsse
hat sie schon empfangen bei so später Abendstund! :/
4. Mädel bist du einmal schwanger, schiebe nicht die Schuld
auf mich,
/: denn ich bin ein
stolzer fremder Zimm´rer, und es wäre schade um mich. :/
5. Bist du auch ein stolzer fremder Zimm´rer und es wäre
schade um dich,
/: meine Unschuld
sollst du mir bezahlen und es bleibt alleine für mich. :/
6. Deine Unschuld zu bezahlen fällt mir ja im Traume nicht
ein,
/: eine Wiege will
ich dir erbauen, aber nicht der Vater sein. :/
7. Und der Femde zog vondannen, schwenkt
zum Abschied seinen Hut,
/: lebe wohl du alte Tippelstiene für eine Nacht,
da warst du gut. :/
Lied Nr.20.
Ein Liedlein ist gesungen, ein Schnäpschen folgt darauf oben
ohne
Text
1. Ein Liedlein ist
gesungen, ein Schnäpschen folgt darauf,
bei Maurer- und bei Zimmerleut da
ist das so ein Brauch.
Und einmal Bier und zweimal Bier und
dreimal mit Courage,
und wenn der Wirt nicht pumpen will,
dann leckt er uns am ..............
Lerge, Lerge, o----h , w--i--e sch-ön
sangest du Marie!!
2. Und die Erbsen und die Bohnen die haben uns vertrieben,
sonst
wär´n wir noch länger in Hamburg geblieben!
Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
Doch der Kinnbart bleibt steh´n!
3. Sechs Äpfel für´n Dreier und die
Hälfte sein´s süss,
und die Hamburger jungen Madel haben
alle Platte Füss!
Zum-Zingel-Zangel
mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch der Kinnbart bleibt steh´n!
4. Sechs Eier für´n dreier und die hälfte
sein´s fauel,
und die
Hamburger jungen Mädchen haben alle ein schiefes Maul!
Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch der Kinnbart bleibt steh´n!
5. In Hamburg auf St. Pauli da steht ein Karussell,
da reiten
sechs Fremde auf einen Mamsell!
Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch der Kinnbart bleibt steh´n!
6. Ja, bin in Hamburg gewesen, habe Jungfern gesucht,
habe
keine gefunden, aber Sponkrei´n genug!
Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch der Kinnbart bleibt steh´n!
7. Bin in Bielefeld gewesen , da hat´s
mir gefallen,
da
gab´s Spinnerschicksen, solche netten und drallen!
Zum-Zingel-Zangel
mit der Witschel-Watschel,
also
rutschen wir ein Stückchen weiter.
Zum
Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch
der Kinnbart bleibt steh´n!
8. Bin liederlich gewesen,
bin liederlich noch heut´,
und das liederliche junge Leben gefällt
uns Zimmerleut!
Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch der Kinnbart bleibt steh´n!
9. Jetzt freu´ dich liebe
Mutter, nun kommt dein lieber Sohn,
hat die Gelder versoffen, ist ganz
schändlich auf dem Spohn!
Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch der Kinnbart bleibt steh´n!
10. Dem Vater am Fenster, dem wird schon ganz übel,
er sieht
seinen Sohn ganz schändlich auf dem Kübel!
Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch der Kinnbart bleibt steh´n!
11. Du liederlicher junger Bursche du musst dich bekehren,
aus einem
fremd Zimmermann kann auch noch was werden!
Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
also rutschen wir ein Stückchen
weiter.
Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
doch der Kinnbart bleibt steh´n!
Lied Nr.21 Einst gedacht ich auszuruhen oben
ohne
Text
1. /: Einst gedacht ich auszuruhen,
Wohl eineinhalb, dreiviertel Stunde. :/
/: Ei sieh, da kam, ein holdes Mägtelein. :/
Sie war so schön, wie Milch und Blut.
2. Madel hast du nicht den roten,
den Kaiserlichen Prinz
gesehn.
Oder war´n es die Franzosen,
die über´n Rhein marschieret sind.
/: Es war´n für wahr, für wahr drei
fremde Zimmerleute, :/
Die über´n Rhein getippelt sind.
3. /: Und sie hob ihr rosa Röckchen,
Ihr schneeweiss´
Hemdchen in die Höhe. :/
Da konnt man Seh´n, ja Seh,n den Venusgarten.
:/
Den allerschönsten Wasserfall.
4. /: Übers Jahr kam sie gegangen,
so weiss wie Schnee war´n
ihre Wangen. :/
/: In ihrem Arm, ja Arm trug sie ein Körblein,
:/
Worin ein jung fremd Zimmermann lag.
Lied Nr.22.
Ein Groffschmied sett in goder Roh oben
ohne
Text
1.
/: Ein Groffschmidt sett in goder Roh :/
un
smökt sien Piep Taback dor tu.
Zieri
ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
2.
/:Wat Klopt denn dor an mine Dör :/
as
wenn´s de Dübel sülbst dat wär.
Zieri
ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
3. /:
Al wedder en Breef von de Hall´sche Post :/
de
mi so manchen Doler kost.
Zieri
ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
4.
/: Wat schriwt denn dor min Söhn, de Fritz :/
de
op de hohe school rumflitzt.
Zieri
ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
5.
/: Du schast mal schnell na Halle kam´n :/
un
dinen Fritz dat Fell versahl´n.
Zieri
ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
6.
/: Dor föhr de Ol na Halle hin :/
för
ene Mark und fofftig Penn.
Zieri
ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
7.
/: Un as de Ol na Halle käm :/
dor
kofft he sick en groten Köm.
Zieri
ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
8.
/: Wo wohnt den hier min Söhn, de Fritz :/
de
op de hohe School rumflitzt.
Zieri
ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
9. /:
Din Söhn, de wohnt in " Golden Stern", :/
und hebt de lütten Deerns so gern.
Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro -
zira la la .
Melodiewechsel
und hochdeutsch ( Solo )
10. Guten Tag, guten Ta-ag
mein Herr Papa.
Wie geht´s zu Hau-au-se der Frau Mama?
Ist auch das Schwe-e-sterlein zu Haus?
Wie sieht´s mit me-e-inem Wechsel
aus
Wieder
alle zusammen in Plattdeutsch
11.
/: Von dissen Wessel swieg man still:/
ick di dat Fell versahlen will.
Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro -
zira la la .
Melodiewechsel
und hochdeutsch ( Solo )
12. Was hab ich eu-eu-ch
zu Leid getan?
So fährt man ke-e-inen Burschen an.
den ganzen Ta-a-g habe ich studiert.
und abends au-u-ch noch rumpoussiert.
Wieder
alle zusammen in Plattdeutsch
12. /:
Dat Rumpoussieren dat schast man laten :/
schast leber up dann Amboss slahn..
Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro -
zira la la .
Melodiewechsel
und hochdeutsch ( Solo )
13. Ach Vater, we-e-nn ich Groffschmied wär,
wär ich Solda-a-t bei meiner Ehr.
Und gebt ihr mi-i-r nicht gleich das Geld,
so seht ihr eu-u-ren Sohn als Held.
Wieder
alle zusammen in Plattdeutsch
14. /: För
dittmal schalt geschenkt noch sien :/
du As, du beest, du Reubenschwien.
Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro -
zira la la .
15. /: nu will´k man schnell na
Hus hengahn :/
und düchtig op den Anboss slahn.
Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro -
zira la la .
Lied Nr.23. Es ist mir wirklich zum Verdruss, zideringtand-tingtang-tei
oben
ohne
Text
1. Es ist mir wirklich zum
Verdruss, zideringtang-tingtang-tei,
dass ich aus Hamburg scheiden muss, zideringtang-tingtang-tei.
/:Darin hab ich viel Schuld´ gemacht, strude-ride-rallala,
und ans Bezahlen nie gedacht, zideringtang-tingtang-tei.
:/
2. Ei sieh´, da kam der Schuster
her, zideringtang-tingtang-tei.
Der bracht´ mir so´Ne Rechnung her, zideringtang-tingtang-tei.
/: Für ein Paar nagelneue Schuh´, strude-ride-rallala,
und sechs Paar Sohlen noch dazu, zideringtang-tingtang-tei.
:/
3. Ei sieh´, da kam der Schneider
her, zideringtang-tingtang-tei,
der bracht´mir so´Ne Rechnung her, zideringtang-tingtang-tei.
/: Für eine nagelneue Kluft, strude-ride-rallala,
He du verdammter Ziegenbock, klei du mi fix an Mors.
:/
4. Ei sieh´, da kam der Vater
her, zideringtang-tingtang-tei,
der bracht mir so´Ne Rechnung her, zideringtang-tingtang-tei.
/: Für sechsunddreissig Humpen Bier, strude-ride-rallala,
das Geld bekommt er nie dafür, zideringtang-tingtang-tei.
:/
5. Ei sieh´da kam der Schutzmann
her, zideringtang-tingtang-tei,
der bracht mir so´Ne Rechnung her, zideringtang-tingtang-tei.
/: Für einen nächtlichen Radau , strude-ride-rallala,
da war ich sicher wieder blau, zideringtang-tingtang-tei.
:/
6. Und sieh´, da kam die
Schwester her, zideringtang-tingtang-tei,
die bracht´ mir so was Kleines her, zideringtang-tingtang-tei.
/: Dazu soll ich der Vater sein, strude-ride-rallala,
da Schlag ein Himmeldonnerwetter rein, zideringtang-tingtang-tei.
:/
7. Ich hab´
sie nur ein einzigmal, zideringtang-tingtang-tei,
geschoben auf der Kegelbahn, zideringtang-tingtang-tei.
/: Und neunzehnmal im Ziegenstall, strude-ride-rallala,
das macht zusammen zwanzig mal, zideringtang-tingtang-tei.
:/
Lied Nr.24. Es steht ein Wirtshaus wohl an dem
Rhein oben
ohne
Text
1. Es steht ein Wirtshaus wohl an dem Rhein.
Da kehrten fremde Zimmerleute ein, ja Zimmerleut´
ein.
/: Und Frau Wirtin, sie sass wohl hinterm Ofen.
Gesellen sassen an einem Tisch.
Keinen Wein wollte sie mehr holen. :/
2. Frau Wirtin, sie hat einen getreuen Mann.
Der war den Zimmerleuten zugetan, ja zugetan.
/: Und er holte von dem aller-allerbesten,
Rosmarin und Champagner - pagner Wein.
Und er gab es den fremden Zimmerleuten zum Besten.
:/
3. Frau Wirtin, sie hat einen getreuen Knecht.
Und was er tat, ja das war ihr recht, das war ihr recht.
/: Und er spannte seine Rosse vor den Wagen,
fuhr den Rheinstrom wohl auf, wohl ab.
Fremde Zimmerleute wollt´er fahren. :/
4. Frau Wirtin, sie hat eine getreue Markd.
Sie sass im Garten, und
pflückt Salat, und pflückt Salat.
/: Und sie setzt sich auf des Türes Schwelle.
Bis das Glöcklein wohl elf Uhr, zwölf Uhr
schlägt.
Und sie wartet auf fremd Zimmermannsgesellen. :/
5. Und als das Glöcklein wohl ein Uhr, zwei Uhr schlug,
kein fremder Zimmermann
sich sehen liess, sich sehen liess.
/: Ja da fing sie ganz bitterlich zu weinen an.
Ei. Ei, Ei, was fang ich, fang ich an.
Diese Nacht schlaf ich wiederum alleine. :/
6. Und als das Glöcklein wohl zwei Uhr, drei Uhr schlug,
ein fremder Zimmermann
sich sehen liess, sich sehen liess.
/: Ja, und sie schliefen so selig beisammen,
bis de helle, helle Tag anbrach.
Und fremd Zimmermann, der zog von dannen. :/
Lied Nr.25. Es wohn ein Müller an jenem
Deich oben
ohne
Text
1.
( solo ) Es wohnt ein Müller
an jenem Deich.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Der hat Ne Tochter die
war reich.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo,
he justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
2.
( Solo ) Im
Dorf, das wohnt ein Edelmann
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Der wollt des Müllers
Tochter hab´n.
( wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
3.
(
Solo ) Der Edelmann hat einen Knecht.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Und was der tat, das
war ihm recht.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
4.
(
Solo ) Er steckt den Edelmann in einen Sack.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) und trug ihn zu der
Mühl hinab.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
5.
(
Solo ) Guten Tag, guten Tag Frau Müllerin.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Wo stell ich meinen
Hafersack hin.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
6.
( Solo ) Stell
du ihn nur in jene Eck
( von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Gleich neben meine Tochters
Bett.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
7.
(
Solo ) Es war wohl um die Mitternacht.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Der Hafersack sich lustig
macht.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
8.
(
Solo ) Der Hafersack Kriegt Händ´ und Füss
( von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Und in der Mitt nen
langen Spiess.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
9.
(
Solo ) Ach Mutter, Mutter mach mal Licht
( von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Ein Hafersack schwer auf mir liegt.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
10. ( Solo
) Ach Tochter hat´s doch still geschwiegen
( von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Ein Edelmann hätt´s
du könn´ kriegen.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
11.
( Solo ) Ein
Edelmann den will ich nicht.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Ein Zimmermann viel
tiefer sticht.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
12.
( Solo ) Ein
Mauermann, den muss es sein.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) und sollt ich in die
Schweiz hinein.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
13.
( Solo ) Ein
Pappeldecker, den will ich haben.
( Von allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Und soll´t ich
ihn aus der Erd´raus graben.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
14.
( Solo ) Ein
Zimmermann den muss man lieben.
( 0 allen gesungen )
Jo, jo, jo.
(
Solo ) Der kann von vorn und
hinten schieben.
( Wieder von alle gesungen
) Jo, jo, jo,
He justambiss,
He justambiss, He struderiderallala,
He justambiss,
He justambiss, He struderidera.
Lied Nr.26. Es wohnte ein Krauter
zu Frankfurt an dem Maine oben
ohne
Text
1.
Es wohnte ein Krauter zu Frankfurt an dem Maine.
Der hielt sich Gesellen zu Zweien und zu
dreien.
Und der Erste der sprach,: mir ist
ja gar nicht wohl, hei, ist ja gar nicht wohl.
/: Der Zweite war besoffen, der Dritte
der war voll. :/
2.
Gesellen, Gesellen, seit´s unter uns verschwiegen.
Wir lassen dem Krauter die Arbeit heute
liegen.
Denn wir wollen ein wenig spazieren-zieren
geh´n, hei, spazieren-zieren gehn.
/: Zu Frankfurt an dem
Maine wo Schöner´e Madels sein :/
3. Und
als die Gesellen in der Herberg angekommen.
Da hat sie
der Vater mit Freuden aufgenommen.
Gesellen, Gesellen, Willkommen sollt ihr
sein, hei, Willkommen sollt ihr sein.
/: Was wollt ihr für ein Essen, was
wollt ihr für ein´ Wein. :/
4. Zu
essen Woll´n wir haben den besten Schweinebraten.
Und was wir
wollen trinken, das ist ja leicht zu raten.
Denn der Fränkische Wein, ist auch
ein guter Wein, hei, auch ein guter Wein.
/: Denselben Woll´n wir haben und
dabei lustig sein. :/
5. Und als die Gesellen
gegessen und getrunken.
Da schickte der Krauter
den naseweisen Jungen.
Gesellen, Gesellen, nach Hause sollt ihr
kommen, hei, nach Hause sollt ihr Kommen
/: Den Abschied sollt ihr haben in einer
viertel Stund. :/
6. Und
als die Gesellen zu Hause angekommen.
Da hat sie
der Krauter gar patzig aufgenommen.
Ihr scheint mir die rechten Gesellen zu
sein, hei, Gesellen zu sein.
/: Zum Fressen und zum Saufen, für
die Arbeit hab´ ich kein. :/
7. Da
schnürten die Gesellen ihr Felleis´ auf den Rücken.
Und zogen wohl über
die Sachsenhauser Brücken.
Da begegnete ihnen des Meisters Töchterlein,
hei, Meisters Töchterlein.
/: Gesellen, wollt ihr reisen, so lasst mich
nicht allein. :/
8. Der erste,
der fasst sie ans Zipfel-Zapfel-Löckchen.
Der zweite der
fasst sie ans Zipfel-Zapfel-Röckchen.
Und der dritte der legt sich gleich oben, oben
drauf, hei, oben, oben drauf.
/: Da kam der Krauter gelaufen und legt sein
Schutzfell drauf.. :/
9. Ach Meister,
ach Meister, was wollen sie den haben..
In dreiviertel
Jahren ein wunderschönen Knaben.
Und der soll werden, soll werden ein fremd Zimmermannsgesell,
hei, fremd Zimmermannsgesell..
/: Damit er auch kann fahren zum Teufel in die
Holl. :/
10. Und als die Gesellen in der Hölle angekommen.
Da hat sie der
Teufel mit Freuden aufgenommen.
Gesellen, Gesellen, Willkommen sollt ihr sein,
hei, Willkommen sollt ihr sein.
/: Zum Fegefeuer schnüren und dabei lustig
sein. :/
Lied Nr.27. Es zogen fremde Zimmerleut, wohl über den Rhein, oben
ohne
Text
1. / :Es zogen fremde Zimmerleut
wohl über den Rhein, wohl übern Rhein. :/
/: Bei einer Frau Wirtin, bei einer Frau Wirtin,
ja bei einer Frau Wirtin da kehrten sie ein. :/
2. /: Frau Wirtin, Frau Wirtin, wo schläft
ihr Töchterlein die ganze Nacht. :/
/: Mein Töchterlein, mein Töchterlein, das
schläft die ganze Nacht allein,
ja das schläft, ja das schläft die ganze
Nacht allein. :/
3. /: Und als das schwarzbraun Madel, vom Schlaf ist aufgewacht,
ist aufgewacht. :/
/: Da fing sie an zu weinen,
ja da fing sie an zu weinen, ja da fin sie ganz bitterlich zu weinen an. :/
4. /: Sag schwarz-braunes Madel,warum weines du so sehr, ja,
ja, so sehr. ::/
/: Weil mich ein fremder
Zimm´rer, Ei das vergess ich nimmer, hat mich heute Nacht um meine Ehre
gebracht. :/
5. /: Erkennest du ihn wieder, erkennest du ihn noch, ja du
ihn noch. :/
/: Ja, Ja ich kenn ihn
wieder, es war ein Fremdgeschriebener, den er trug, ja er trug die schwarze
Ehrbarheit. :/
6. /: Der Altgesell,der Altgesell, ein ganz versoffnes Huhn
in seinem Brand. :/
/: Er liess die Stenze
rasseln, fremde Zimmerleute liess er schnasseln, aber keiner, aber keiner wollt´s
gewesen sein. :/
7. /: Da trat aus
ihrer Mitte der Fassgesell hervor, in seinem Brand. :/
( Solo ) Wills keiner von
euch wagen die Ehr des Mädchens tragen so will ich, so will ich des Kindes
Vater sein.
( gemeinsam ) Wills keiner von euch wagen, die
Ehr des Mädchens tragen, so will ich, so will ich des Kindes Vater sein.
(Viel
Edelmut vom Fassgeselln. Das Ende dieser Geschichte ist mir leider nicht bekannt
aber wollen wir mal hoffen das damals der Wahre Täter gefunden und bestraft
wurde )
Lied Nr.28. Fort mit den Grillen! fort mit den
Sorgen! ( schnell ) oben
ohne
Text
1. Fort mit den Grillen! fort mit
den Sorgen!
Lustig ist fremd Zimmer- ( Maurer ) mannsblut.
/: Denn wir müssen in die Welt rein fahren
und haben immer frischen frohen / Mia-mia-mut. :/ Mut.
/
2. Herzgeliebte Eltern, seid nicht so betrübet,
weil ich von euch scheiden
muss.
/: Denn mein Berliner der ist ja schon geschnüret,
und morgen gehts zum Abschiedstor / hin-ia-ia-aus.
:/ hinaus. /
3. Herzgeliebtes Madel sei nicht so betrübet,
weil ich von dir scheiden
muss.
/: Haben einander so zärtlich geliebet,
drum gib mir zu Abschied einen / Kia-kia-kuss. :/ Abschiedskuss.
/
4. Pflückest du die Rosen, Pflückest du die Nelken,
Pflücke du auch eine
für mich!
/: Und ich will dir ein Brieflein schreiben,
darinnen steht: Vergiss mein / nia-nia-nicht. :/ nicht.
/
5. Spanien und Portugal haben wir bereiset
und das schöne Land
die Schweiz.
/: Schweden und Norwegen wollen wir bereisen,
bei Regen, Schnee, Sturm oder / ia-ia-Eis. :/ Eis.
/
6. Wie so mancher brave Zimmer- ( Maurer ) mannsgeselle
drückt so früh
die Augen zu.
/: Ist vom Gerüste heruntergefallen
und findet in der Erde seine / ria-ria-Ruh! :/ Ruh.
/
7. Kommen dann die Maden, kommen dann die Würmer,
teilen seinen Leichnam
sich.
/: Ja wir müssen uns bei Petrus beschweren,
Ein Zimmer- ( Maurer ) mann der leidet / fia-fia-fürchterlich!
:/ füchterlich.-Am Suff /
Lied Nr.29. Fort mit den Grillen! fort mit den Sorgen. ( langsam ) oben
ohne
Text
1. Fort mit den Grillen, fort mit
den Sorgen.
Bin ich in der Fremde, hoch in Deutschlands Norden.
/: So wie in der Ferne,so, wie in der Weite,
stehest du geliebte mein, mir immer treu zur Seite. :/
2. Fort mit den Grillen, fort mit den Sorgen.
Bist du Deutschlands Tochter, musst du viel erfahren.
/: Bist du ein fremd Zimmermannsbraut, dir gehört mein
Leben,
dir gehört mein Herz allein,
der Freiheit all mein Streben. :/
3. Bin als Braunschweiger geboren, will als Braunschweiger sterben,
für das Land der Väter,
für das Land der Erben.
/: Schmettert eine Kugel mich im Kampfe nieder,
so leb´denn wohl, Geliebte mein, im Potthoff sehen
wir uns wieder. :/
Lied Nr.30. Fremder Maurer, willst du reisen
oben
ohne
Text
1. Fremder Maurer, willst du reisen,
Ei, so sag´, was tat ich
dir?
Von der Heimat willst du scheiden,
warum willst du fort von hier?
Hörst du nicht des Meeres Rauschen?
Das Getöse macht mir Schmerz.
/: Und die Gesänge der fremd´Mauerleut,
sie zerreisen mir das Herz. :/
2. Denkst du noch an jene Stunden?
Wo wir uns zu letzt geseh´n?
Liebe floss aus deinem Munde,
damals warst du jung und schön!
Damals warst du froh und heiter,
damals warst du ungetrübt
/: Und jetzt, da willst du wieder weiter,
fort von der die treu dich liebt. :/
3. Oder hast in Deutschlands Norden,
eine Jungfrau hold und schön,
die dich hält in ihren Armen,
wo dein ganzer Sinn nach steht?
Deine Sklavin will ich werden,
deine Sklavin will ich sein.
/: Dich nie verlassen hier auf Erden,
will auch stets dein Eigen sein. :/
4. Als die Sonn´am andern Morgen,
wiederum schien ins Tal hinaus,
zog ein Mauermann gen Norden,
wiederum in sein trautes Heim.
Drum ihr Mädels lasst euch sagen,
jung Mauermanns Liebe währt nicht lang´.
/: Vom späten Abend bis zum Morgen,
geschieden muss sein, das wisst ihr all. :/
5. Das ist das Los des fremden Maurers,
der da zieht von Ort zu Ort.
Hat er sich gerad angefreundet,
muss er auch schon wieder fort.
Westerland du schönes Städtchen,
Westerland du schöne Stadt.
/: Darinnen gibt es schöne Mädchen,
die man treu geliebet hat. :/
Lied Nr.31. Frisch auf, frisch auf zum Jagen,
Jagen, Jagen oben ohne
Text
1. /: Frisch auf, frisch auf zum
Jagen, Jagen, Jagen
frisch auf die Alm rauf zieh´n. :/
/: Denn das Jagen ist ein so lustiges Leben.
Das Wildbrett muss brav Gelder, Gelder geben.
Ja, Jagen das ist alle meine Freud.
Drum jag ich alle Zeit. :/
2. Und als wir nun auf die Alm rauf kamen,
sprach stolz die Sennerin.
Was esset und was trinket, trinket ihr
und was ist ihr Pläsier?
/: Schenken sie nur ein, Bier und Brandewein.
Dazu ein Glas Tiroler-roler Wein
und machen sie mir einen Specksalat
für mich und mein Kam´rad. :/
3. /: Und als wir nun gegessen und getrunken,
fährt mich mein Schatz
nach Haus. :/
/: Bleibe du nur bis der Kuckuck schreit.
Der helle, helle Tag ist nicht mehr weit.
Ade, Ade Schatz lebe, lebe wohl.
Jetzt geht es in das Land Tirol. :/
Lied Nr.32. Frisch auf, ihr Brüder , derweil
wir sein oben ohne
Text
1. Frisch auf ihr Brüder, derweil wir sein
,
weil wir noch jung an Jahren sein.
Woll´n wir uns in die Fremde begeben,
was schön´res zu erleben.
Auf das man lernet hier und dort,
wie sich´s gebühret am fremden Ort.
Wie man die Arbeit dort anfassen tut.
Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!
2. Kommt man in eine Stadt hinein,
wo unser Bleiben scheint zu
sein.
Wo man brav schulden machen kann,
da nehmen wir Arbeit an.
Wir hobeln, wir sägen, wir stemmen dabei,
( Wir mauern, wir putzen, wir fugen dabei, )
Die Arbeit sie ist uns ja ganz einerlei,
Wir versaufen den Rock, aber niemals den Hut.
Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!
3. Hat man sechs Madel in einer Stadt,
die man so treu geliebet hat.
Und wiederum von ihnen scheiden muss,
das gibt einen traurigen Schluss.
Ihr Mädchen, grämet euch nicht so sehr,
es gibt ja fremd Zimmerleut´ wie Sand am Meer.
Sie versaufen den Rock, aber niemals den Hut
Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!
4. Kommt nun der kalte Winter heran,
das man es vor Kälte kaum aushalten kann.
Das Wasser das frieret im Schleifstein ein.
Der Teufel mag Zimmermann sein!
da resolvieren wir uns behend
und machen der Arbeit ein baldiges End.
Wir versaufen den Rock, aber niemals den Hut.
Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!
5. Kommt erst der heisse Sommer heran,
das man es vor Hitze kaum aushalten
kann.
Das Bier das trocknet im Glase ein.
Der Teufel mag Zimmermann sein!
da resolvieren wir uns behend´
und machen der Arbeit ein baldiges End´.
Wir versaufen den Rock, aber niemals den Hut.
Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!
6. Drum lasst uns nicht verdrossen sein,
weil wir noch jung an Jahren
sein.
Da draussen, da wehet ein kühler Wind.
Seid lustig, seid fröhlich, Gesellen!
Es gibt noch in der Fremde Pläsier,
sei es in Braunschweig oder allhier.
Gefochtenes Brot schmeckt noch einmal so gut.
Hoch lebe der Mann mit dem Hut.
Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!
Lied Nr.33. Frisch auf ihr Handwerksgesellen
bum, bum oben ohne
Text
1. Frisch auf ihr Handwerksgesellen
bum, bum.
Frisch auf ermuntert euch!
Das Glöcklein hat sechs Uhr geschlagen bum, bum,
verflossen ist unsere Zeit.
Bums vallari-vallario, verflossen ist unsere Zeit.
2. Dann steigen wir auf die Stellage bum, bum
wo schönere Madels sein.
Und zeigen ein wenig Courage bum, bum.
Ein jeder mit seiner allein.
Bums vallari-vollario, Ein jeder mit seiner allein.
3. Und eh´wir´s uns vermuten bum, bum,
und eh´ wir´s uns versah´n.
Da kam der Krauter gelaufen bum, bum,
wohl um die Ecke herum.
Bums vallari-vollario,
wohl um die Ecke herum.
4. Guten Morgen ihr faulen Gesellen bum, bum,
guten Morgen mein fauler Polier.
Ihr tut euch hier Weiber bestellen bum, bum,
und
schaut euch die Arbeit wohl an.
Bums vallari-vollario,
und schaut euch die Arbeit wohl an.
5. Für dieses mal lass ich es gelten bum, bum,
für dieses mal lass ich es sein.
Ich
werd es euch vergelten bum, bum,
kommt erst der kalte Winter herein.
Bums
vallari-vollario, kommt erst der kalte Winter herein.
6. Und eh´s wir´s uns vermuten bum, bum,
und eh´ wir´s uns versahn.
Da kam der Bauherr gegangen bum, bum,
wohl um die Ecke herum.
Bums vallari-vollario, wohl um die
Ecke herum.
7. Guten Morgen ihr fleissigen Gesellen bum, bum,
Guten Morgen mein fleissiger Polier.
Ach
tut mir den einzigen Gefallen bum, bum,
sauft diese Buddel Brandewein leer.
Bums
vallari-vollario, sauft diese Buddel Brandewein leer.
8. Dann heisst es Vivat es lebe bum, bum,
der Bauherr und sein Weib.
Und auch der Sponkrauter daneben bum, bum,
mit seinen versoffenen Zimmerleut.
Bums vallari-vollario, mit seinen versoffenen
Zimmerleut.
Lied Nr.34. Froh vereint im Handwerkssaale
oben ohne
Text
1. Froh
vereint im Handwerkssaale,
sassen fremde Zimmerleut´ ( Mauerleut´
).
/: Sieh, da klopft´s mit einem Male :/
/: dreimal an die Stubentür :/
2. Mit
Gunst, Erlaubnis! spricht der Fremde,
ist die Zimmerherberg´ hier?
/: Wo ein jeder Zugereiste :/
/: Findet steht's sein Nachtquartier? :/
3. Das ist löblich, "
spricht ein jeder,
Kam´rad setz´ dich zu uns her.
/: Von dem Stenz und dem Berliner :/
/: mach er seine Arme leer. :/
4. Kam´rad bist du zugereiset,
was für´n Landsmann bist den du?
/: Kannst du mir die Zettel zeigen? :/
/: Seih so gut und tu´ es gleich! :/
5. Magdeburg
ist meine Heimat,
Lübeck war mein letzter Ort.
/: Wo es mir so schön gefallen :/
/: doch zum Reisen zog´s mich fort! :/
6. Vivat, Kam´rad!
Lass dir´s schmecken,
diesen Köm und dies Glas Bier.
/: Spricht der Altgesell zu jenem. :/
/: Komm, schreib deinen Namen hier! :/
7. Und das Schreiben
hat ein Ende,
ganz kommode sitzt er da.
/:Jedem reicht er jetzt Hände :/
/: Wie es stehts bei uns geschah! :/
8. Zimmerhandwerk (
Maurerhandwerk ) edles Handwerk
bringt so manche Freude dar´.
/: Wolte Gott, es sei gegeben :/
/: Noch so manches liebe Jahr! :/
9. Und mit Singen und mit Scherzen
wird so manches Fass geleert.
/: In dem Kopf hat man viel Schmerzen. :/
/: Kehrt man heim bei dunkler Nacht. :/
10. Lasset eure Lieder schallen,
dass man´s auf der Strasse hört.
/: Nehmt euch nur in acht vor allem, :/
/: dass euch nicht der Schutzmann stört! :/
Lied Nr.35. Heute´scheid ich morgen wand´re
ich oben ohne
Text
1. /: Heute scheid´ ich morgen wand´re ich
keine Seele, sie weint um mich, sie weint um mich.
:/
/: Ist´s die eine nicht so ist´s die and´re
und wer bekümmert-kümmert sich wohl wenn
ich wand´re.
Bei so schöner Sommer - Sommerzeit. :/
2. /: Ei, so geb ich meinem Stenz die Sporen
und marschiere zu Abschiedstor
hinaus, in saus und Braus. :/
/: Mein feins Liebeleien
wohl zum Gefallen,
sie war die Allerschönste
ja von ganz St. Gallen.
Schade das ich abreisen muss.
:/
3. /: Sie dreht sich um und dumm und weinte bitterlich,
denn der Abschied der
fällt ihr ja so schwer, ja, ja, so schwer :/
/: Aus ihren Äugelein da flossen Tränen,
aus meiner Pulle - Pulle da floss Bier und Sherry
- Brandewein.
Schneller als der Rheinstrom floss. :/
4. /: Die dunkle Nacht sie hat uns überfallen,
hier auf dieser so schönen
Wallachhei, ja Wallachhei. :/
/: Hier Woll´n wir uns ein Zelt aufschlagen
und unser junges frisches Leben noch einmal wagen.
Hier auf dieser so schönen Wallachei. :/
5. /: Ei so hab ich denn noch zwei Pistolen,
die da schiessen wohl
ein, zwei Schuss, wohl auf die Brust. :/
/: Schiesst die eine nicht, so schiesst die and´re
und wer bekümmert
- kümmert sich wohl wenn ich wand´re.
Bei so schöner Sommer -
Sommerzeit. :/
( Ja wenn´s auch
schneit, bei Regen, Schnee, Sturm oder Eis, so´n Scheiss, wir sein´s
bereit )
Lied Nr.36. Heute Hier morgen dort von Hannes Wader oben
ohne
Text
Danke an Hannes Wader!
Das er ein solches Lied geschrieben hat, das uns reisenden Handwerkern
wie auf den Leib geschrieben ist.
Danke auch dafür, das er mir persönlich am 18.02.03 in Hamburg erlaubt
hat, es hier auf dieser Seite zu veröffentlichen.
Ein Mensch wie Hannes Wader, dem Frieden und Freiheit in all seinen Liedern
so wichtig ist,
hat es einfach verdient, das seine Lieder noch in 100
Jahren von gleichdenkenden Mitmenschen gesungen werden.
So wie wir heute all die anderen Lieder schallern, die schon mehr als 100 Jahre
alt sind .
Vielleicht singt "schallert" er es ja mal irgendwann mit uns zusammen?
1. Heute hier morgen dort
bin kaum da muss ich fort,
hab mich niemals deswegen beklagt.
Hab es selbst so gewählt,
nie die Jahre gezahlt,
nicht nach gestern und morgen gefragt.
Refrain:
Manchmal träume ich schwer
und dann denk ich es wär,
Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
das nicht´s bleibt
das nichts bleibt wie es war.
2. Das man mich kaum vermisst,
schon nach tagen vergisst,
wenn ich längst wieder anderswo bin.
Stört und kümmert
mich nicht,
vielleicht bleibt mein Gesicht,
doch dem ein oder and´rem im Sinn.
Refrain:
Manchmal träume ich schwer
und dann denk ich es wär,
Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
das nicht´s bleibt
das nichts bleibt wie es war.
3. Fragt mich einer warum,
ich so bin bleib ich stumm,
denn die Antwort darauf fällt mir schwer.
Denn was neu ist wird alt
und was gestern noch galt
gilt schon heut oder morgen nicht mehr.
Refrain:
manchmal träume ich schwer
und dann denk ich es wär,
Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
das nicht´s bleibt
das nichts bleibt wie es war.
Lied Nr.37. Hört ihr Brüder, wie es
uns ergeht oben ohne
Text
1. Hört ihr Brüder wie es uns
ergeht,
wie es traurig um uns steht.
/: Denn in unsern jungen jungen Jahren
müssen wir schon so vieles erfahren.
Viel Hunger
und viel Durst.
Viel Hitze und
viel Frost. :/
2. Von zu Hause, ja da reiste - reist´ ich fort
an einen
schön´ren Ort.
/: In der Ferne da blieb ich stehen,
ich gedachte wie wird es dir noch gehen.
Wenn de kein Geld mehr hast
und auch nicht fechten kannst.
:/
3. Mein Vater, der weinet ja so sehr.
Meine Mutter
noch viel mehr.
/: Meine Brüder und meine Schwestern,
die gaben es mir zum Besten.
Zehn Taler bares Geld.
Damit reiste ich durch die Welt. :/
4. Vor Stadt Hamburg, da kam ich an,
kaum das
ich stehen kann.
/: Und die Schildwacht tut mich fragen.
Guter Freund, wollen sie mir sagen:
Wo kommt den eure Reise her?
Von Stadt Danzig wohl über das Meer.
:/
5. Legen sie Ihr Felleisen ab,
zeigen sie
Ihren Pass.
/: Ihren Pass zum unterschreiben,
die Zimmer - Herberg´anzuzeigen,
da draussen vor dem Tor,
wo es heisst: Zum schwarzen Mohr. :/
6. Vor der Herberg´, da kam ich an,
kaum dass ich stehen kann.
/: Guten Tag Frau Herbergsmutter,
haben sie gut Käse und Butter,
dazu ein gut Glas Bier,
heut und
morgen bleiben wir hier. :/
7. Sei willkommen, Du mein lieber Sohn,
Arbeit bekommst
du schon.
/. Denn es hat ein Krauter geschrieben,
fremde Zimmerleute ( Mauerleute ) tut
er lieben.
Er bezahlet einen guten Lohn,
denn er ist mein Schwiegersohn. :/
8. Nein, für dieses Mal, da sagen wir Dank,
Der Krauter ist uns schon
bekannt.
/: Denn er tut weiter nichts als lügen,
fremde Zimmerleute ( Mauerleute ) sucht
er zu betrügen.
Er bezahlet einen Hundsgemeinen Lohn.
Diesen Dallaskrauter kennen wir schon.
:/
Lied Nr.38. Ich bin der Postillion aus dem Braunschweiger
Land oben ohne
Text
Erklärungen zu diesem Lied:
Der Postillion wird von einem Gesellen stehend vorgetragen.
Der Liedvorsinger zeigt während des Soloschallerns
mit dem
aufgeklappten Zollstock auf den einen oder anderen
Gesellen,
um dann am Ende des Refrains einen der Anwesenden aufzufordern,
in irgend einer verzwickten Lage, die Erste Strophe
eines Liedes vorzutragen.
Wenn der Betreffende dann zum Beispiel aufgefordert
wurde, auf der
Stuhllehne sitzend oder unterm Tisch hockend zu schallern
wird er natürlich
von allen mitschallernden Gesellen stimmkräftig
unterstützt.
Hat er das Lied gut geschallert und alle sind zufrieden
dann schallern alle Gesellen,
Hast gut gemacht, hast gut gemacht drum wirst du auch
nicht ausgelacht.
Hast gut gemacht, hast gut gemacht drum wirst du auch
nicht ausgelacht.
Hat er das Lied schlecht oder
gar nicht geschallert und die Gesellen sind unzufrieden,
dann schallern alle Gesellen diesen Text
zur selben Melodie.
Hast schlecht gemacht, hast schlecht gemacht drum wirst
du jetzt auch ausgelacht.
Hast schlecht gemacht, hast schlecht gemacht drum wirst
du jetzt auch ausgelacht.
Ha Ha ha ha ha
1. Ich bin der Postillion
aus dem Braunschweiger Land,
bin überall gefahren bin überall
bekannt.
Ei, wer will denn mit mir fahren,
Ja der steige auf meinen Wagen.
An der nächsten Haltstation,
blas ich lustig in mein Horn;
Kamerad, nun blas auch du: ( auf deinem Schuh )
( unter dem Tisch ) oder ähnliches
Lied Nr.39. Ich stand auf hohem Berge oben
ohne
Text
1. Ich stand auf hohem Berge
Schaut´ hinab ins tiefe Tal.
/: Ei, da sah ich drei junge Burschen
bei einem Mädchen steh´n allein. :/
2. Und der Erste war ein Mauermann,
und der Zweite ein Kaufmannssohn.
/: Und der Dritte, das war ein Zimmermann,
der dem Mädchen sowohl gefiel. :/
3. Und der Zimmermann dreht sich um und um
fasst das Mädchen wohl bei der Hand.
/: Willst du reiten oder willst du fahren,
oder willst du mit mir fechten geh´n? :/
4. Ich will nicht reiten, will auch nicht fahren,
will lieber mit dir fechten
geh´n.
/: Und so kamen sie wohl in den Wald hinein,
wo ein Wirtshaus stand allein. :/
5. Guten Tag, guten Tag Frau Wirtin,
haben sie gut Bier und Wein?
/: Denn mein Mädchen hat schöne Kleider an,
und versoffen soll sie sein. :/
6. Und die Kleider waren versoffen
und kein Geld war nicht
mehr da.
/: Ei so musst du, mein liebes Mädchen,
zurück nach der Heimat geh´n. :/
7. Zurück nach meiner Heimat geh´ich nimmermehr,
denn das wäre eine
grosse Schand´.
/: Viel lieber wollt ich, das ich mein Leben lang
keinen Zimmermann hätt´ gekannt. :/
8. Und die Zimmerleute, das sind brave Leute,
Haben Geld, ja, wenn´s auch schneit.
/: Sie verführen die jungen Mädchen,
so gescheut sie auch wollen sein. :/
Lied Nr.40. Ich wollt´einstmals sehr früh
aufstehen oben ohne
Text
Der ABWINKER
Link zu den Erklärungen
Lied Nr.41. Ihr Brüder, wenn ich nicht mehr
trinke oben ohne
Text
1. Ihr Brüder wenn ich nicht mehr
trinke,
geplagt von Gicht und Podagra. Prost Franz !
/: Wenn ich auf mein Sterbelager sinke
und glaub es sei mein Ende nah´. Prost Franz!
:/
2. Und sterb´ ich heute oder morgen,
so ist mein Testament gemacht. Prost Franz!
/: Für das Begräbnis sollt ihr sorgen,
wohl ohne Glanz und ohne Pracht. Prost Franz! :/
3. Beim Sage lasst es nur bewenden,
legt mich nur in ein Rheinweinfass. Prost Franz!
/:
statt der Zitronen in den Händen,
reicht
mir ein volles Deckelglas. Prost Franz!
4. Im Keller sollt ihr mich begraben,
wo ich so manches Fass geleert. Prost Franz!
/: Den Kopf will ich am Zapfen
haben,
die Füsse nach der Wand gekehrt. Prost Franz!
5. Und wollt ihr mich zu Grab`geleiten,
so folget alle Mann für Mann. Prost Franz!
/: um Gotteswillen lasst das Läuten,
stosst lieber mit den Gläsern an. Prost Franz!
6. Auf meinen Grabstein schreibt die Worte:
Er ward geboren, wuchs und trank. Prost Franz!
/: Jetzt ruht er hier an diesem Orte,
wo er gezecht sein Leben lang . prost Franz!
Lied Nr.42. Ist das nicht ein
Gartenhaus? oben ohne
Text
1. Ist das nicht ein Gartenhaus?
Ja, das ist ein Gartenhaus.
Schaut da nicht der Puhahn raus?
Ja, da schaut der Puhahn raus.
Refrain:
Gartenhaus, Puhahn raus,
oh du schönes oh du feines Gartenhaus.
2. Ist das nicht ein Arbeitsmann?
Ja, das ist der Arbeitsmann.
Trägt der nicht die Steine ran?
Ja, der trägt der nicht die Steine ran.
Refrain:
Arbeitsmann, Steine ran,
Gartenhaus, Puhahn raus,
oh du schönes oh du feines Gartenhaus.
3. Ist das nicht der Mauergesell?
Ja, das ist der Mauergesell.
Hat er nicht ein dickes Fell?
Ja, er hat en´ dickes Fell.
Refrain:
Mauergesell, dickes Fell,
Arbeitsmann, Steine ran,
Gartenhaus, Puhahn raus,
oh du schönes oh du feines Gartenhaus.
4. Ist das nicht ein Mauerpolier?
Ja, das ist ein Mauerpolier.
Trinkt der nicht gern Köm und Bier?
Ja, er trinkt gern Köm und Bier.
Refrain:
Mauerpolier,
Köm und Bier,
Mauergesell, dickes Fell,
Arbeitsmann, Steine ran,
Gartenhaus, Puhahn raus,
oh du schönes oh du feines Gartenhaus.
5. Ist das nicht der Mauermeister?
Ja, das ist der Mauermeister.
Hat er nicht schon wieder´n Kleister?
Ja er hat schon wieder´n Kleister.
Refrain:
Mauermeister, hat´n Kleister,
Mauerpolier,
Köm und Bier,
Mauergesell, dickes Fell,
Arbeitsmann, Steine ran,
Gartenhaus, Puhahn raus,
oh du schönes oh du feines Gartenhaus.
6. Ist das nicht der Architekt?
Ja, das ist der Architekt.
Ist er nicht schön dick und fett?
Ja, er ist schön dick und fett.
Refrain:
Architekt, schön dick und fett,
Mauermeister, hat´n Kleister,
Mauerpolier,
Köm und Bier,
Mauergesell, dickes Fell,
Arbeitsmann, Steine ran,
Gartenhaus, Puhahn raus,
oh du schönes oh du feines Gartenhaus..
Lied Nr.43. Ist das nicht fein,
ist das nicht fein oben ohne
Text
1. /: Ist das nicht fein, ist das
nicht fein, :/
wenn
wir beisammen sein,
bei einem Glas Bier oder Wein,
was Fremde sein.
Fremde, die da reisen fort,
nach so manchem schönen Ort;
/: denn es führt sie eine Hand,
zu Wasser und zu Land. :/
2. /: Hab` schon Verruss, aber schauderhaften Durst, :/
mancher auf seiner Reis`,
bei Regen, Schnee, Sturm oder Eis
marschieren muss.
Dieses alles schad`t mir nicht,
wie so mancher Bauernlümmel spricht:
/: Wärest du zu Hause geblieben,
bekämest du ein schönes junges Weib. :/
3. /: Schön ist sie von Gesicht, aber Asche hat sie nicht.
/:
Schön sieht sie aus, aber Haare hat`s am Bauch.
Denkst du, wir reisen darum,
dass wir schöne
Weiber bekomm`n
aus fremdem Land.
Nein wir reisen dessenwegen,
Städt` und Länder zu beseh`n.
/: Denn wir rutschen auf Chaussee`n,
wir es alle fremden Zimmerleute
tun. :/
Lied Nr.44. Ja ich möcht
so gern ein Vogelfänger sein oben
ohne
Text
1. /: Ja, ich möcht`so gern ein Vogelfänger
sein
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons /:
/: Ja, die Vögel, die fängt man im frischen grünen
Wald
und wir haben schon gevögelt, dass der Wald hat
gehallt
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
2. /: Ja, ich möcht so gern ein Krebsfänger sein
hinter Metz , vor Paris, bei Chàlons :/
/: Ja, die Krebse, die fängt man wohl unter einem Stein
und wir haben schon gekrebst bei den Madel`s zwischen den
Bein`
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons /:
3. /:Ja, ich möchte so gern ein Scherenschleifer sein
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
/: Ja, ich schleife meine Messer und ich schleife
meine Zabel
und ich schiebe meinen Samen bei den Mädchen
unterm Nabel
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons ;/
4. /: Neulich hat mir ein Madel auf den Schleifstein geseicht
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
/: Ja, das Schleifsteinseichen, das werd ich ihr
vertreiben
keine Haare sollen mehr an ihrer Runzelfunzel
bleiben
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons /:
5. /: Ja, ich möcht`so gern ein Herbergsvater sein
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
/:Ja, dann trink`ich nur noch Bier und ich trinke nur
noch Köm
und das Leben eines Herbergsvaters ist so wunderschön
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
6. /: Ja, ich möchte so gern ein Tischlergeselle sein
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
/: Ja, ich tischlere meine Wagen und ich Tischler meine
Wiegen
und ich werde meiner Alten die Schablone schon verbiegen
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
7. /: Ja, ich möcht so gern ein Maurergeselle
sein
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
/: Ja, was soll ich immer mauern Tag für Tag, Stein
auf Stein
will ja lieber Fuge kratzen bei den Madels zwischen
den Bein
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
8. /: Ja,ich möcht so gern ein Zimmergeselle
sein
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
/: Ja,dann setz`ich mein Madel wohl auf einen
Klotz
und ich hau`ihr mit dem Breitbeil die Haare von
der Fotz`
hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
Lied Nr.45. Lasst uns mal das
Lied anfangen Erste Version oben
ohne
Text
1. Lasst uns mal das Lied anfangen,
wir´s in Hamburg ist gegangen
auf der Zimmerherberg`.
Refrain:
Rau, rau, rau, dideldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
op det Meisters Kosten.
2. Und wir gingen nach Altona raus,
lebten da in Saus und Braus,
auf des Meisters Kosten.
Refrain:
Rau, rau, rau, dideldau,
rum mit de buddel, ick sup di to,
op det Meisters Kosten.
3. Als wir kamen vor`s Altonaer Tor,
stand die Bürgerwehr davor,
wollt`uns nicht reinlassen.
Refrain:
Rau, rau, rau, dideldau,
rum mit de buddel, ick sup di to,
op det Meisters Kosten.
4. Meister schickt`ne bunte Kuh,
und zehn Taler noch dazu,
Gessellen soll`n`s versaufen.
Refrain:
Rau, rau, rau, dideldau,
rum mit de buddel, ick sup di to,
op det Meisters Kosten.
5. Schneidergesellen schickten sie her,
Ob noch Hilfe nötig wär`
sollten helfen Streiten.
Refrain:
Rau, rau, rau, dideldau,
rum mit de buddel, ick sup di to,
op det Meisters Kosten.
6. Zimmergesellen Schicken`s zurück,
wir brauchen keine Ziegenböck,
haben den Sieg errungen.
Refrain:
Rau, rau, rau, dideldau,
rum mit de buddel, ick sup di to,
op det Meisters Kosten.
7. Drum, ihr Meister, ihr Grossprahler,
schickt gleich sechstausend Taler
für uns Zimmergesellen.
Refrain:
Rau, rau, rau, dideldau,
rum mit de buddel, ick sup di to,
op det Meisters Kosten.
Lied Nr.45. Lasst uns mal das Lied anfangen
Zweite Version oben ohne
Text
1. Lasst uns mal das Lied anfangen,
wir´s in Hamburg ist gegangen
auf der Zimmerherberg`.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
2. Tut an anderen Orten ihr kommen,
sagt die Meister hab´n genommen
Geld aus unserer Lade.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
3. Gesellen gingen nach Altona raus,
blieben in dem Herbergshaus,
liessen die Arbeit ruhen.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
4. Als sechs Wochen sie gelegen,
sollten sie des Geldes wegen,
es nun endlich enden.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
5. Vor der Herberg´ kamen an
mehr als dreissigtausend Mann,
Bürger und Soldaten.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
6. Tischler
gaben sich gefangen,
kam´n den Herren entgegen gegangen,
fragten was sie wollten.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
7. Schornsteinfeger kamen zu Hauf,
fuhren auf die Dächer hinauf,
wollten schon abwerfen.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
8. Nun, ihr Herren, gebt uns recht,
Sonst wird es mit Hamburg schlecht
dieses Jahr ergehen.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
9. Und Ihr Meister, ihr Grossprahler,
zahltet erst sechstausend Taler
für eure Gesellen.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
10. Allen, die da wiedersprechen,
wollen wir den Hals zerbrechen,
ja sie müsen weichen.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
11. Tischler kamen aus Arresten,
liessen sich auf´s allerbest
die Trompeten blasen.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
12. Nun, das Liedlein, das ist aus,
Meiter muss sein Hab und Haus,
all sein Gut verkaufen.
Refrain:
Rau, rau, rau, diedeldau,
rum mit de Buddel, ick sup di to,
auf des Krauters Kosten.
Lied Nr.46. Lustig, lustig, ihr
Brüder, morgen geht es wohl über den Rhein oben
ohne
Text
1. Lustig, lustig, ihr Brüder, morgen
geht es wohl über den Rhein,
/: Darum lasset uns heute noch einmal lustig sein. :/
2. Kommen wir nach Köln am Rhein, wo so
schöne Madel`s sein,
/: Ja die Kölner Mädel, die seins wie
Milch und Blut. ;/
3. Doch wir müssen weiter, in des nächste Kaff hinein,
/: Treffen wir einen Bauersmann, der bietet uns
Arbeit an. :/
4. Sprechen wir zum Bauersmann, ja, die Arbeit, die nehmen wir
an,
/: denn wir Seins auf Reisen und haben auch kein Geld. :/
5. Morgens früh um sechse wecket uns die Bauersfrau,
/: Gesellen zum Kaffeetrinken, sie ladet und herzlich
ein. :/
6. Fangen wir an zu schaffen auf nem` grossen Rübenfeld,
/: mussten Rüben ziehen für Kaffee und wenig
Geld. :/
7. Dieses ist uns passieret bei so schöner
Sommerzeit,
/: Wohl im Septembermonat, wohl auf der Tippelei.
:/
Lied Nr.47. Mein Handwerk fällt
mir schwer oben ohne
Text
1. Mein Handwerk fällt mir schwer,
Drum lieb ich`s noch viel mehr.
Es macht mir viel Schmerzen,
drum lieb ich es von Herzen.
/:Mein Handwerk fällt mir schwer,
drum lieb ich`s noch viel mehr. Mehr, :/
2. Des Sommers in dem Wald,
wo Axt und Beil erschallt,
wenn die Nachtigall tut singen,
des Meisters Geld tut klingen,
/: DA spürt man nichts als Lust
in unserer Zimmermannsbrust. :/
3. Die Schnur, die ziehn wir aus
nach rechtem Handwerksbrauch.
Der Zirkel zum Abstechen,
der Zollstock zum Abmessen,
/: Die rechte Länge und Breit,
die Höh ist auch dabei. :/
4. Wo kommen Kirchen her
und Schlösser noch viel mehr?
Schiffbrücken auf den Flüssen,
die wir aufschlagen müssen ?
/: Zu Wasser und zu Land
ist unser Handwerksstand. :/
5. Kein Kaiser, König oder Fürst,
er sei, wer er auch ist,
der uns Zimmerleut`kann meiden
in Kriegs- noch Friedenszeiten.
/: Kein Graf, kein Edelmann,
der uns entehren kann. :/
6. Ist nun ein Bau vorbei,
da gibt`s Ne`Schmauserei,
zu essen und zu trinken,
gebrat`Ne Wurst und Schinken,
/: Gut Bier und Branntewein.
Da ist gut Zimmermann sein. :/
7. Ist nun ein Bau vorbe-
und keine Schmauserei,
nichts zu essen, nichts zu trinken,
keine Wurst und auch kein Schinken,
/: Kein Bier,kein Branntewein,-
der Teufel mag Zimmermann sein ! :/
8. Des Samstags gehn´ wir fein
zur Herberge hinein,
lassen uns vom Besten geben,
führen ein fideles Leben
/: Beim Bier und auch beim Wein,-
wollen lustige Zimmerleut`sein! :/
Lied Nr.48. Mit frohem Mut und
heit´rem Sinn oben ohne
Text
1. Mit frohem Mut und heit`rem Sinn
durchreisen wir die Welt,
viel`Städt`und Länder zu beseh`n,
haben dabei vieles, vieles auszusteh`n.
/: In der Tasch`keinen Kreuzer Geld,
ei, so reist man durch die wunderschöne Welt.
:/
2. Doch dieses alles schad`t mir nicht,
ist mir nicht anzuseh`n;
denn diese Lehr`,die tröstet mich,
die mir mein Vater, Vater gab, als ich
/: Wollt`wohl in die Fremd`reingehn,
wollte mir die Welt beseh`n. :/
4. Er sprach: ,,Mein Sohn, jetzt wand`re du
ernähr`dich treu und brav,
und geht`dir gut, so denk daran,
dass es dir noch schlechter, schlechter gehen kann.
/: Schütze dich vor Übermut,
trage stets einen schwarzen Hut. :/
5. Und sollte einst der Fall gescheh`n,
dass wir uns nimmer wiederseh`n,
so sehn wir uns vorm Weltgericht.
Lebe wohl, vergiss deinen Kam`rad nicht.
/: Bleibe auf der Tugendbahn,
schiebe auf der Landstrasse lang. :/
6. D`rum Brüder, glaubt, die Wander-Wanderschaft
ist kein Spazierengeh`n,
ein fremder Maurer (Zimm`rer), der sein Ziel
in Ehren stets erreichen will,
/: Der hat vieles auszustehen,
der muss oftmals Klinken putzen geh`n. :/
Lied Nr.49. Nun, lasset uns singen
aus alter, alter Zeit oben
ohne
Text
1. Nun, lasset uns singen aus alter, alter
Zeit,
aus unser`n jungen Jahren,
von alter Burschenherrlichkeit,
die wir schon haben all`erfahren,
sie leuchtet uns weiter Fern`
viel heller als der Morgenstern.
/: Aus unsern jungen Jahren,
was wir schon haben all`erfahren. /:
2. Will werden wohl ein fremd` (
Zimmermansgesell ) Mauermannsgesell
Ei, so geht er in die Lehre.
Drei Jahre lernt er treu und brav;
das erkennt man ihm zur Ehre.
Dann macht er sein Gesellenstück,
das Dallaskrauter ihn zum Gesellen spricht.
/: Dann kriegt er eine Pfeife
mit rosenroter Schleife /:
3. Dann winket ihm die weite, weite Welt;
Er greift zum Wanderstabe,
drei Taler sind sein Reise - Reisegeld,
ein Berliner seine Habe.
Zum Wandern treibt sein frischer, froher Mut.
Zum Wandern treibt sein frisches, junges Blut.
/: Zum Wandern, ja, zum Wandern,
von einem Ort zum andern. /:
4. Und lustig wohl über Berg und über Tal
bläst er sein Lied erschallen,
kommt er in seine Stadt hinein,
wo`s ihm so gut gefallen,
spricht zünftig bei dem Dallaskrauter an
und freut sich, dass es schaffen kann
/: Mit Axt, Stemm-,Winkeleisen,
(Mit Hammer, Kell`,Fugeisen),
was es man ihm hat geheissen /:
5. Hat er geschaffet so manches liebe Jahr
am Bau so vieler Städte,
so weiss er, was er schaffen,schaffen kann
und was ihm tut noch fehlen;
Er zieht die langen Wasserstiefel aus,
begibt sich ganz getrost nach Haus.
/: Das and`re wird sich finden,
vielleicht schon in Hannoversch-Münden /:
Lied Nr.50. Rund ist die Welt,
drum Brüder lasst uns reisen. oben
ohne
Text
1. /: Rund ist die Welt, drum Brüder
lasst uns reisen. :/
/: So lange wie es uns gefällt. :/
2. /: Wir sein nicht stolz, wir brauchen keine Pferde. :/
/: Die uns von dannen zieh`n.:/
3. /: Wir sein nicht stolz, wir essen , was wir haben.
:/
/: Ein Stück gefocht`nes Brot. :/
4. /: Wir sein nicht stolz, wenn wir auf Stroh logieren,
:/
/: Da ruht`s sich sanft und fein. :/
5. /: Und kommen wir, an eine Wasserquelle. :/
/: Wo klarer Branntwein fliesst. :/
6. /: Da legen wir, das Reisebündel nieder, :/
/: Und tun einen Labetrunk. :/
7. /: Und kommen wir, auf einen hohen Berg. :/
/: Wo heiss die Sonne scheint. :/
8. /: Da trocknen wir mit frischen, grünen
Zweigen. :/
/: Den Schweiss vom Angesicht.
:/
9. /: Und sind wir einst des Reisens satt und
müde. :/
/: Kehr`n wir der Heimat zu. :/
Lied Nr.51. Seit´s lustig,
seit´s fröhlich oben
ohne
Text
1. Seid`s lustig, seid`s fröhlich,
ihr Handwerksgesellen,
geniesset das Leben und lasst euch nicht prellen.
Refrain:
Ja, ja
nicht Reichtum macht glücklich,
Zufriedenheit macht reich;
/: denn wir alle sein`s Brüder;
denn wir alle sein`s gleich. :/
2. Der Reiche lebt herrlich in seinem Palaste,
der Arme erbärmlich in seinem Moraste.
Refrain:
Ja, ja
nicht Reichtum macht glücklich,
Zufriedenheit macht reich;
/: denn wir alle sein`s Brüder;
denn wir alle sein`s gleich. :/
3. Wir haben schon Kaiser und Könige gesehen,
sie trugen gold´Ne Kronen,
doch sie mussten vergehen.
Refrain:
Ja, ja
nicht Reichtum macht glücklich,
Zufriedenheit macht reich;
/: denn wir alle sein`s Brüder;
denn wir alle sein`s gleich. :/
5. Drum Armer, verzag; nicht, bleibe du nur geduldig
und kannst du´s nicht bezahlen, so bleibst du
es schuldig.
Refrain:
Ja, ja
nicht Reichtum macht glücklich,
Zufriedenheit macht reich;
/: denn wir alle sein`s Brüder;
denn wir alle sein`s gleich. :/
Lied Nr.52. So leb´denn
wohl, auf ewig Karoline oben
ohne
Text
1. So leb´denn wohl, auf ewig Karoline,
so leb denn wohl, auf
nimmer wiederseh`n,
/: Du, ach du, hast mir das Herz zerrissen,
du, ach du, wirst treulos von mir geh`n. :/
2. Als ich die Liebe noch nicht kannte,
als ich noch jung an Jahren war,
/: als ich noch keine Sponkrei kannte,
aber ach, wie glücklich war ich da. :/
3. Die Hälfte meiner jungen Jahre,
die bracht ich ich bei den Fremden zu.
/: Ach könnt ich´s
nimmermehr erfahren,
was jung fremd Zimmermannsliebe tut. :/
4. Ja schlafen, möcht ich gerne,
da wo die Trauerweiden steh´n.
/: Da ruht sich sanft und ganz alleine,
da ruht rechtschaffen fremd Zimmermann aus. :/
Lied Nr.53. Steh nur auf, steh nur auf, jung-fremd
Zimmermannsgesell oben ohne
Text
1. /: Steh nur auf, steh nur auf du jung
- fremd Zimmermannsgesell,
die Zeit hast du verschlafen;
:/
/: denn die Vöglein singen schon auf frischer grüner
Heid,
frischer grüner Heid.
Der Fuhrmann tut schon klatschen. :/
2. /: Ei was frag; ich, Ei was frag; ich nach des Vögelein´s
Gesang,
und nach des Fuhrmanns Klatschen?
/: denn ich bin ein jung - fremd Zimmermannsgesell, Zimmermannsgesell,
muss reisen fremde Strassen. :/
3. /: An dem Rheinstrom, an dem Rheinstrom liegt´Ne wunderschöne
Stadt,
Stadt Mannheim tut sie heissen. :/
/: Stadt Mannheim ist uns allen wohl bekannt, allen
wohl bekannt,
da wollen wir hinreisen. :/
4. /: Als wir kamen, als wir kamen vor das Heidelberger Tor,
die Schildwach tat sich fragen. :/
/: Wo hier die Herberg; der Zimmergesellen sei, Zimmergesellen
sei,
das sollte sie uns sagen. :/
5. /: In der Schiffer-, Schifferstrasse auf dem Ritter Sankt
Georg,
da sollen wir einkehren. :/
/: Da bringen wir den Gruss nach Handwerksbrauch, Gruss
nach Handwerksbrauch,
dem Herbergsvater zur Ehren. :/
6. /: Seid willkommen, seid willkommen, meine lieben Zimmerleut;!
Was wollt Ihr für Weine? :/
Steht Euch der Sinn zur Arbeit wohl hier, zur Arbeit wohl
hier,
so schenk ich Euch noch eine. :/
7. /: Zu der Arbeit, zu der Arbeit sind wir alle schon bereit,
auch bei der Herbergsschwester. :/
/: Denn wo die Zimmerleute zünftig sein, zünftig
sein,
da klopft man dreimal mit dem Zollstock drein. :/
Lied Nr.54. Viktoria! Viktoria!
Fremde Zimmerleut´ beisammen! oben
ohne
Text
1. /: Viktoria! Viktoria! Fremde Zimmerleut;
beisammen! :/
denn wir arbeiten alle im römischen Reich.
/: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein.
:/
2. So mancher, der denkt sich, ein Zimmermann zu sein,
ist aber, nicht gekommen, in das Handwerk hinein,
denn er hat stehts gesessen zu Haus´ auf seinem
Nest,
Ei so möcht` ich gerne wissen, wo der
Bauernlümmel ist gewesen
/: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein.
:/
3. So mancher, der reiset, aber reiset nicht aus,
von Ostern, bis Pfingsten, kehrt er wiederum nach Haus,
Ja, von Ostern bis Pfingsten, Ei, das will schon was
sagen,
Ei, da hat er sich tapfer in der Fremde ´rumgeschlagen.
/: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein.
:/
4. So mancher, der reiset, aber reiset nicht weit,
damit er, kann haben, seine Mutter zur Seit´.
Ei und tut ihm was fehlen, Ei so braucht er´s
nur sagen,
ja, so tut´s ihm seine Schwester in der Schürze
nachtragen.
/: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein.
:/
5. Frühmorgen, um sechse, wenn das Glöcklein tut läuten,
das ist für, uns Zimmerleut, ein fröhliches
Zeichen.
Ei, dann geh´n wir die Wege und Strassen auf und
ab,
sagt der Eine zum Ander´n guten Morgen Kamerad.
/: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut
zu sein. :/
6. Dies´ Liedchen, ist gesungen, zu unser´m Genuss,
so manchem, Bauernlümmel, zu seinem Verdruss.
Ei, und will er´s nicht haben, Ei, so darf er´s
nur sagen,
Ei, so woll´n wir ihn tapfer die Augen blau schlagen.
/: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein.
:/
Lied Nr.55. Von dir muss ich scheiden,
prächtiges Berlin oben
ohne
Text
1. Von dir muss ich scheiden, prächtiges
Berlin,
alle meine Freunden, die sind ja längst dahin,
/: Stunden sind verflossen, heidi wir haben`s genossen,
Stunden sind dahin, prächtiges Berlin. :/
2. Prächtiger Tiergarten, bald verlass ich dich,
kann nicht länger warten, weiter reise ich,
/: In den kühlen Schatten,wie auf den grünen
Matten,
an des Liebchens Brust, ruht ich voller Lust. :/
3. Unter deinen Linden, wenn der Frühling lacht,
kann man alles finden, was der Tag vollbracht,
/: Herzenslust und Stärke, nach des Tagwerke,
in des Liebchens Arm ruht sich sanft und warm . :/
4. In der Hasenhaide, war ich oft vergnügt,
es hat so manche Freude mich dahin geführt,
/: die Stunden sind verflossen, die ich so süss
genossen,
o, du schöner Ort, gerne war ich dort. :/
5. An der Königsmauer, da,wo der Mond aufgeht,
stand ich auf der Lauer, bis dass die Tür aufgeht,
/: drinnen in der Stube, da sass ein kleiner Bube,
er spielte mir was vor, vom Berliner Tor. :/
6. Mein Madel kam gegangen, sie setzt sich auf meinen Schoss,
sie streichelt mir die Wange, sie gab mir einen Kuss,
/:sie führt mich auf ihr Zimmer, ja das vergess
ich nimmer,
ihr Bett war frisch gemacht, Madel gute Nacht. :/
7. Moabit und Pankow, sowie Charlottenburg,
einstmals zieh`n wir wieder durch deine Tore durch,
ich wollt, dass all die An der´n durch deine Tore Wandern,
/: o, wie wohl wär`s mir, erst bei dir. :/
8. Lebet wohl ihr Freunde, Gott verleih`euch
Glück,
einstmals kehr ich wieder nach Berlin zurück,
/: Lebet wohl ihr Freunde, wie auch die ärgsten Feinde,
niemals kehre ich nach Berlin zurück. :/
Lied Nr.56. War einst ein jung´,fremd´Zimmerergesell
oben ohne
Text
1. War einst ein jung`,fremd Zimmergesell,
der hatte zu bauen
ein Schloss
/: ein Schloss für des Markgrafen sein Weib
aus Holz und Marmorstein :/
2. Und als das Schloss nun fertig war,
legt er sich hin und schlief,
/: da kam des jungen Markgrafen sein Weib,
zu ihm heran und rief : :/
3. "Steh`auf, steh`auf fremd`Zimmergesell,
es ist schon höchste Zeit,
/: Wenn du noch bei mir schlafen willst
an meinem schneeweissen Leib." :/
4. Und als sie nun beisammen war`n
und dachten, sie wären allein,
/:da schickte der Teufel das Kammerweib
her,
zum Schlüsselloch schaut es rein. :/
5. "Herr Graf, Herr Graf, ach liebster Herr Graf,
was habt ihr für ein Weib!
/: Es ruhet ein junger fremd`Zimmergesell
an ihrem schneeweissen Leib." :/
6. "Mein Kind, wenn du die Wahrheit sprichst,
gehangen soll er sein.
/: Den Galgen,den soll er sich selber erbauen,
das Holz dazu behau`n.":/
7. Und als der Galgen nun
fertig war,
gehangen sollt`er sein.
/: DA kam Befehl vom Kaiser Franz-Josef,
man soll Ihn lassen frei. :/
8. Und als er freigelassen
war,
stand er auf grüner Heid`.
/: Da kam des jungen Markgrafen sein Weib,
schneeweiss war sie gekleid`t. :/:
9. "Sag an, sag an, fremd`Zimmergesell,
wohin steht dir dein Sinn?"
/: In Leipzig und Dresden da bin ich gewesen,
nach Hamburg zieht`s mich hin." :/
10. Da zog sie aus der Tasche hervor
zehntausend Taler in Gold.
/: " Nimm`s hin , nimm`s hin,
fremd`Zimmergesell, "
sprach sie zu ihm so hold. :/
11. "Wenn dir der Wein zu sauer
ist,
so trinke süsses Bier,
/: und wenn du die Gelder versoffen
hast,
komm wieder und schlaf bei mir."
:/
12. Ach ,wenn doch alle Weiber so
wären,
wie des Markgrafen sein Weib ,
/: dann hätte ein jeder fremd
Zimmergeselle
die schönste Reisezeit. :/
Lied Nr.57. Was führen
wir Seestädter in dem Schild oben
ohne
Text
1. Was führen wir Seestädter
in dem Schild?
Ist das nicht ein schönes Bild,
die Ehrbarkeit , die uns erfreut ?
/: Auf das Reisen wollen wir und begeben,
das sei unser Tun und Streben.
durch Gewässer, Wässer, Berg und Tal,
wir beschauen es wohl überall. :/
2. Einer, der da hinter dem Ofen sitzt,
sich mit den Fingern in den Ohren spitzet,
keine Stund von zu Haus
ist gekommen er heraus
/: Den woll`n wir einen Toren nennen,
nicht als ein`n Gesell erkennen,
der nichts weiß als von sein Kaff,
wo er ausgeschustert, -schneidert hat. :/
3. Einer, der da Hitze oder Kälte probieret,
manchen sauren Weg marschiert
auf seiner Reis`bei Schnee und Eis,
/: Der da über so viele Brücken,
sein Chalottenburger auf dem Rücken
hat`s getragen so manches liebe Jahr,
ausgestanden viel Gefahr. :/
4. Sind als dann sechs Wochen verflossen,
ei, dann halten wir, wie`s Brauch;
/: Lehren uns die scharfen Regeln
wie so mancher Bauernflegel,
der zu Haus kein Gut`s getan,
wird kein braver fremder Zimmermann. :/
5. Was führen wir Seestädter in dem Schild?
Ist das nicht ein schönes Bild,
die Ehrbarkeit, die uns erfreut?
/: Darum lasset uns tapfer reisen,
nicht mit leerem Mund abspeisen,
denn es ist ja eine Schande, Schande nicht,
wer dem Bauern seine Wurst aufisst. :/ ( Wenn
se`kriegst )
Lied Nr.58. Wenn das Glöcklein
sechs Uhr schlägt oben
ohne
Text
1. Wenn das Glöcklein sechs Uhr schlägt,
wir zur Arbeit sein´s bewegt.
Ei, dann greifen wir zu den Waffen,
fangen tapfer an zu schaffen,
für des Meisters Lohn und Preis,
lustig, was Gesellen heisst.
Wer fängt an zu schaffen? Wir!
Und wo seid ihr ? Hier!
Dann lasst euch mal hören!
Trullala, trullala,
lustig sind wir Zimmerleut da,
Trullala, trullala, lustig sind wir da.
2. Wenn das Glöcklein Acht Uhr schlägt,
wir zum Frühstück sein´s bewegt.
Ei, dann muss der Lehrbursche laufen,
Bier und Branntwein einzukaufen.
Ein jeder trinkt nach seinem Mass,
Fünf, sechs, sieben und noch ein Glas.
Wer trinkt Bier? Wir !
und wo seid ihr ? Hier !
dann lasst euch mal hören !
Trullala, trullala,
lustig sind wir Zimmerleut da,
Trullala, trullala, lustig sind wir da.
3. Wenn das Glöcklein elf Uhr schlägt,
wir zum Mittag sein´s bewegt.
Dann ergreifen wir Messer und Gabel,
fangen tapfer an zu schabeln.
Dem Krauter wird ganz angst und bang,
seine Gesellen, sie fressen zu lang`.
Wer frisst zu lang´? Wir
dann lasst euch mal hören !
Trullala, trullala,
lustig sind wir Zimmerleut da,
Trullala, trullala, lustig sind wir da.
4. Wenn das Glöcklein drei Uhr
schlägt,
wir zum Vesper sein´s bewegt.
Ei, da tut die Dienstmagt winken,
Gesellen kommt zum Kaffee trinken.
Ein jeder trinkt nach seinem Mass,
fünf, sechs, sieben oder gar keine Tass`
Wer trinkt Kaffee? Schuster und Schneider!
und was trinkt ihr? Köm und Bier!
dann lasst euch mal hören
Trullala, trullala,
lustig sind wir Zimmerleut da,
Trullala, trullala, lustig sind wir da.
5. Wenn das Glöcklein sechs Uhr schlägt,
wir zum Feierabend sein´s bewegt.
Ei, dann gehen wir in die Stadt hinein,
wo so wunderhübsche Madels sein.
Bleiben wir die halbe Nacht, ganze Nacht,
bis das Geld ist durchgebracht.
Wer bringt das Geld durch? Wir !
Trullala,trullala,
lustig sind wir Zimmerleut da,
Trullala,trullala, lustig sind wir da.
Lied Nr.59. Wenn des Sonntagmorgens
die Sonne, die liebe aufgeht oben
ohne
Text
1. Wenn des Sonntagmorgens die Sonne, die
liebe aufgeht
und das Schwyzer Madel auf´ rauf geht.
/: Bleibt fremd Zimmermann wohl in der Ferne steh`n,
denn das Schwyzer Madel sang so schön . :/
2. In der ersten Hütte, da haben wir zusammen gegessen,
in der zweiten Hütte, da haben wir zu Mittag gegessen
.
/: in die dritte Hütte haben wir` reingeschaut,
sass ein Zimmermann mit seiner Braut. :/
3. Madel, heirat`mich , ich bin ja ein Zimmer-Zimmermann,
kann dir Häuser bauen mit einer Liebeslaube
dran.
/: Kann dir Häuser bauen gross und
klein, ja klein,
Madel heirat mich und du bist mein. :/
Lied Nr.60. Wer reist so mutig
durch die Welt oben ohne
Text
1. Wer reist
so mutig durch die Welt,
stolz im hohen Hut.
Immer mit und ohne Geld,
aber immer frohen Mut.
So geht`s über Berg und Tal,
über Land und Meer.
So geht`s die Kreuz und Quer,
bald im Schritt bald im Trab.
Immer lustig, ist ein fremder Zimmermann
immer durstig, ist ein Zimmermann.
2. Kommt er dann in eine Stadt,
stolz im hohen Hut.
Wo ein Krauter Arbeit hat,
heisst es hier ist`s gut.
Gibt es hier ein gut Glas Bier,
und auch einen guten Lohn.
Dann natürlich bleiben wir,
es freut auch Vater`s Sohn.
Schaffen tüchtig, kann ein fremder Zimmermann
schaffen tüchtig, kann ein Zimmermann.
3. Kommt er dann zur Stadt hinein,
immer mit dem Hut.
Schafft es sich so nebenbei, schönes junges
Blut.
Abend`s geht`s zum Stelldichein,
an der Strasseneck.
Sonntags geht`s zum Tanze fein,
Zimmerleute tanzen keck.
Tanzen tüchtig, kann ein fremder Zimmermann
tanzen tüchtig, kann ein Zimmermann.
4. Hat er endlich acceppptiert,
eine junge Frau,
Eheleben wird geführt,
frisch wie Morgentau.
Kommt ein Kleiner Zimmermann an
kriegt er einen Kuss.
Mutter reicht die Flasche ihm ,
und er trink schon gut.
Trinken tüchtig, kann ein fremder Zimmermann
trinken tüchtig, kann ein Zimmermann
5. Doch jetzt kommt das Liedchen`s End,
vom Zimmermann ( Mauermann) mit dem Hut.
Klatschen alle in die Hände,
und schwenken ihren Hut.
Folgt die guten Ratschlag mir,
vom Zimmermann (Mauermann ) mit dem Hut.
Brüder stosst die Gläser an
denn Feuchtigkeit tut gut.
Immer durstig, ist ein fremder Zimmermann
immer durstig, ist ein Zimmermann.
Lied Nr.61. Wir haben
die Welt bereiset, Fridolin. oben
ohne
Text
1. Wir haben die Welt bereiset,
Fridolin.
Das können wir euch beweisen, Fridolin.
/: Wir war`n in Hessen, Baden Schwaben,
war`n in Bayer-, Steierland,
wohl in Berlin , Stettin und Wien,
Roseabella Fridolin. :/
2. Wir haben die Schluchten durchreist,
Fridolin.
Das können wir euch beweisen, Fridolin.
/: Wir war`n in Bochum, Dortmund, Essen,
Bielefeld nicht zu vergessen,
war`n in Düsseldorf, Köln am Rhein,
wo so Schöne Madel sein. :/
3. Wir haben die Schweiz bereiset, Fridolin.
Das können wir euch beweissen, Fridolin.
Wir war`n in Zürich, Bern, St Gallen,
wo es uns so schön gefallen,
wir war`n im Appenzellerland.
Spricht ein fremder Zimmermann. :/
4. Wir haben den Balkan bereiset, Fridolin.
Das können wir euch beweisen,Fridolin.
/: Wir war`n in Belgrad, Budapest,
Sofia und Bukarest,
nach Konstantinopel zog`s uns hin,
Rosabella Fridolin.:/
5. Auch haben wir schon gesehnen, Fridolin.
Viele Täler und viele Höhen, Fridolin.
/: Viele Berge, Länder, See`n,
Sind getippelt auf Chausseen,
hatten immer frohen Sinn,
Rosabella Fridolin. :/
6. Wenn wir unsere Kapitalien nicht kriegen, Fridolin
Ei, dann leben wir den Winter von den Zinsen,
Fridolin.
/: Bei jedem Brauer, Bauer, Bäcker,
jedem Schlachter spricht man vor,
an jede Tür, da klopft man an,
spricht ein Frd. Zimmermann. :/
7. Und wir brauchen uns ja nicht zu schämen,
Fridolin.
Wenn die Leute uns einen Dreier geben, Fridolin.
/: Denn so zwei Dreier macht nen Schilling,
da für kauft man sich Hering,
ficht dazu ein Stücklein Brot,
Ei, so leiden wir keine Not. :/
Lied Nr.62. Wir sassen eines
Montags ganz heiter und fidel oben
ohne
Text
1. Wir
sassen eines Montags ganz heiter und fidel
/: Zu Kassel auf der Herberg, woll`t keiner
zur Arbeit gehn. :/
Wir sassen dabei beisammen wohl zehn bis
fünfzehn Mann,
/: Bis endlich mehrere Zimm`rer gebummelt kamen
an. :/
2. Sie sprachen. Liebe Brüder, es ist ja heut`so schön,
/: Drum lass uns doch ein wenig nach Wilhelmshöh`raufgehen."
:/
Wir wurden uns bald einig und stimmten zu
bereit.
/: Wir nahmen erst en Kümmel, der Weg
, der war so weit. :/
3. Wir zogen durch die Strassen, nicht langsam und nicht
rasch,
/: Wohl einer hinter andern, man nennt`s
den Gänsemarsch. :/
Wir zogen durch
die Strassen, die Leute blieben Stehen.
/: Die Kasseler Polizisten brauchten uns
nicht nachzusehen. :/
4. Wir kamen an ein Wirtshaus, lasst uns einkehren hier!
/: da wollten wir mal trinken und forderten
ein Bier. :/
Der Wirt, der sprach ganz patzig: "
Das Bier bekommt ihr nicht".
/: Ich will hier Ruhe haben, sonst geh ich vor
Gericht !" :/
5. Kaum hatt`er ausgesprochen, lief er zur Tür
hinaus,
/: Er ging zum Bürgermeister, und der
war grad`zu Haus. :/
Da gab`s nur ein Gemurmel, und alles schrie nach
Bier.
/: Der Kellner wurde garstig und kriegte Schläg
dafür. :/
6. Da kam der Bürgermeister, und der gebot uns Ruh`
/: Er kriegte seine Schläge noch obendrein
dazu . :/
Er schrie nach dem Gendarmen, der holte
Hilf`herbei,
/: wir schlugen ihnen allen die Knochen halb
entzwei. :/
7. Dann begann ein Demolieren, und alles
flog herum.
/: Die Fensterscheiben klirrten, der Ofen, der
fiel um. :/
Der Wirt, der lag am Boden, vom Blute war
er rot,
/: und alle, die ihn sahen, die glauben,
er sei tot.:/
8. Nun wollten wir nach Hause in aller
Eile nur,
/: Dass uns ein Droschkenkutscher beinahe
überfuhr. :/
Wir zogen ihn vom Bocke und prügelten
ihn zum Lohn,
/: Wir nahmen uns die Droschke und fuhren selbst
davon. :/
9. In Kassel angekommen, war es noch nicht
vorbei:
/: Gendarmen, Polizisten, die liefen gleich
herbei. :/
Dann ging`s ans Arretieren, dass wir nun alle
flohn, -
/: Doch sieben Mann, die kriegten sie am
selben Abend schon. :/
10. Dann wurden sie geführet wohl in ein
grosses Haus,
/: hinein ging es geschwinde, aber langsam
wieder raus. :/
Sechs Monate`war die Strafe, nach Ziegenhain
zu gehn.
/: Leb wohl, ihr Kasseler Brüder,
bis auf ein Wiedersehen! :/
Lied Nr.63. Wohlauf die Luft weht
frisch und rein oben ohne
Text
1. Wohlauf die Luft weht frisch
und rein
wo fremde Zimmrer reisen.
Ob Regen, Wind und Sonnenschein,
lasst uns das Handwerk preisen.
Nun reichet mir Stenz, Hut und Kluft
der fremden Zimmerleute,
zu Land zu Wasser durch die Luft
reist fremder Zimmerer heute :
Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera
Reist fremder Zimmrer heut.
2. Auf weisser Brust, das schwarze Band
es hat uns viel zu sagen,
drum lasst es uns im fremden Land
mit Stolz und Würde tragen.
Und sitzen wir nun froh vereint
beim vollen Glas, dem Humpen,
wenn dann auch noch die Sonne scheint,
dann lass sich keiner lumpen.
Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera
Reist fremder Zimmrer heute.
3. Ein Zimmermann, zwei Mauerleut
drei Zimmerleut sechs Halbe
vier Zimmerleut fünf Mauerleut
sechs Zimmerleut 12 Ganze
bei frohen sang und Liederklang
es kreise der volle Humpen
und wenn man nicht zahlen kann
muss Vater halt mal pumpen
Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera
Reist fremder Zimmrer heute.
4. Bei frohem Snak und frohem Sang
klatsch fremder Zimmrer Hände
ein zünftig Lied, ein Rundgesang
der Frohsinn nimmt kein Ende
man klönt auch über
Kiel und Wien
Köln, München, Stuttgart, Essen
die Schweiz, das Rheinland uns Stettin
Ravensburg nicht zu vergessen
Valleri, Vallera, Vallerie, Vallera
reist fremder Zimmrer heute.
5. Wohlauf die fremden Zimmerleut
sie reisen durch die Länder
wenn Kälte, Sturm und Eis auch dräut
mit Stenz und dem Zylinder
das Reisen ist die schönste Zeit
in unserm jungen Leben
ich schnüre mein Bündel heut
mein Kamerad soll leben
Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera
reist fremder Zimmrer heute.
6. Und ist die Reisezeit vorbei
sehn wir die Heimat wieder!
Ein Mädchen kommt dann still herbei
wir singen frohe Lieder
nach einer Weile dann,
haben wir auch Frau und Kind
einheimisch ist frd. Zimmermann!
Im frühling, Sommer, Winter
Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera,
im Frühling, Sommer, Winter.
Lied Nr.64. Zu Bukarest im fer´n
Südosten oben ohne
Text
1. Zu Bukarest im fern`n Südosten
kam ein Fremder zugereist,
/: seinen Kamerad zu besuchen,
der vom Gerüst herunterfiel. :/
2. Werter Kamrad, du kannst reisen,
kehrst zurück ins Elternhaus,
/: Siehst die teure Heimat wieder.
Ich aber muss verbleiben hier. :/
3. In dem Dörflein wohl in der Mitte
steht ein kleines weisses Haus,
/: ist von Rosen rings umwachsen.
Sieh, Kamrad, da wohnt meine Braut. :/
4. Nimm den Ring von meinem Finger,
nimm den Gruss aus meiner Brust,
/: Streichle ihr die lockige Stirn
und sag, es sei mein Abschiedsgruss. :/
5. In dem Dörflein wohl ganz am Ende
wohnt ein alter schwacher Greis,
/: Sieh, Kamrad, das ist mein Vater,
geh`hin zu ihm und sag ihm das. :/
6. Sag ihm, dass ich sei gefallen
vom Gerüst so hoch herab,
/: doch vergiss ihm nicht zu sagen,
dass ich als rechtschaffener Fremder starb. :/
7. Der fremde Zimmerer (Maurer) hat`S gesprochen.
Der fremde Maurer ( Zimmerer) hat`s gesagt.
/: Seine Augen sind gebrochen
zu Bukarest, im fern`Südost. :/
Lied Nr.65. Zu Frankfurt
an der Oder oben ohne
Text
1. Zu Frankfurt an der Oder
schrieb mir mein Schatz
einen Brief,
darinnen stand geschrieben
Hei, Junge, Junge stand geschrieben
/: Versauf den ganzen Kies. :/
2. Der Winter ist gekommen
die Krauter werden stolz,
Sie sprechen zum Gesellen,
hei , Junge, Junge zum Gesellen
/: Geh`raus und haue Holz. :/
3. Haue du es nach der Schnure
haue du es mit gefäll,
so sollst du diesen Winter,
hei, Junge, Junge diesen Winter,
/: Auch sein mein Stossgesell. :/
4. Der Sommer ist gekommen
die Gesellen werden stolz,
sie sprechen zum Sponkrauter,
hei, Junge, Junge zum Sponkrauter,
/: Die Reisezeit ist da. :/
5. Gesell` tu du nur bleiben
zehn Taler schenk`ich dir,
die Hälfte zum Versaufen,
hei, Junge, Junge zum Versaufen,
/: Für`s andere kauf dir Bier. :/
6. Geschenkt will ich nichts haben
im Sommer wird gereist,
hast du mich diesen Winter,
hei, Junge, Junge diesen Winter,
/: Mit Sauerkraut gespeist. :/
7. Ist dir dein Brot zu sauer
so lass ich`s backen süss,
ist dir dein Bett zu harte,
hei, Junge, Junge zu harte,
/: So schlaf bei meiner Frau. :/
8. Bei Frau Meisterin zu schlafen
ist kein Gesellenbrauch,
Viel lieber bei der Tochter,
hei, Junge, Junge der Tochter,
/: die Dienstmagt tut es auch. :/
Lied Nr.66. Zu Stadt Lübeck
hat´s angefangen oben
ohne
Text
1. Zu Stadt Lübeck hat`s angefangen,
nach Stadt Hamburg war mein Verlangen.
/: Gefangen sollt`und muss ich, muss ich sein;
Sie sperrten mich im Kerker ein. :/
2. Im Arreste habe ich gesessen,
keine Speisen hab`ich gegessen.
/: Und heut`ist schon der dritte, vierte Tag,
das ich nicht`s mehr zu schnasseln hab. :/
3. Am Donnerstagsmorgen so halber neune,
da ward ein Frühstück für mich breitet.
/: Dazu ward ich geladen, laden ein.
Das Frühstück sollt ich selber sein. :/
4. Heinrich Hausschild, das ist mein Name,
kaum zähl`ich wohl die 21 Jahre
/: Drei Tag`drei Stund`vor meinem, meinem End
da macht`ich schon mein Testament. :/
5. Im Testamente, da stand geschrieben,
was von mir ist noch übrig geblieben,
/: Zerriss`ne Schuh, zerriss`nes, riss`nes Hemd,
das war mein ganzes Testament. :/
6. Ach, wenn das meine Mutter wüsste,
das ich mit meinen jungen Brüsten.
/: Das ich mit meiner jungen, jungen Brust,
die ganze Welt durchreisen muss. :/
Lied Nr.67. Zwei Fremde stehen
Hand in Hand, Hand in Hand oben
ohne
Text
1. Zwei Fremde stehen Hand in Hand,
Hand in Hand,
sie nehmen Abschied still,
sie ziehen in ein fernes Land, fernes Land,
wie es das Schicksal will.
/: Der eine hier, der and`re dort,
so zieh`n sie beide fröhlich fort,
doch jeder denkt mit leisen Weh`n,
wer weiss, ob wir uns wiederseh`n. :/
2. Es ruft und lockt das ferne Land, ferne Land,
dass man`s von weitem hört,
er drückt dem Madel noch die Hand, noch die Hand,
spricht, das er wiederkehrt.
/: Er küsst des Liebchens Angesicht,
spricht, holdes Madel, weine nicht,
doch denkt er sich mit leisen Weh`n,
wer weiss, wann wir uns wiederseh`n. :/
3. Der fremde Zimm`rer greift zum Stenz, zum Stenz,
lebt wohl, ihr Eltern beid`,
wenn ich noch euren Segen hab, Segen hab,
hab ich ein gut`s Geleit.
/: Er wandert froh zur Stadt hinaus,
grüsst noch einmal sein Elternhaus,
doch vor dem Tor, da bleibt er stehn,
wer weiss, ob wir uns wiederseh`n. :/
Lied Nr.68. Kette der Einigkeit
( auf französisch ) oben
ohne
Text
1. Dans làrt brillant où
Jacquard fut grand Maìtre
Or, il advint quùn honnète aspirant
Se demandait: quand pourrais-je connaìtre
du Beau Devoir le secret si charmant.
Douce Minerve, ah! soyez mon Mècène
Pour obtenir ces insignes faveurs
/: Car je voudrais pouvoir tisser la chaìne
Qui doit servir à lier tous les coeurs.
:/
2. Au confluent de la Saòne et du Rhòne
Il s`endormit, puis des songes heureux
Lònt transporrtè sur les marches du tròne
Environnè de rayons lumineux.
Tout ètait grand dans ce riant domaine,
La soie et lòr se mèlangeaient aux fleurs,
/: Car c`etait là que se tissait la chaìne
Qui doit servira lier tous les coeurs. :/
3. Tous les èlus du glorieux mystère
Etaient prèsents sur deux lignes rangès,
Et la Raison au front toujoure austère
Foulait aux pieds tour les vieux prèjugès.
Il entendit une voix souveraine
Qui lui disait ces mots consolateùrs:
/: Sois juste et franc et tu Verras la chaìne
Qui doit servir à lier tous les coeurs.
:/
4. Enlettres d`or sur voile diaphane
Il lut cet monts en caractères hèbreux:
Incline-toi pauvre et faible profane
Tu connaìtras la sagesse de Dieu.
Vaincre en tous lieux les faiblesses humaines,
/: Cèst pour cela que nous tissons
la chaìne
Qui doit servir à lier tous les coeurs.
:/
5. Au mème instant la douce bienfaisante
Pour le Bonheur vient lui tendre la main.
Làctivitè, I`honneur et la prudence
De leurs combats tracèrent le chemin.
Alors Thèmis pènètrant dans l`arène
Tenant en main la loi des travailleurs.
/: Cèst pour cela que se tisse la chaìne
Qui doit servir à lier tous les coeurs. :/
6. Il savourait une douce ambroisie
Quand un fantòme apparut à ses yeux:
C`ètait celui de la Vierge Marie
Tenant en main un ècheveau soyeux.
Je suis ici patronne et souveraine,
Prends de mes fils pour former tes couleurs
/: Car dèsormais tu tisseras la chaìne
Qui doit servir à lier tous les coeurs. :/
7. En s`èveillant, jugez de sa surprise
Quand on luit dit: Lyonnais le Bon coeur
Dès aujourd`hui vous prendrez pour devise:
Douce Union, Travail, Paix et Bonheur;
Vous puiserez aux eaux de l`Hypocrène
Pour cèlèbrer les Compagnons tisseure
/: Car cèst chez eux que se forme la chaìne
Qui doit servir à lier tous les coeurs.
:/
LYON Jules,
Parisien le Bien-Aimè.
Lied Nr.69. Kan du huske på
valsen ( in dänisch geschallert ) oben
ohne
Text
1. Kan du huske på valsen
uden kravetøj om halsen,
med stok og med randselen på,
aldrig mangled´ humøret, var vejen end pløret,
og støvlerne mangled´ en tå, vi fo´r
rundt i rigerne,
vi sang og krammed pigerne, - tit tog vi vel også
en tår;
vi har været mange steder, vi har haft mange glæder,
vi har følt hele verden som vor.
Refrain:
Åh, disse minder fra du var en farende svend,
åh, disse minder, den tid kommer aldrig igen,
åh, disse minder, det er dem, der giver livet
kulør,
i Hulen vi svendene finder med det gode, det gamle humør.
2. Ud af sengen vi hopped´ om morgenen og stopped´
vor pibe og vandred´ påny; sjælden var vi
vel mætte,
men stundom skam trætte, var der arbejd´, så
bleb vi,
hvis ikke, sæ gled vi, men tog dog forplejningen først
og var glad for geskænken, når vi sad på
bænken,
når vi sad på bænken ku´ mættes, fik
slukket vor tørst.
Refrain:
Åh, disse minder fra du var en farende svend,
åh, disse minder, den tid kommer aldrig igen,
åh, disse minder, det er dem, der giver livet
kulør,
i Hulen vi svendene finder med det gode, det gamle humør.
3. Hurtigt glemte vi sorgen, tænkte ej på i morgen, -
vi leved fra dag og til dag; derpå kan man kende
de farende svende, de mødtes til lystigt et lag;
Ej vi samled dukater, men traf kammerater,
og det var tit bedre end mønt; vi har været flot i tøjet,
vi har kendt både laser og pynt.
Refrain:
Åh, disse minder fra du var en farende svend,
åh, disse minder, den tid kommer aldrig igen,
åh, disse minder, det er dem, der giver livet
kulør,
i Hulen vi svendene finder med det gode, det gamle humør.
4. Kan du huske om julen, når vi sad i Hulen
ved gås og et veldækket bord; man ku´ se
tårer rinde
selv på hærdede svende, når tanker mod hjemmene
fo´r:
nu er vi herhjemme, dog aldreg vi glemme,
hvad ude i verden vi så. Vi ældre er blevne;
Vore minder er levende, - det er minder, der aldrig
forgå.
Refrain:
Åh, disse minder fra du var en farende svend,
åh, disse minder, den tid kommer aldrig igen,
åh, disse minder, det er dem, der giver livet
kulør,
i Hulen vi svendene finder med det gode, det gamle
humør.
V. Walhegn
Birkerød Bogtryk
Lied Nr.70. Der gewissenhafte
Maurer ( vorgetragen von Erich Blank) oben
ohne
Text
1. Ich hab` ein Haus in Berlin, das ist
noch wie neu,
Bloss Spartakus schoss oben etwas entzwei.
Nun fehl`n da ob`ein paar Steine, S`müssen neue
dorthin;
ich sag`t zu` nem Maurer: " Na, die sind
doch bald drin?"
" Aber gewiss, lieber Mann, da fang`n wir
gleich morgen an!"
Also um acht soll er ankomm`n -`ne Stunde vegegt-
da seh`ich ihn rankomm`-ich sage `s ist spät!"
" Nee", sagt er, `s ist neune, -´s
ist die richtige Zeit.
Der Weg zählt doch mit - und ick wohne sehr
weit.
Ick Woll`dieStrassenbahn nehnnm`n - keine zu seh`n,
ick ruf`n Auto - ,besetzt!`- na, da musstìck
doch geh`n.
Aber nun geh`n wir ran - nu fang`n wir gleich
an."
Na, nun sieh er sich um, - recht gründlich, extkt-
was er mitgebracht hat; - wird ausgepackt. -
Er guckt rauf nach dem Haus. - " da fehlt`n
Stein an dem Fleck."
Also nimmt er`nen Stein - und - legt ihn gleich wieder
weg.
Er sucht ers´ne Leiter, um nach oben zu
geh`n,-
trägt sie acht Schritte weiter, - da schlägt
es zehn.
Na, nu frühstück er`n bissken, holt sein
Pülleken raus. -
steckt die Pfeife in Brand - die geht fünfzehnmal
aus.-
Und wie sie brannt, sagt er dann: " Nu fang`n
wir gleich an."
Er nimmt noch`ne Prise - es ist über elbe-
dann nimmt er den Stein -`s ist noch immer derselbe
-
da muss er niesen - der Kopf wird ihm schwer -
er legt den Stein wieder weg - denn sonst gibt`s
n´ Malheur.
Er sucht nach`nem Tuch - er hat leider kein`s
-
ich sage: `s ist gut - hier haben Sie mein`s "
Nun fühlt er sich wieder wohl - wir`n Fisch
in der Elbe,
und dann nimmt er den Stein, ´s ist noch
immer derselbe -
und will auf die Leiter - da schlägt es zwölbe.
Na, nu legt er`n Stein wieder weg - seine Frau
bringt das Essen -
nach so`ner Arbeit ,da schmeckt`s -`s wird feste
gegessen.
Sie setzt sich zu ihm. - er setzt sich zu ihr,
es gibt Karbonade und Gurken und Bier. -
dann liest er die Zeitung und sagt entrüstet
zu ihr:
" Du , da streiken sie wieder - die soll`n
schaffen, wie wir."
Dann gibt er ihr`n Küssken,
dann schläft er`nen bissken,
und dann schlägt die Uhr zwei -
da ist schon die kurze Pause vorbei. -
" Nu, sagt er, "geht´s ran -
jetzt fang`n wir gleich an! "
Nun wird der Lehm umgerührt, - der weich,
der gelbe -
und dann nimmt er den Stein -`s ist noch immer derselbe
-
da wird ihm schlecht - die Gurken, das Bier -
er legt den Stein wieder weg und nimmt sein Zeitungspapier,
denn der Stein wäre wen`ger geeignet dafür
-
und geht an` ne Tür
und da steht: " Hier! "
Kommt nach drei wieder raus aus dem kleinen Gewölbe,
und dann nimmt er den Stein -`s ist noch immer
derselbe -
und geht nun wirklich ohne Rast, ohne Ruh`,
mit dem Stein auf die Leiter - wat sagen Sie nu?
"
die hat zwanzig Sprossen - jede` n Fussbreit entfernt,
aber er geht unverdrossen, - gelernt ist gelernt.
Da, bei der achtzehnten, hält er . die Uhr schlägt
vier.
`s ist Feierabend - und er steht hier -
nicht oben nicht unten - die Sache geht schief.
Er darf nicht mehr weiter - nach`m Tarif.
Er hat noch zwei Sprossen, - aber er darf nicht geh`n
-
oder achtzehn nach unten - ja, aber nicht mit`n
Steen.
Was soll er nun machen - so nah am Ziel?
Er schwankt zwischen Arbeit- und Pflichtgefühl.
Aber`s Pflichtgefühl siegt - , `s ist egal"
, sagt er grob,
und er lässt den Stein fallen - und mir uff`n
Kopp.--
Und wie ich schimpfe, da sagt er :
"
Warum steh`n Sie denn hier? -
Wir brauch`n Ihr`n Kopp nich -
Sie
könn`n ja schaffen, wie wir."
71.
Zünftiger
Spruch nach gut geschallertem Lied oben
Der Geselle der den Stiefel bei
Ende eines Liedes vor sich stehen,
und noch nicht getrunken hat oder derjenige der das
zünftige Lied
an und ausgeschallert hat kann diesen Spruch
am Schluss zum besten geben.
Vieftein,
foftein, todrein, morsklein.
Wie sind jo kein Gesangsverein.
Schallern macht lustig.
Schallern macht durstig.
Prost Gesell´n !
Antwort aller Gesellen (
Prost Fatt ! )
72.
...usw... oben
Hier ist noch viel Platz für
zünftige Lieder.
Ich bin für jedes neue Lied dankbar.
Bitte den Geschriebenen Liedertext
( nur TXT, HTML, oder EDITOR Format kein Word ) und
eine
mit dem Lied bespielte Musikkasette, MP3, CD, an mich.
Bernd Günther
Hamburgerstr. 16A
21220 Seevetal
oder
guenther-1@freenet.de
zurück oben
Stand 26.07.02 20:00
Mein besonderer Dank geht an Stina,
die mir hier beim Eintippen dieser Texte geholfen hat ! ! !