NUN LASSET UNS SINGEN AUS ALTER, ALTER ZEIT
Texte zum lesen und mitschallern
 

In dieser Liste sind all die Texte der Lieder, die von unseren alten zünftigen
einheimischen Bauhandwerkern mündlich überliefert wurden.
Die Lieder aus diesem Schallerbuch wurden vom Verein zur Wahrung
der Zunftgebräuche aufgeschrieben damit sie für junge Bauhandwerker
als alte Überlieferung erhalten bleiben.

Dieses und andere Aufzeichnungen dient nicht der Vermarktung,
sondern soll interessierten hiermit einfach nur zu Lernzwecken zur
Verfügung gestellt werden.
Wer diese Texte zu Vermarktungszwecken kopiert oder Handel betreibt,
handelt nicht in unserem Sinne und wird strafrechtlich verfolgt.

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Weitere Rechtliche Informationen.
 
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Lied Nr. 1. Als ich an einem so schönen Sonntagmorgen
  oben         ohne Text

1. Als ich an einem so schönen Sonntagmorgen,
     vor meiner Eltern wohl Haustür stand.
     /: Ei sie´, da kam ein so schöner, schöner Jüngling,
     der setzt sich nieder wohl auf meinen Schoss. :/
    
2. Er wollt mich lieben, ich wollt´s nicht haben,
    weil ich das Lieben noch nicht verstand.
    /: Herzgeliebtes Madel lasse du dir´s sagen,
    ich bin der Lehrmeister aus Paris. :/
   
3. Ich schlich mich leise wohl auf ihr Kämmer-Kämmerlein,
     so dass der Vater es nicht vernahm.
     /: Aber ach, die Mutter sie wirds schon wissen;
     denn sie weiss ja was lieben-schieben heisst. :/
   
4. Am andere´n Morgen, da weckt mich die Mutter,
     herzgeliebtes Madel, steh´du nur auf.
     /: Herzgeliebte Mutter, lasse du mich schlafen,
     denn ich habe heute Nacht das Liebe-Schieben gelernt :/    
   
5. Wer war der Heuchler, wer war der Schmeichler,
     der dich verführt dein junges frisches Blut?
     /: Es war kein Heuchler und kein Schmeichler,
     es war ein jung fremd Zimmergesellenblut. :/ 
    
6. Die erste Liebe sie kommet ja von Herzen,
     die erste Liebe sie brennt ja so heiss.
     /: Aber ach, wie glücklich ist so ein fremder Zimmerergeselle,
     der niemals weiss, was kohldampfschieben heisst:/ 
    



Lied Nr. 2 Als ich eines Montags von der Herberge kam   oben
        ohne Text

1. Als ich eines Montags von der Herberge kam.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    Ein freundliches Madel das lächelt mich an.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    :/ Gesell du brauchst nicht so zu eilen,
    du kannst ein wenig bei mir verweilen.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
    
2. Und als wir nun kamen an des Krauter sein Haus.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    Da schaute der Schafskopf zum Fenster hinaus.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    :/ Gesell du tust nichts weiter als saufen,
    du kannst mir morgen zum Tor hinaus Laufen.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
    
3. Da sprach mein feins Liebchen jetzt kommst du zu mir.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    Ich will dich traktieren mit Wein und mit Bier.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    :/ Es soll für wahr an gar nichts dir fehlen,
    du brauchst dich nicht länger beim Krauter zu quälen.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
    
4. Sie führt mich an einen viereckigen Tisch.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    An allen vier Ecken Gebratener Fisch.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    :/ Und in der Mitte ne Kanne mit Weine,
    schenk ein trink aus wir sind ja alleine.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
    
5. Sie stopft mir das Pfeifchen sie macht mir das Bett.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    Sie macht mir das alles sehr nobel und nett.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    :/ Wir beide werden schon schlafen können,
    wenn andere uns die Ruhe vergönnen.
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
   
6. Da haben wir geschlafen die liebe lange Nacht
    Zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    Und haben dabei kaum ein Aug´zu gemacht,
    zum trulala zum Siegellack zum Trulala.
    :/ Es ist für war keine leichte Sache,
    einer Sponkrei einem fremd Zimmermann zu machen,
    zum trulala zum Siegellack zum Trulala. :/
    



Lied Nr. 3. Als wir jüngst verschütt gegangen waren   oben         ohne Text

1. Als wir jüngst verschütt gegangen waren.
     Mussten wir im grünen August fahren.
     Mauerleute , Zimmerleute, und ein Vagabund,
     alle mussten fahren im grünen August rund.
     
     Refrain:
Ja - und - die - Fahrt im grünen ...
     etwas langsamer anfangen.  Ab "August" wieder normales Tempo.
    
     Und die Fahrt im grünen August die war schön,           ( Tü-de-lü-de-lüt )
     Schwere Jungen müssen in den Bunker gehen,
              ( schwapp-schwapp )
     und die Sittenpolizei, hält die wacht am Rhein.
     Das auch keinen vom den Jungs nen Hasen macht.
     ( Holz kommt )

    

2. Auch ein Pfaffe, mit spiegelblanker Glatze,
     nahm bei uns im grünen August platze.
     Weil er sich vergriffen hat an einem kleinen Kind,
     darum muss er fahren im grünen August rund.
    
     Refrain: Ja - und - die - Fahrt im
    
3. Und ein Mädchen, von siebzehn achtzehn Jahren,
     musste mit grünen August fahren.
     Weil sie sich herumgetrieben, wie ein Schlachterhund.
     Darum musst sie fahren im Grünen August rund.
    
     Refrain: Ja - und - die - Fahrt
    
4. Und ein Kunde kam lustig hergeschritten.
     Hinter ihm kam der Schakko schon geritten.
     Als er um die Ecke kam, da hat er ihn geschnappt.
     Rin in den August die Türe zu geklappt.
    
     Refrain: Ja - und - die - Fahrt
    
5. Ein Hausierer wohl ohne Papiere,
     handelt und schachert von Türe zu Türe.
     Kaufen´s Töpfe Pfannen, Besen, alles billige Sachen!
     Läuft er um die Ecke dem Schakko in den Rachen.

     Refrain: Ja - und - die - Fahrt
    
6. Ach Herr Schutzmann, ich hab´doch nichts verbrochen.
     Habe nicht gestohlen und habe nicht gefochten.
     Hab mich nur ein bisschen nach der Arbeit umgeschaut,
     Ritzi - Ratzi - Mausefalli habe ich verkauft.
    
     Refrain: Ja - und - die - Fahrt
    
7. Halt das Mauel und lass das Räsoniern.
     Rin in den August dort wirst du auch nicht frieren.
     Zugeklappt und losgefahren ist doch wirklich toll.
     Jeden Tag von Tippelbrüdern ist der August voll.
    
     Refrain:
     Ja - und - die - Fahrt grünen August die war schön,    ( Tü-de-lü-de-lü )
     Schwere Jungen müssen in den Bunker gehn,
             ( schwapp-schwapp )
     und die Sittenpolizei, hält die wacht am Rhein.
     Das auch keinen vom den Jungs nen Hasen macht.
      ( Holz kommt )
    




Lied Nr. 4. Auf dem Berge, so hoch da droben, da steht ein Schloss   oben         ohne Text

1. /: Auf dem Berge, so hoch da droben, da steht ein Schloss. /:
    Drinnen singt man frohe Lieder, steigt ein Schifflein wohl auf und nieder.
    /: Steigt ein Schifflein vom Wasser in die Höh, holdrijöh.
    Ja, weil´s wir fahren auf dem Züricher See. /:
    
2. /: Steigt ein Weidmann so früh am Morgen bergauf bergab. /:
    Hat er eine Gams geschossen, hat er sie in das Herz getroffen.
    /: Jubelt er aus voller, voller Brust, holdriöh.
    Ja, weil´s geschossen hat am Züricher See. /:
    

3. /: So leb den wohl, ihr Kameraden alle und denkt an mich.
    Wollt ihr mir noch etwas schenken, so schenkt es mir zum Angedenken.
    /: Tief im Herzen, da tut es Ja so weh, holdrjiöh,
    Ja, weil´s wir scheiden müssen vom Züricher See. /:

4. /: So lebt denn Wohl ihr Schwyzer Madel´n alle, und denkt an mich. /:
    Wollt ihr mich noch Eimal sehen, steigt hinauf auf es Berges Höhen,
    /: Schaut hinab in das tiefe , tiefe Tal, holrijöh,
    Schatz da seh´n wir uns zum aller letzten mal. /:




Lied Nr. 5. Am Pariser Brunnen, sassen vierzehn N........usw.   oben         ohne Text

  
1. Am Pariser Brunnen sassen vierzehn N.......
     und wuschen sich die Punnen.

     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.


  2. Und da sprach die Erste, meine ist die Werteste,
       von allen die Begehrteste.

      Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.


  3. Und da sprach die Zweite, meine ist die Weiteste,
       von allen die Gescheiteste.

     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.
       Junge ....
     

  4. Und da sprach die Dritte, meine inder Mitte,
       vom A.... bis an die T.....

     
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       
  5. Und da sprach die Vierte, meine ist die Zierlichste,
       von allen die Beschmierteste.

     
 Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       

  6. Und da sprach die Fünfte, meine ist die Zünftigste,
       von allen die Vernünftigste,

      
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       

  7. Und da sprach die Sechste, meine ist die Verhexteste,
       von allen die bekleksteste.

      
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       

  8. Und da sprach die Siebte, meine ist gerieben,
       kein Haar ist dran geblieben.

      
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       

  9. Und da sprach die Achte, als mich mein Vater machte,
     sass ich am Loch und lachte.

     
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

     

10. Und da sprach die Neunte, meine ist geräumig,
       wie eine Bauernscheune.

     
 Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       

11. Und da sprach die Zehnte, meine lasst sich dehnen,
       von Hamburg bis nach Bremen.

     
 Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       

12. Und da sprach die Elfte, meine ist aus Elfenbein,
       da passen alle Sch..... rein.

     
 Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       

13. Und da sprach die Zwölfte, meine macht das Dutzent voll,
       da werden alle Sch..... toll.

     
 Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

       

14. Und da sprach die Dreizehnte, Bauer spann die Pferde an,
       die Punze will spazierenfahr´n.

      
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
     spiel auf mein Klavir.

        

15. Und da sprach die Vierzehnte, Bauer spann die Pferde aus,
       diePunze geht alleine aus.

       
Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
  
     spiel auf meine Runzelpunzel,
     
  Junge wenn du willst, Junge wenn du willst,
    
   spiel auf mein Klavir.

        




Lied Nr. 6. Auf, geliebte Brüder   oben         ohne Text

1. Auf, geliebte Brüder,
     durch Gebirg und Tal,
     bunte Blumen blühen
     hier und überall,
     gold´Ne Bächlein fliessen.
     Es ist doch eine Wonne.
     Es ist doch eine Pracht.
     Ist doch ein lustig Leben,
     auf der Wanderschaft.

2. Sei´n Charlottenburger auf dem Rücken,
     Schwermut in der Brust,
     schwenkt so mancher Mauersmann
     sich dahin mit Lust.
     Schwermut in der Seele,
     Brandwein in der Kehle.
     Es ist doch eine Wonne ,
     es ist doch eine Pracht.
     Ist das ein lust´ges Leben
     auf der Wanderschaft.

3. Auf meiner letzten Reise
     erlitt ich etwas Not.
     Bald fehlte mir die Speise,
     bald fehlte mir an Brot.
     Am Tag im Schnee marschiert,
     des Nachts auf Stroh logiert.
     
Hat man sich daneben
     einige Bienchen aufgerafft,
     war´s doch ein lustig Leben
     Auf der Wanderschaft.


4. Immer frohe Miene
     Ist für uns bestellt,
     Jung und Alt zu dienen
     freudig für das Geld.
     
Junge Madchen winken,
     volle Becher Blinken,
     hat man sich daneben
     ein paar Hosen angeschafft.
     War´s doch ein lustiges Leben
     auf der Wanderschaft.


5. Hier auf allen Wegen
     führt uns die Wanderschaft,
     strömt ein kühler Regen
     von oben auf uns herab.
     Dann Spiel ich auf der Zither
     troz dem Gewitter.
     Besteig ich den Pilatus,
     wenns´ donnert, wenn es kracht.
     Bis die Sonn´erscheint
     auf der Wanderschaft.


6. Lass die Alten brummen
     Junge tun es nicht.
     Lass Philister knurren,
     flotte Burschen nicht.
     Liebe in der Seele,
     Brandwein in der Kehle.
     Auf dass der Wandergeist
     nicht zu früh erschlafft.
     Sonst wär´s kein lustig Leben
     auf der Wanderschaft.


7. Sind wir des Reisens müde
     sehn´n wir uns nach Ruhe,
     singen frohe Lieder
     nach der Heimat zu.
     Lauter Glück und Segen
     strömt da uns entgegen
     und ein junges Weibchen
     was uns Freude macht.
     Die uns versüsst das Leben
     nach der Wanderschaft


8. Kommt man nun in die Jahre,
     wird man alt und schwach
     wandelt sein´m Geschäfte
     früh und zeitig nach.
     Jungen werden sagen,
     nach verfloss´nen Jahren:
     Alter, du hast schon Etwas mitgemacht.
     In den Versoff´nen Jahren
     auf der Wanderschaft.




Lied Nr. 7. Beim Mondenschein   oben         ohne Text

Bild und Erklärungen zu Mondenschein

     Refrain:
     Beim Mondenschein,
     steig ich mit der Leiter in das Kammerfenster ein.
     Ei, du sagst es nicht; ei du wagst es nicht,
     Mensch du hast nen Vogel, das verrät ja dein Gesicht.
     Beim Mondenschein.


1. Und das ist der Hering und das ist der Kater,
     und das, das ist die Herbergsmutter.
     Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
     
      Refrain: beim Mondenschein

2. Und das ist der Käse und das ist die Butter,
     und das, das ist der Herbergsvater.
     Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
     Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
     
      Refrain: beim Mondenschein

3. Und das sind die Vögel und das sind die Nester,
     und das, das ist die Herbergsschwester.
     Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
     Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
     Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
     
     Refrain: beim Mondenschein

4. Und das ist das Eckchen und das ist das Rund,
     und das, das ist der Schweinehund.
     Und das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
     Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
     Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
     Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
     
     Refrain: beim Mondenschein

     
5. Und das ist das Hin und das ist das Her,
     und das, das ist die Lichtmascher.
     Und das Hin und das Her und die Lichtmascher.
     Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
     Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
     Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
     Und das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.

     Refrain: beim Mondenschein

6. Und das ist der Hammer und das ist die Kelle,
     und das, das ist fremd Mauermansgeselle.
     Und der Hammer und die Kelle und fremd Mauermannsgeselle.
     Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
     Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
     Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
     Und das das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
     Und das das Hin und das Her und die Lichtmascher.

     Refrain: beim Mondenschein

7. Und das ist der Hobel und das ist die Elle,
     und das, das ist fremd Zimmermansgeselle.
     Und der Hobel und die Elle und fremd Zimmermannsgeselle.
     Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
     Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
     Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
     Und das das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
     Und das das Hin und das Her und die Lichtmascher.
     Und der Hammer und die Kelle und fremd Mauermannsgeselle.

     Refrain: beim Mondenschein

8.
Und das ist das Hoch und das ist das Niedrich,
     und das, das ist der Arsch vom Kaiser Friedrich.
     Und das Hoch und das Niedricht und der Arsch vom Kaiser Friedrich.
     Und der Hering und der Kater und der Herbergsvater.
     Und der Käse und die Butter und die Herbergsmutter.
     Und die Vögel und die Nester und die Herbergsschwester.
     Und das das Eckchen und das Rund, und der Schweinehund.
     Und das das Hin und das Her und die Lichtmascher.
     Und der Hammer und die Kelle und fremd Mauermannsgeselle.
     Und der Hobel und die Elle und fremd Zimmermannsgeselle.

     Refrain: beim Mondenschein




Lied Nr. 8. Brüder, seht ihr nicht die Sonne?   oben         ohne Text

  1. Brüder, seht Ihr nicht die Sonne?
       Lasst uns Reisen welche Wonne!
       Jetzt und ist die schönste Zeit!
       /:Wer sich will die Zeit vertreiben,
       der muss nicht zu Hause bleiben,
       dass es ihm hernach nicht reut. :/

  2. Ist das Bündel fest geschnüret
       und das Wanderbuch visieret,
       nehmt den Wanderstab zur Hand.
       /: Wer will fremde Städte sehen,
       der muss in die fremde gehen,
       muss zu Wasser und zu Land. :/

  3. Darum, Brüder, seid nur munter,
       geht die Sonne abends unter,
       morgens geht sie wieder auf.
       /: Denn in unsern Wanderjahren,
        müssen wir oft viel erfahren ,
       Geld und Uhr gehen oftmals drauf :/

  4. Wollt ihr ware Freude fühlen,
       müsst ihr nicht mit Karten spielen,
       denn das Glück geht auf und ab.
       /: Mancher ist oft reich geboren,
       und hat Geld und Gut verloren,
       kam dabei an´n Bettelstab. :/

  5. Wollt ihr froh die Zeit verbringen,
       müsst ihr auch ein Liedchen singen,
       denn bei Liedern schmeckt der Wein.
       /: Wer noch will ein Gläschen trinken,
       muss dem Herbergsvater winken:
       " Vater schenke noch mal ein ". :/

  6. Müsst ich auch beim Vater borgen,
       macht euch darum keine Sorgen,
       der bleibt immer noch ein Mann.
       /: Wenn er schreibt die Nummer Eine,
       hat die Kreide oft zwei Beine,
       jeder hilft sich wie er kann. :/

  7. Sind in Arbeit wir gekommen,
       wird die Reise unternommen,
       wo es schöne Mädchen gibt.
       /: Ach wie viele Stunden,
       hat so mancher schon empfunden,
       wen er findet was er liebt. :/

  8. Wer in Unschuld Mädchen Liebet
       und sie niemals hat betrübet,
       der empfängt den schönsten Lohn.
       /: Muss er wieder von ihr scheiden,
       wird die Liebe bei ihm bleiben,
       denn im Herzen ist ihr Thron. :/

  9. Darum nütz´t die Wanderjahre,
       wenn wir liegen auf der Bahre,
       reisen wir aus dieser Welt.
       /: Jeder muss am besten wissen,
       wann er will sein Mädchen küssen,
       pflückt die Rose eh´ sie fällt! :/

10. Alle Maurer sollen leben,
       Zimmerleute auch daneben,
       die da bauen Kirch´ und Haus.
       /: Steckt der Kranz erst auf der Spitze,
       schwenken wir den Hut, die Mütze,
       halten einen frohen Schmaus. :/

11. Unter diesem grünen Kranze,
       führen Mädchen wir zum Tanze,
       Jubeln bis die Sonne scheint.
       Und ein´n Kuss in allen Ehren,
       kann ein Mädchen nicht verwehren,
       wird von ihr auch nicht beweint! :/




Lied Nr. 9. Das Mischen bringt gross Freud   oben         ohne Text

Melodie " Das Lieben bringt gross Freud "

1.
Das Mischen bringt gross´ Freud´
     für alle Baufachleut
     ´wir mische ausser Kalk und Sand,
     Zement und Kies noch allerhand:
     
      Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
                   ja wir mischen eins zu eins.

2. Wird ausgeschrieben ein Bau,
     dann kalkulieren wir genau.
     Der macht bestimmt den richtigen Preis,
     der richtig auch zu mischen weiss:
     
     Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
                   ja wir mischen eins zu eins.

3.
Beim Bau im Fundament,
     nehmt nicht zu viel Zement,
     will einer gut am Ende fahren,
     muss er beim Fundament schon sparen:
     
     . Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
                   ja wir mischen eins zu eins.

4.
Und unser Baurad dann
     prüft alles, weil er´s kann.
     Und schliesslich fragt er den Polier:
     " He, sag´einmal wie mischt den ihr? "
     
     Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
                   ja wir mischen eins zu eins

5.
Dem letzten Balkenschlag
     folgt dann der Richtfesttag.
     Da gurgeln hintereinander wir
     ´nen Schnaps und auch ein Tröpfchen Bier:
     
     Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
                   ja wir mischen eins zu eins


6.
Und reist einmal die Wand
 
    dann liegt es bloss am Sand.
     Denn unsere Mischung, das ist klar,
     die war ganz einfach wunderbar:
     
     Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
                   ja wir mischen eins zu eins

7.  Wer richtig mischen kann,
     das wird bald ein reicher Mann
     Doch wird die Mischung falsch gemacht,
     der ganze Bau zusammenkracht.
     Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,

                   ja wir mischen eins zu eins

8. Wir mischen eins zu eins
 
    weil das ist wunderfein´s
     und wer die Mischung noch nicht kennt:
     ´Ne fure Sand , ein Sack Zement.
     

     Refrain: Eins zu eins, eins zu eins,
                   ja wir mischen eins zu eins




Lied Nr.10. De ol Jan Maat, de wull sik amüsieren   oben         ohne Text

1.
De ol´jan Maat de wull sik amüsieren,
     dor güng he op de Reperbahn spazieren,
     /: dor keom he an de Herbertstraat vörbi,
     dor set een Olsch und de, de het Marie. :/

2. Marie, Marie, du scheunste aller Vhosen,
     Marie, Marie du kunst mi mol een blosen,
     olreight, sech se, de Sock, de gait all glatt,,
     ick hef al lang keen warmet Freustück hat. :/

3. Se,blost un blost, se fung all an to sweeten,
     den oln Jan Maat denn swullen all de Kleuten,
     /: se blost un blost, de sook ,de kreg keen Wind,
     de ol´Jan Maat har gorkeen Lock in Pint. :/





Lied Nr.11. Den schönsten Frühling den seh´n wir wieder   oben         ohne Text

1. Den schönsten Frühling, den seh´n wir wieder

     in ganz Europa weit und breit.
     Frisch auf, Gesellen singt frohe Lieder,
     jetzt ist des Reisens wohl aller-, allerschönste Zeit.
     Denn es grühnt und blüht in der Natur,
     die Bäume, Wiesen, Wald und Flur.
     Ein jeder ist jetzt wiederum befreit,
     von der verdammten Sklaverei.
     Drum frisch auf, Gesellen der Winter ist vorbei,
     es freut sich ein jeder fremde Zimmermann.
     /: Aufs Reisen, bei so schönen, schöner Zeit,
     ja, wenn´s auch schneit. :/

2. Die Handwerkslust ruft uns auf Strassen,
     schnürt euer Felleisen fest und gut,
     und tut niemals das Reisen lassen,
     solange noch wallt das so junge junge frische Blut.
     Ja , man reist durch manche Stadt und Land,
     reiset mit Gesellen, Bruderhand.
     So der eine oder and´re sich im Elend befindet,
     so gedenkt, was wir ihm schuldig sind.
     Ja, ein jeder tut, so viel er kann.
     Das ist die wahre Tugendbahn.
     /: Aufs Reisen, bei so schönen, schöner Zeit,
     ja, wenn´s auch schneit. :/

3. Ein jedes Land hat sein Vergnügen,
     für die Bewohner gross und klein.
     Ein Kuss vom Madel, das man geliebet,
     ist manchem seine wohl allerschönste Freud
     Ja, man drückt sie noch einmal ans Herz,
     und Tränen lindern ihren Schmerz.
     Ja, man verspricht ihr treu zu sein,
      ja man sagt man liebt nur sie allein.
     Aber endlich schwenkt man seinen Hut
      und fasset wieder frischen frohen Mut
     /: auf´s Reisen, bei so schönen, schöner Zeit,
     ja, wenn´s auch schneit. :/


4. Seit´s frisch, seit´s froh, Gesellen, Brüder,
     die Stunde schlägt wir sein´s bereit.
     Verflossene Zeiten kehren niemals wieder,
     vergangen ist die wohl aller-, allerschönste Zeit.
     Drum, Brüder die ihr um uns seid
     in Lustbarkeit, Zufriedenheit,
     Habe ich euch was Zuleid´getan,
     So bitt ich um Verleihung an.
     Ei so wünsch ich euch zu guter allerletzt
     ein gut Glas Bier, das euch ergötzt.
     /: Aufs Reisen, bei so schönen, schöner Zeit,
     ja, wenn´s auch schneit. :/




Lied Nr.12. Der Montag, der muss gefeiert werden   oben         ohne Text

1.
Der Montag, der muss gefeiert werden,
     und was vom Sonntag übrig ist,
     das muss versoffen werden.
    
Ja so ist´s recht und so muss`s sein,
     lustig woll`n wir leben.
     Und kommen wir nicht in`s Himmelreich,
     dann kommen wir eben daneben.
     Vivat Kamerad,

     fremd Zimmermann wird kein Soldat.

2. Des Dienstags,dann schlafen wir bis neune,
     dann kommt des Meister`s Töchterlein,
     und bringt uns auf die Beine.
     
Ja so ist´s recht und so muss`s sein,
     lustig woll`n wir leben.
     Und kommen wir nicht in`s Himmelreich,
     dann kommen wir eben daneben.
     Vivat Kamerad,
     fremd Zimmermann wird kein Soldat.

3. Der Mittwoch,das ist die halbe Wochen,
     und hat der Meister das Fleisch gefressen,
     so bleiben ihm auch die Knochen.
     
Ja so ist´s recht und so muss`s sein,
     lustig Woll`n wir leben.
     Und kommen wir nicht in`s Himmelreich,
     dann kommen wir eben daneben.
     Vivat Kamerad,
     fremd Zimmermann wird kein Soldat.


4. Des Donnerstags,dann kocht die Meist`rin Bohnen,
     und wenn die Meisterin Bohnen kocht,
     so soll sie der Teufel holen.
     
Ja so ist´s recht und so muss`s sein,
     lustig Woll`n wir leben.
     Und kommen wir nicht in`s Himmelreich,
     dann kommen wir eben daneben.
     Vivat Kamerad,
     fremd Zimmermann wird kein Soldat.


5. Des Freitags,dann tut der Krauter prahlen,
     und wenn der liebe Samstag kommt,
     dann kann er nicht bezahlen
     
Ja so ist´s recht und so muss`s sein,
     lustig Woll`n wir leben.
     Und kommen wir nicht in`s Himmelreich,
     dann kommen wir eben daneben.
     Vivat Kamerad,
     fremd Zimmermann wird kein Soldat.




Lied Nr.13. Der Pfannenflicker auf der Walz, der leidet keine Not.   oben         ohne Text

1.
Der Pfannenflicker auf der Walz, der leidet keine Not.
     Wenn er sein Handwerk gut versteht, hat er sein täglich Brot.
     /: Der Pfannenfli-hik-ker macht sich nichts dria-dria-draus,
     er flickt die Pfanne, Pfanne, Pfanne von Haus zu Haus. :/

2. Einst kam er an ein grosses Haus, eine Mamsell schaut heraus.
     Einst kam er an ein grosses Haus, eine Mamsell schaut heraus.
     /:Ach Pfannenfli-hik-ker komm doch heria-ria-rein,
     hier wird schon was was was zu flicken sein. :/
     

3. Da reicht sie ihm eine Pfanne dar, die war bedeckt mit Moos.
     Darinnen war ein Löchelein wie ein Talerstück so gross.
     /: Ach Pfannenfli-hik-ker nehm dich in ia-ia-acht,
     das du das Loch, Loch, Loch nicht grösser machst. :/

4.
Und als sie nun beisammen war`n, die Pfanne ward geflickt.
     da hat sie ihm ein Talerstück wohl in die Hand gedrückt.
     /:Der Pfannenfli-hi-ker schwenkt seinen hia-hia-hut,
     ade,
ade Mamsell der Flick war gut. :/


5. Und als dreiviertel Jahr vergangen war, die Pfanne hielt nicht dicht,
     da schrieb sie ihm ein Briefelein, ach kehr doch bald zurück.
     /: Ach Pfannenfli-hik-ker komm doch zu ria-ria-rück,
     
das du das Loch, Loch, Loch noch einmal flickst! :/




Lied Nr.14. Der Wind weht übers Stoppelfeld in sonnenheisser Glut   oben         ohne Text

1.
Der Wind weht übers Stoppelfeld in sonnenheisser Glut
     und in der Tasch kein Kreuzer Geld, aber immer mit dem -
     heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
     und in der Tasch kein Kreuzer Geld aber immer mit dem Hut.

2. Was sah ich da am Wege steh´n, ein Mädel voller Glut,
     ich konnt sie ins Gesicht kaum seh´n, denn sie trug einen -
     Heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
     ich konnt sie ins Gesicht kaum Seh´n, aber immer mit dem Hut.


3. Ich sah ja nur ihr halb Gesicht, sah aus wie Milch und Blut.
     Ich sprach zu ihr mein Liebes Kind, ich bin dir herzlich -
     Heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
     ich sprach zu ihr mein Liebes Kind, ich bin dir herzlich gut.

4. Es dauert kaum dreiviertel Jahr und was die Liebe tut,
     gebar sie mir ein Kindelein, und das trug einen -
     Heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
     gebar sie mir ein Kindelein, und das trug einen Hut.


5. Dazu soll´t ich der Vater sein, das war mir gar nicht gut,
     ich hab´ sie nur ein einzig´mal gesehen mit dem -
     Heidi - heidu - heidallala - Heidi - heidu heidalla
     ich hab´ sie nur ein einzig´mal, gesehen mit dem Hut.





Lied Nr.15. Die Krauter bei heutigen Zeiten   oben         ohne Text

1.
Die Krauter bei heutigen Zeiten,
     das wollen grosse Herren sein.
     Ja sie scheeren ihre Leut.
     Ja sie scheeren ihre Leut, Leut, Leut
     ja sie Scheeren, ( ja sie Scheeren, ) (solo)
     ja sie Scheeren, ( ja sie Scheeren, ) (solo)
     ja sie scheeren ihre Leut,


2. Des Sonntags da gehn sie in ein Kaffee-, Kaffeehaus
     und streichen den Gesellen ihre Arbeit heraus.
     Daran haben sie ihre Freud.
     Daran haben sie ihre Freud, Freud, Freud
     daran haben, ( daran haben, ) (solo)
     daran haben, ( daran haben, ) (solo)
     Daran haben sie ihre Freud.


3. Des Montags, da Kommen sie auf der Zulage an,
     und schauen den Gesellen ihre Arbeit wohl an.
     Ja sie sehen ganz versoffen aus.
     Ja sie sehen ganz versoffen aus aus, aus
     ja sie sehen, ( ja sie sehen, )
(solo)
     ja sie sehen, ( ja sie sehen, ) (solo)
     ja sie sehen ganz versoffen aus.

4. Macht der eine oder andere einen falschen Riss,
     so heisst es gleich Geselle, das gefällt mir nicht.
     Mach es besser oder sonst fliegst´ raus.
     Mach es besser oder sonst fliegst´ raus, raus, raus,
     mach es besser, ( mach es besser, ) (solo)

     mach es besser, ( mach es besser, ) (solo)

     mach es besser oder sonst fliegst´ raus.


5. Wir Gesellen wollen uns daran nicht Kehren,
     wir wollen dem Krauter was anderes Lehren.
     Wir marschieren zum Abschiedstor hinaus.
     Wir kaschieren zum Abschiedstor hinaus, in sauss und brauss.
     Wir kaschieren, ( wir kaschieren ,) (solo)

     wir kaschieren, ( wir kaschieren, ) (solo)
     wir kaschieren zum Abschiedstor hinaus.

6. Die Hamburger Arbeit, die war uns schon recht,
     aber ihre Bezahlung, die ist gar so schlecht.
     Ja man kommt so früh auf den Spohn.
     Ja man kommt so früh auf den Spohn, Spohn, Spohn
     ja man kommt, ( ja man kommt, ) (solo)

     ja man kommt, ( ja man kommt, ) (solo)

     ja man kommt so früh auf den Spohn.

7. Lebt wohl ihr Hamburger Mädchen,
     wir ziehen in ein anderes Städtchen,
     Ja wo schönere Madels sein.
     Ja wo schönere Madels sein, sein, sein
     ja wo schönere, ( ja wo schönere, ) (solo)

     ja wo schönere, ( ja wo schönere, ) (solo)

     ja wo schönere Madels sein.

8. Spielt auf ihr Musikanten,
     wir wollen noch einmal Tanzen.
     Ja, nach dem Trompetenschall.
     Ja, nach dem Trompetenschall Ta-ral-la-la
     ja, nach dem, ( ja, nach dem,
) (solo)
     ja, nach dem, ( ja, nach dem, ) (solo)
     ja, nach dem Trompetenschall.

               



Lied Nr.16 Dort oben auf dem Berge   oben         ohne Text

1.
Dort oben auf dem Berge,
     da steht ein kleines Haus, Haus, Haus kleines Haus.
     //: Da schauen jeden Morgen, zideri, zidera, ziderallala
     drei lustige Zimmerleut raus,/ raus, raus, Zimmerleut raus. :/
     

2. Ach Mutter liebste Mutter,
     von denen möcht ich ein, ein , ein, möcht ich ein.
     //: Der mit den schwarzbraunen Äugelein´ zideri, zidera, ziderallala
     das soll mein liebster sein,/ sein, sein, liebster sein. :/
     

3. Ach Tochter, liebste Tochter,
     du bist noch viel zu jung, jung, jung viel zu jung.
     //: Schlaf du noch ein paar Jahre zideri, zidera, ziderallala
     in deinem Bett allein,/ lein, Lein, Bett allein. /:
     
4. Schlaf´ich noch ein paar Jahre
     in meinem Bett allein,/ Lein, Lein, Bett allein
     //: So schnür´ich meinen Berliner zideri, zidera, ziderallala
     und geh´ als Tippelschicks,/ schicks, Schicks, Tippelschicks. :/
     

5. Ach Mutter, liebste Mutter,
     geb´mir mein Reisegeld, Geld, Geld, Reisegeld.
     //:Das hat dein Vater versoffen zideri, zidera, ziderallala
     in lauter Köm und Bier,/ Bier, Bier, Köm und Bier. :/
     

6. Hat das mein Vater versoffen
     in lauter Köm und Bier, Bier, Bier, Köm und Bier.
     //: So dank´ich meinem Schöpfer zideri, zidera, ziderallala
     dass ich kein Zimmermann hab,/ hab, hab, Zimmermann hab´. :/
     

7
. Und dankst du deinem Schöpfer
     das du kein Zimmermann hast, hast, hast, Zimmermann hast.
     //: So nimm dir einen Mauermann zideri, zidera, ziderallala
     der säuft gleich aus dem Fass,/ Fass, Fass, aus dem Fass. :/
     
8. Wär ich als Knab´ gebohren,    
     so reist´ich durch die Welt, Welt, Welt durch die Welt.
     //: Denn in der Welt da ist es schön zideri, zidera, ziderallala
     da gib's auch Bier und Köm,/ Köm, Köm, Bier und Köm. :/
  



Lied Nr.17. Ei, was kann es denn wohl schön´res geben   oben         ohne Text

1.
Ei, was kann es denn wohl schon´res geben,
     als drei Jahre in die fremd´ zu geh´n.
     Es blüht der Weinstock, es Blühen die Reben,
     und das Wanderleben ist so schön.
     Ja, wenn die Vöglein so lustig singen,
     und wir fremd Mauerleut ( Zimmerleut ) ein Lied anstimmen,
     /: Ei, da da schallt es durch die Lüfte frei:
     Es lebe hoch die Kunst der Mauerei (Zimmerei ) . :/
     


2. Wandern wir von einem Ort zum andern,
     treffen wir so manchen Krauter an.
     Sind wir müde vom vielen Wandern,
     Ei so nehmen wir die Arbeit an.
     Wenn Hammer und Kelle ( Axt und Beil ) so lustig klingen,
     und wir fremd Mauerleut ( Zimmerleut ) ein Lied anstimmen.
     /: Ei, so schallt es richtig in der Luft:
     Es ist fremd Mauermann ( Zimmermann ), der Vivat ruft. :/
     
3. Haben wir nun einen Bau vollendet,
     Ei, so feiern wir den Richteschmaus.
     Da gibt es Speisen da gibt´s Getränke,
     und der Bauherr spricht sein Dank nun aus.
     Wenn dann die Gläser so lustig klingen,
     und wir fremd Mauerleut ( Zimmerleut ) ein Lied anstimmen.
     /: Ei, so schallt es durch den Saal entlang:
     Es lebe hoch der edle Handwerksstand. :/
     

4. Ist nun uns´re Wanderschaft beendet,
     waren lange in der Fremde draus.
     Hat der Weg sich wieder nun gewendet,
     kehren wir zurück ins Elternhaus.
     Was wir erfahren in jungen Jahren,
     das wollen wir im Her - zen tief bewahren,
     /: Drum singt froh aus heit´rer voller Brust:
     Ein Vivat hoch der schönen Wanderlust. :/
     




Lied Nr.18. Ein fremder Zimmrer bin ich zwar, bin ich zwar   oben         ohne Text

1.
Ein fremder Zimmrer bin ich zwar, bin ich zwar,
     muss reisen fremde Strassen.
     Kommen wir in eine Stadt hinnein, Stadt hinnein,
     wo es uns so gut gefallen.
     /: Bekommen wir keine Arbeit nicht, ja nicht,
     so ist das Stossen wohl unsere Pflicht. :/
     
2. Und naht die schöne Sommerszeit, Sommerszeit,
     und Arbeit ist vorhanden.
     Dann sein´s wir alle stets bereit, stets bereit,
     aber keiner will sie haben.
     /: Denn wir alle haben´s Reiselust, ja -lust,
     ein Vivat hoch der Handwerkskunst. :/
     

3. Und naht die kalte Winterszeit, Winterszeit,
     keine Arbeit ist zu finden.
     Dann sein´s wir alle stets bereit, stets bereit,
     wir werden die Not schon lindern.
     /: Dann gehen wir von Haus zu Haus, ja Haus
     und holen so manchen Schilling raus. :/
     

4. Und haben wir´s genug geschafft, genug geschafft,
     dann gehen wir nach Hause.
     Ein jeder hat was mitgebracht, mitgebracht.
     Ei so fangen wir an zu schmausen.
     /: Wir trinken unser Bier dazu, dazu,
     die Arbeitsgesellen sie schauen zu. :/
     
5. Und wer hat dieses Lied erdacht, Lied erdacht,
     bei einem Humpen Biere.
     Fremd Zimmerleute haben´s erdacht, haben´s erdacht.
     Denn sie mussten es selber probieren.
     /: Sie haben es gesungen im Österreicher Land, ja Land ,
     zu Wien am blauen Donaustrand. :/
     




Lied Nr.19. Eines Abends auf St. Pauli sah´ ich eine Hu... Stehn   oben         ohne Text

1.
Eines Abends auf St. Pauli sah ich eine Hure stehn.
     /: Sie hat mir so wunderschön gefallen und ich sollte mit ihr geh´n. :/
     

2. Soll ich denn mein blutjunges Leben, das wie eine Rose blüht,
     /: einem solchen Mädel geben, die so viele andre liebt. :/
     

3. Rosarot war´n ihre Wangen, zuckersüss war auch ihr roter Mund,
     /: tausend Küsse hat sie schon empfangen bei so später Abendstund! :/
     

4. Mädel bist du einmal schwanger, schiebe nicht die Schuld auf mich,
     /: denn ich bin ein stolzer fremder Zimm´rer, und es wäre schade um mich. :/
     

5. Bist du auch ein stolzer fremder Zimm´rer und es wäre schade um dich,
     /: meine Unschuld sollst du mir bezahlen und es bleibt alleine für mich. :/
     

6. Deine Unschuld zu bezahlen fällt mir ja im Traume nicht ein,
     /: eine Wiege will ich dir erbauen, aber nicht der Vater sein. :/

7. Und der Femde zog vondannen, schwenkt zum Abschied seinen Hut,
    /: lebe wohl du alte Tippelstiene für eine Nacht, da warst du gut. :/




Lied Nr.20. Ein Liedlein ist gesungen, ein Schnäpschen folgt darauf   oben         ohne Text

  1.
Ein Liedlein ist gesungen, ein Schnäpschen folgt darauf,
       bei Maurer- und bei Zimmerleut da ist das so ein Brauch.
       Und einmal Bier und zweimal Bier und dreimal mit Courage,
       und wenn der Wirt nicht pumpen will, dann leckt er uns am ..............
      
       Lerge, Lerge, o----h , w--i--e sch-ön sangest du Marie!!
    

  2. Und die Erbsen und die Bohnen die haben uns vertrieben,
       sonst wär´n wir noch länger in Hamburg geblieben!
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
       Doch der Kinnbart bleibt steh´n!

    

  3. Sechs Äpfel für´n Dreier und die Hälfte sein´s süss,
       und die Hamburger jungen Madel haben alle Platte Füss!
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
       doch der Kinnbart bleibt steh´n!

      

  4. Sechs Eier für´n dreier und die hälfte sein´s fauel,
       und die Hamburger jungen Mädchen haben alle ein schiefes Maul!
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
       doch der Kinnbart bleibt steh´n!  

         

  5. In Hamburg auf St. Pauli da steht ein Karussell,
       da reiten sechs Fremde auf einen Mamsell!     
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
       doch der Kinnbart bleibt steh´n!

      

  6. Ja, bin in Hamburg gewesen, habe Jungfern gesucht,
       habe keine gefunden, aber Sponkrei´n genug!
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
       doch der Kinnbart bleibt steh´n!

    

  7. Bin in Bielefeld gewesen , da hat´s mir gefallen,
       da gab´s Spinnerschicksen, solche netten und drallen!
      Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
    
   also rutschen wir ein Stückchen weiter.
    
   Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
    
   doch der Kinnbart bleibt steh´n!


  8. Bin liederlich gewesen, bin liederlich noch heut´,
       und das liederliche junge Leben gefällt uns Zimmerleut!
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,

       doch der Kinnbart bleibt steh´n!
    

  9. Jetzt freu´ dich liebe Mutter, nun kommt dein lieber Sohn,
       hat die Gelder versoffen, ist ganz schändlich auf dem Spohn!
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
       doch der Kinnbart bleibt steh´n!

    

10. Dem Vater am Fenster, dem wird schon ganz übel,
       er sieht seinen Sohn ganz schändlich auf dem Kübel!
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
       doch der Kinnbart bleibt steh´n!

        

11. Du liederlicher junger Bursche du musst dich bekehren,
       aus einem fremd Zimmermann kann auch noch was werden!
       Zum-Zingel-Zangel mit der Witschel-Watschel,
       also rutschen wir ein Stückchen weiter.
       Zum Zingel-Zangel mit dem Schnautzbart,
       doch der Kinnbart bleibt steh´n!
      
  



Lied Nr.21 Einst gedacht ich auszuruhen
  oben         ohne Text

1.
/: Einst gedacht ich auszuruhen,
    Wohl eineinhalb, dreiviertel Stunde. :/
    /: Ei sieh, da kam, ein holdes Mägtelein. :/
    Sie war so schön, wie Milch und Blut.

2. Madel hast du nicht den roten,
    den Kaiserlichen Prinz gesehn.
    Oder war´n es die Franzosen,
    die über´n Rhein marschieret sind.
    /: Es war´n für wahr, für wahr drei fremde Zimmerleute, :/
    Die über´n Rhein getippelt sind.
    
3. /: Und sie hob ihr rosa Röckchen,
    Ihr schneeweiss´ Hemdchen in die Höhe. :/
    Da konnt man Seh´n, ja Seh,n den Venusgarten. :/
    Den allerschönsten Wasserfall.
    

4. /: Übers Jahr kam sie gegangen,
    so weiss wie Schnee war´n ihre Wangen. :/
    /: In ihrem Arm, ja Arm trug sie ein Körblein, :/
    Worin ein jung fremd Zimmermann lag.
    




Lied Nr.22. Ein Groffschmied sett in goder Roh   oben         ohne Text

  1. /: Ein Groffschmidt sett in goder Roh :/
    
  un smökt sien Piep Taback dor tu.
    
  Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    
  2. /:Wat Klopt denn dor an mine Dör :/
    
  as wenn´s de Dübel sülbst dat wär.
    
  Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .

  
3. /: Al wedder en Breef von de Hall´sche Post :/
    
  de mi so manchen Doler kost.
    
  Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    
  4. /: Wat schriwt denn dor min Söhn, de Fritz :/
    
  de op de hohe school rumflitzt.
    
  Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    
  5. /: Du schast mal schnell na Halle kam´n :/
    
  un dinen Fritz dat Fell versahl´n.
    
  Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    
      
  6. /: Dor föhr de Ol na Halle hin :/
    
  för ene Mark und fofftig Penn.
    
  Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    
      
  7. /: Un as de Ol na Halle käm :/
    
  dor kofft he sick en groten Köm.
    
  Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    
  
  
8. /: Wo wohnt den hier min Söhn, de Fritz :/
    
  de op de hohe School rumflitzt.
    
  Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    
      
  
9. /: Din Söhn, de wohnt in " Golden Stern", :/
      und hebt de lütten Deerns so gern.
      Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    
      
   
      Melodiewechsel und hochdeutsch ( Solo )
10
. Guten Tag, guten Ta-ag mein Herr Papa.
      Wie geht´s zu Hau-au-se der Frau Mama?
      Ist auch das Schwe-e-sterlein zu Haus?
      Wie sieht´s mit me-e-inem Wechsel aus

      
        Wieder alle zusammen in Plattdeutsch
1
1. /: Von dissen Wessel swieg man still:/
      ick di dat Fell versahlen will.
      Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
      
   
      Melodiewechsel und hochdeutsch ( Solo )
12. Was hab ich eu-eu-ch zu Leid getan?
      So fährt man ke-e-inen Burschen an.
      den ganzen Ta-a-g habe ich studiert.
      und abends au-u-ch noch rumpoussiert.

        
Wieder alle zusammen in Plattdeutsch    

12. /: Dat Rumpoussieren dat schast man laten :/
      schast leber up dann Amboss slahn..
      Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .


  
       
Melodiewechsel und hochdeutsch ( Solo )
13. Ach Vater, we-e-nn ich Groffschmied wär,
      wär ich Solda-a-t bei meiner Ehr.
      Und gebt ihr mi-i-r nicht gleich das Geld,
      so seht ihr eu-u-ren Sohn als Held.


        Wieder alle zusammen in Plattdeutsch     
14. /: För dittmal schalt geschenkt noch sien :/
      du As, du beest, du Reubenschwien.
      Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    

15. /: nu will´k man schnell na Hus hengahn :/
      und düchtig op den Anboss slahn.
      Zieri ziro ziera la la - zieri - ziro - zira la la .
    




Lied Nr.23. Es ist mir wirklich zum Verdruss, zideringtand-tingtang-tei
  oben         ohne Text

1.
Es ist mir wirklich zum Verdruss, zideringtang-tingtang-tei,
     dass ich aus Hamburg scheiden muss, zideringtang-tingtang-tei.
     /:Darin hab ich viel Schuld´ gemacht, strude-ride-rallala,
     und ans Bezahlen nie gedacht, zideringtang-tingtang-tei. :/
   

2.
Ei sieh´, da kam der Schuster her, zideringtang-tingtang-tei.
     Der bracht´ mir so´Ne Rechnung her, zideringtang-tingtang-tei.
     /: Für ein Paar nagelneue Schuh´, strude-ride-rallala,
     und sechs Paar Sohlen noch dazu, zideringtang-tingtang-tei. :/
   

3.
Ei sieh´, da kam der Schneider her, zideringtang-tingtang-tei,
     der bracht´mir so´Ne Rechnung her, zideringtang-tingtang-tei.
     /: Für eine nagelneue Kluft, strude-ride-rallala,
     He du verdammter Ziegenbock, klei du mi fix an Mors. :/
   

4. Ei sieh´
, da kam der Vater her, zideringtang-tingtang-tei,
     der bracht mir so´Ne Rechnung her, zideringtang-tingtang-tei.
     /: Für sechsunddreissig Humpen Bier, strude-ride-rallala,
     das Geld bekommt er nie dafür, zideringtang-tingtang-tei. :/
   

5.
Ei sieh´da kam der Schutzmann her, zideringtang-tingtang-tei,
     der bracht mir so´Ne Rechnung her, zideringtang-tingtang-tei.
     /: Für einen nächtlichen Radau , strude-ride-rallala,
     da war ich sicher wieder blau, zideringtang-tingtang-tei. :/
   

6.
Und sieh´, da kam die Schwester her, zideringtang-tingtang-tei,
     die bracht´ mir so was Kleines her, zideringtang-tingtang-tei.
     /: Dazu soll ich der Vater sein, strude-ride-rallala,
     da Schlag ein Himmeldonnerwetter rein, zideringtang-tingtang-tei. :/
   

7. Ich hab´ sie nur ein einzigmal, zideringtang-tingtang-tei,
     geschoben auf der Kegelbahn, zideringtang-tingtang-tei.
     /: Und neunzehnmal im Ziegenstall, strude-ride-rallala,
     das macht zusammen zwanzig mal, zideringtang-tingtang-tei. :/
   




Lied Nr.24. Es steht ein Wirtshaus wohl an dem Rhein   oben         ohne Text

1.
Es steht ein Wirtshaus wohl an dem Rhein.
     Da kehrten fremde Zimmerleute ein, ja Zimmerleut´ ein.
     /: Und Frau Wirtin, sie sass wohl hinterm Ofen.
     Gesellen sassen an einem Tisch.
     Keinen Wein wollte sie mehr holen. :/
     

2. Frau Wirtin, sie hat einen getreuen Mann.
     Der war den Zimmerleuten zugetan, ja zugetan.
     /: Und er holte von dem aller-allerbesten,
     Rosmarin und Champagner - pagner Wein.
     Und er gab es den fremden Zimmerleuten zum Besten. :/
     
3. Frau Wirtin, sie hat einen getreuen Knecht.
     Und was er tat, ja das war ihr recht, das war ihr recht.
     /: Und er spannte seine Rosse vor den Wagen,
      fuhr den Rheinstrom wohl auf, wohl ab.
      Fremde Zimmerleute wollt´er fahren. :/
     
4. Frau Wirtin, sie hat eine getreue Markd.
     Sie sass im Garten, und pflückt Salat, und pflückt Salat.
     /: Und sie setzt sich auf des Türes Schwelle.
     Bis das Glöcklein wohl elf Uhr, zwölf Uhr schlägt.
     Und sie wartet auf fremd Zimmermannsgesellen. :/
     
5. Und als das Glöcklein wohl ein Uhr, zwei Uhr schlug,
     kein fremder Zimmermann sich sehen liess, sich sehen liess.
     /: Ja da fing sie ganz bitterlich zu weinen an.
     Ei. Ei, Ei, was fang ich, fang ich an.
     Diese Nacht schlaf ich wiederum alleine. :/
     

6. Und als das Glöcklein wohl zwei Uhr, drei Uhr schlug,
     ein fremder Zimmermann sich sehen liess, sich sehen liess.
     /: Ja, und sie schliefen so selig beisammen,
     bis de helle, helle Tag anbrach.
     Und fremd Zimmermann, der zog von dannen. :/




Lied Nr.25. Es wohn ein Müller an jenem Deich   oben         ohne Text

  1. ( solo ) Es wohnt ein Müller an jenem Deich.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
      
( Solo ) Der hat Ne Tochter die war reich.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo,
      he
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
      He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

     
  2.
( Solo ) Im Dorf, das wohnt ein Edelmann
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Der wollt des Müllers Tochter hab´n.
       ( wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

       

  3. ( Solo ) Der Edelmann hat einen Knecht.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Und was der tat, das war ihm recht.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.
 

  4. ( Solo ) Er steckt den Edelmann in einen Sack.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) und trug ihn zu der Mühl hinab.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

 
  5. ( Solo ) Guten Tag, guten Tag Frau Müllerin.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Wo stell ich meinen Hafersack hin.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

  6. ( Solo ) Stell du ihn nur in jene Eck
      ( von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Gleich neben meine Tochters Bett.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

  
  7. ( Solo ) Es war wohl um die Mitternacht.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Der Hafersack sich lustig macht.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

 
  8. ( Solo ) Der Hafersack Kriegt Händ´ und Füss
      ( von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Und in der Mitt nen langen Spiess.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

   
  9. ( Solo ) Ach Mutter, Mutter mach mal Licht
      ( von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Ein Hafersack schwer auf mir liegt.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

   
10.
( Solo ) Ach Tochter hat´s doch still geschwiegen
      ( von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Ein Edelmann hätt´s du könn´ kriegen.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

   
11. ( Solo ) Ein Edelmann den will ich nicht.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Ein Zimmermann viel tiefer sticht.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

   
12. ( Solo ) Ein Mauermann, den muss es sein.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) und sollt ich in die Schweiz hinein.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

   
13. ( Solo ) Ein Pappeldecker, den will ich haben.
      ( Von allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Und soll´t ich ihn aus der Erd´raus graben.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

   
14. ( Solo ) Ein Zimmermann den muss man lieben.
      ( 0 allen gesungen ) Jo, jo, jo.
       
( Solo ) Der kann von vorn und hinten schieben.
       ( Wieder von alle gesungen ) Jo, jo, jo,
       He
justambiss, He justambiss, He struderiderallala,
       He
justambiss, He justambiss, He struderidera.

   


Lied Nr.26. Es wohnte ein Krauter zu Frankfurt an dem Maine   oben         ohne Text

  1. Es wohnte ein Krauter zu Frankfurt an dem Maine.
       Der hielt sich Gesellen zu Zweien und zu dreien.
       Und der Erste der sprach,: mir ist ja gar nicht wohl, hei, ist ja gar nicht wohl.
       /: Der Zweite war besoffen, der Dritte der war voll. :/
       

  2. Gesellen, Gesellen, seit´s unter uns verschwiegen. 
       Wir lassen dem Krauter die Arbeit heute liegen.
       Denn wir wollen ein wenig spazieren-zieren geh´n, hei, spazieren-zieren gehn.
      
/: Zu Frankfurt an dem Maine wo Schöner´e Madels sein :/
     

  3. Und als die Gesellen in der Herberg angekommen.
       Da hat sie der Vater mit Freuden aufgenommen.
       Gesellen, Gesellen, Willkommen sollt ihr sein, hei, Willkommen sollt ihr sein.
       /: Was wollt ihr für ein Essen, was wollt ihr für ein´ Wein. :/
     

  4. Zu essen Woll´n wir haben den besten Schweinebraten.
       Und was wir wollen trinken, das ist ja leicht zu raten.
       Denn der Fränkische Wein, ist auch ein guter Wein, hei, auch ein guter Wein.
       /: Denselben Woll´n wir haben und dabei lustig sein. :/
     

  5. Und als die Gesellen gegessen und getrunken.
       Da schickte der Krauter den naseweisen Jungen.
       Gesellen, Gesellen, nach Hause sollt ihr kommen, hei, nach Hause sollt ihr Kommen
       /: Den Abschied sollt ihr haben in einer viertel Stund. :/
       

  6. Und als die Gesellen zu Hause angekommen.
       Da hat sie der Krauter gar patzig aufgenommen.
       Ihr scheint mir die rechten Gesellen zu sein, hei, Gesellen zu sein.
       /: Zum Fressen und zum Saufen, für die Arbeit hab´ ich kein. :/
     

  7. Da schnürten die Gesellen ihr Felleis´ auf den Rücken.
      Und zogen wohl über die Sachsenhauser Brücken.
      Da begegnete ihnen des Meisters Töchterlein, hei, Meisters Töchterlein.
       /: Gesellen, wollt ihr reisen, so lasst mich nicht allein. :/
     
     
  8. Der erste, der fasst sie ans Zipfel-Zapfel-Löckchen.
       Der zweite der fasst sie ans Zipfel-Zapfel-Röckchen.
       Und der dritte der legt sich gleich oben, oben drauf, hei, oben, oben drauf.
       /: Da kam der Krauter gelaufen und legt sein Schutzfell drauf.. :/
     
     
  9. Ach Meister, ach Meister, was wollen sie den haben..
       In dreiviertel Jahren ein wunderschönen Knaben.
       Und der soll werden, soll werden ein fremd Zimmermannsgesell, hei, fremd Zimmermannsgesell..
       /: Damit er auch kann fahren zum Teufel in die Holl. :/
     
     
10. Und als die Gesellen in der Hölle angekommen.
       Da hat sie der Teufel mit Freuden aufgenommen.
       Gesellen, Gesellen, Willkommen sollt ihr sein, hei, Willkommen sollt ihr sein.
       /: Zum Fegefeuer schnüren und dabei lustig sein. :/
     
     



Lied Nr.27. Es zogen fremde Zimmerleut, wohl über den Rhein,
  oben         ohne Text

1.
/ :Es zogen fremde Zimmerleut wohl über den Rhein, wohl übern Rhein. :/
     /: Bei einer Frau Wirtin, bei einer Frau Wirtin,
      ja bei einer Frau Wirtin da kehrten sie ein. :/
     

2.
 /: Frau Wirtin, Frau Wirtin, wo schläft ihr Töchterlein die ganze Nacht. :/
     /: Mein Töchterlein, mein Töchterlein, das schläft die ganze Nacht allein,
     ja das schläft, ja das schläft die ganze Nacht allein. :/
     

3. /: Und als das schwarzbraun Madel, vom Schlaf ist aufgewacht, ist aufgewacht. :/
     /: Da fing sie an zu weinen, ja da fing sie an zu weinen, ja da fin sie ganz bitterlich zu weinen an. :/
     

4. /: Sag schwarz-braunes Madel,warum weines du so sehr, ja, ja, so sehr. ::/
     /: Weil mich ein fremder Zimm´rer, Ei das vergess ich nimmer, hat mich heute Nacht um meine Ehre gebracht. :/
     

5. /: Erkennest du ihn wieder, erkennest du ihn noch, ja du ihn noch. :/
     /: Ja, Ja ich kenn ihn wieder, es war ein Fremdgeschriebener, den er trug, ja er trug die schwarze Ehrbarheit. :/
     

6. /: Der Altgesell,der Altgesell, ein ganz versoffnes Huhn in seinem Brand. :/
     /: Er liess die Stenze rasseln, fremde Zimmerleute liess er schnasseln, aber keiner, aber keiner wollt´s gewesen sein. :/
     

7. /: Da trat aus ihrer Mitte der Fassgesell hervor, in seinem Brand. :/
     ( Solo )  Wills keiner von euch wagen die Ehr des Mädchens tragen so will ich, so will ich des Kindes Vater sein.
     ( gemeinsam )  Wills keiner von euch wagen, die Ehr des Mädchens tragen, so will ich, so will ich des Kindes Vater sein.
     

     (Viel Edelmut vom Fassgeselln. Das Ende dieser Geschichte ist mir leider nicht bekannt aber wollen wir mal hoffen das damals der Wahre Täter gefunden und bestraft wurde )




Lied Nr.28. Fort mit den Grillen! fort mit den Sorgen! ( schnell )   oben         ohne Text

1.
Fort mit den Grillen! fort mit den Sorgen!
     Lustig ist fremd Zimmer- ( Maurer ) mannsblut.
     /: Denn wir müssen in die Welt rein fahren
     und haben immer frischen frohen / Mia-mia-mut. :/ Mut. /
 

2. Herzgeliebte Eltern, seid nicht so betrübet,
     weil ich von euch scheiden muss.
     /: Denn mein Berliner der ist ja schon geschnüret,
     und morgen gehts zum Abschiedstor / hin-ia-ia-aus. :/ hinaus. /
 

3. Herzgeliebtes Madel sei nicht so betrübet,
     weil ich von dir scheiden muss.
     /: Haben einander so zärtlich geliebet,
     drum gib mir zu Abschied einen / Kia-kia-kuss. :/ Abschiedskuss. /
 

4. Pflückest du die Rosen, Pflückest du die Nelken,
     Pflücke du auch eine für mich!
     /: Und ich will dir ein Brieflein schreiben,
     darinnen steht: Vergiss mein / nia-nia-nicht. :/ nicht. /
 

5. Spanien und Portugal haben wir bereiset
     und das schöne Land die Schweiz.
     /: Schweden und Norwegen wollen wir bereisen,
     bei Regen, Schnee, Sturm oder / ia-ia-Eis. :/ Eis. /
       

6. Wie so mancher brave Zimmer- ( Maurer ) mannsgeselle
     drückt so früh die Augen zu.
     /: Ist vom Gerüste heruntergefallen
     und findet in der Erde seine / ria-ria-Ruh! :/ Ruh. /
        

7. Kommen dann die Maden, kommen dann die Würmer,
     teilen seinen Leichnam sich.
     /: Ja wir müssen uns bei Petrus beschweren,
     Ein Zimmer- ( Maurer ) mann der leidet / fia-fia-fürchterlich! :/ füchterlich.-Am Suff /




Lied Nr.29. Fort mit den Grillen! fort mit den Sorgen. ( langsam )
  oben         ohne Text

1.
Fort mit den Grillen, fort mit den Sorgen.
    Bin ich in der Fremde, hoch in Deutschlands Norden.
    /: So wie in der Ferne,so, wie in der Weite,
    stehest du geliebte mein, mir immer treu zur Seite. :/
   

2. Fort mit den Grillen, fort mit den Sorgen.
    Bist du Deutschlands Tochter, musst du viel erfahren.
    /: Bist du ein fremd Zimmermannsbraut, dir gehört mein Leben,
    dir gehört mein Herz allein, der Freiheit all mein Streben. :/
   

3. Bin als Braunschweiger geboren, will als Braunschweiger sterben,
    für das Land der Väter, für das Land der Erben.
    /: Schmettert eine Kugel mich im Kampfe nieder,
    so leb´denn wohl, Geliebte mein, im Potthoff sehen wir uns wieder. :/




Lied Nr.30. Fremder Maurer, willst du reisen   oben         ohne Text

1. Fremder Maurer, willst du reisen,
    Ei, so sag´, was tat ich dir?
    Von der Heimat willst du scheiden,

    warum willst du fort von hier?
    Hörst du nicht des Meeres Rauschen?
    Das Getöse macht mir Schmerz.
    /: Und die Gesänge der fremd´Mauerleut,
    sie zerreisen mir das Herz. :/
   
2. Denkst du noch an jene Stunden?
    Wo wir uns zu letzt geseh´n?
    Liebe floss aus deinem Munde,
    damals warst du jung und schön!
    Damals warst du froh und heiter,
    damals warst du ungetrübt
    /: Und jetzt, da willst du wieder weiter,
    fort von der die treu dich liebt. :/
   

3. Oder hast in Deutschlands Norden,
    eine Jungfrau hold und schön,
    die dich hält in ihren Armen,
    wo dein ganzer Sinn nach steht?
    Deine Sklavin will ich werden,
    deine Sklavin will ich sein.
    /: Dich nie verlassen hier auf Erden,
   
will auch stets dein Eigen sein. :/
       

4. Als die Sonn´am andern Morgen,
    wiederum schien ins Tal hinaus,
    zog ein Mauermann gen Norden,
    wiederum in sein trautes Heim.
    Drum ihr Mädels lasst euch sagen,
    jung Mauermanns Liebe währt nicht lang´.
    /: Vom späten Abend bis zum Morgen,
    geschieden muss sein, das wisst ihr all. :/
   
5. Das ist das Los des fremden Maurers,
    der da zieht von Ort zu Ort.
    Hat er sich gerad angefreundet,
    muss er auch schon wieder fort.
    Westerland du schönes Städtchen,
    Westerland du schöne Stadt.
    /: Darinnen gibt es schöne Mädchen,
    die man treu geliebet hat. :/




Lied Nr.31. Frisch auf, frisch auf zum Jagen, Jagen, Jagen   oben         ohne Text
   
1.
/: Frisch auf, frisch auf zum Jagen, Jagen, Jagen
    frisch auf die Alm rauf zieh´n. :/
    /: Denn das Jagen ist ein so lustiges Leben.
    Das Wildbrett muss brav Gelder, Gelder geben.
    Ja, Jagen das ist alle meine Freud.
    Drum jag ich alle Zeit. :/
   
2. Und als wir nun auf die Alm rauf kamen,
    sprach stolz die Sennerin.
    Was esset und was trinket, trinket ihr
    und was ist ihr Pläsier?
    /: Schenken sie nur ein, Bier und Brandewein.
    Dazu ein Glas Tiroler-roler Wein
    und machen sie mir einen Specksalat
    für mich und mein Kam´rad. :/
   

3. /: Und als wir nun gegessen und getrunken,
    fährt mich mein Schatz nach Haus. :/
    /: Bleibe du nur bis der Kuckuck schreit.
    Der helle, helle Tag ist nicht mehr weit.
    Ade, Ade Schatz lebe, lebe wohl.
    Jetzt geht es in das Land Tirol. :/


   
   
Lied Nr.32. Frisch auf, ihr Brüder , derweil wir sein   oben         ohne Text
   
1. Frisch auf ihr Brüder, derweil wir sein
,
    weil wir noch jung an Jahren sein.
    Woll´n wir uns in die Fremde begeben,
    was schön´res zu erleben.
    Auf das man lernet hier und dort,
    wie sich´s gebühret am fremden Ort.
    Wie man die Arbeit dort anfassen tut.
    Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
    Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!
   

2. Kommt man in eine Stadt hinein,
    wo unser Bleiben scheint zu sein.
    Wo man brav schulden machen kann,
    da nehmen wir Arbeit an.
    Wir hobeln, wir sägen, wir stemmen dabei,
    ( Wir mauern, wir putzen, wir fugen dabei, )
    Die Arbeit sie ist uns ja ganz einerlei,
    Wir versaufen den Rock, aber niemals den Hut.
    Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
    Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!

   
3. Hat man sechs Madel in einer Stadt,
    die man so treu geliebet hat.
    Und wiederum von ihnen scheiden muss,
    das gibt einen traurigen Schluss.
    Ihr Mädchen, grämet euch nicht so sehr,
    es gibt ja fremd Zimmerleut´ wie Sand am Meer.
    Sie versaufen den Rock, aber niemals den Hut
    Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
    Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!
   
4. Kommt nun der kalte Winter heran,
    das man es vor Kälte kaum aushalten kann.
    Das Wasser das frieret im Schleifstein ein.
    Der Teufel mag Zimmermann sein!
    da resolvieren wir uns behend
    und machen der Arbeit ein baldiges End.
    Wir versaufen den Rock, aber niemals den Hut.
    Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
    Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!

   
5. Kommt erst der heisse Sommer heran,
    das man es vor Hitze kaum aushalten kann.
    Das Bier das trocknet im Glase ein.
    Der Teufel mag Zimmermann sein!
    da resolvieren wir uns behend´
    und machen der Arbeit ein baldiges End´.
    Wir versaufen den Rock, aber niemals den Hut.
    Hoch lebe der Mann mit dem Hut!
    Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!

   
6. Drum lasst uns nicht verdrossen sein,
    weil wir noch jung an Jahren sein.
    Da draussen, da wehet ein kühler Wind.
    Seid lustig, seid fröhlich, Gesellen!
    Es gibt noch in der Fremde Pläsier,
    sei es in Braunschweig oder allhier.
    Gefochtenes Brot schmeckt noch einmal so gut.
    Hoch lebe der Mann mit dem Hut.

    Hoch lebe fremd Zimmermannsblut!

   



Lied Nr.33. Frisch auf ihr Handwerksgesellen bum, bum   oben         ohne Text
   
1.
Frisch auf ihr Handwerksgesellen bum, bum.
    Frisch auf ermuntert euch!
    Das Glöcklein hat sechs Uhr geschlagen bum, bum,
    verflossen ist unsere Zeit.
    Bums vallari-vallario, verflossen ist unsere Zeit.
   
2. Dann steigen wir auf die Stellage bum, bum
    wo schönere Madels sein.
    Und zeigen ein wenig Courage bum, bum.
    Ein jeder mit seiner allein.
    Bums vallari-vollario, Ein jeder mit seiner allein.
   
3. Und eh´wir´s uns vermuten bum, bum,
    und eh´ wir´s uns versah´n.
    Da kam der Krauter gelaufen bum, bum,
    wohl um die Ecke herum.
    Bums vallari-vollario, wohl um die Ecke herum.
   
4. Guten Morgen ihr faulen Gesellen bum, bum,
    guten Morgen mein fauler Polier.
    Ihr tut euch hier Weiber bestellen bum, bum,
    und schaut euch die Arbeit wohl an.
    Bums vallari-vollario,
und schaut euch die Arbeit wohl an.
   
5. Für dieses mal lass ich es gelten bum, bum,
    für dieses mal lass ich es sein.
 
   Ich werd es euch vergelten bum, bum,
    kommt erst der kalte Winter herein.
    Bums vallari-vollario, kommt erst der kalte Winter herein.
   
6. Und eh´s wir´s uns vermuten bum, bum,
    und eh´ wir´s uns versahn.
    Da kam der Bauherr gegangen bum, bum,
    wohl um die Ecke herum.
    Bums vallari-vollario,
wohl um die Ecke herum.
   
7. Guten Morgen ihr fleissigen Gesellen bum, bum,
    Guten Morgen mein fleissiger Polier.
 
   Ach tut mir den einzigen Gefallen bum, bum,
    sauft diese Buddel Brandewein leer.
    Bums vallari-vollario, sauft diese Buddel Brandewein leer.
   
8. Dann heisst es Vivat es lebe bum, bum,
    der Bauherr und sein Weib.
    Und auch der Sponkrauter daneben bum, bum,
    mit seinen versoffenen Zimmerleut.
    Bums vallari-vollario,
mit seinen versoffenen Zimmerleut.
   



Lied Nr.34. Froh vereint im Handwerkssaale   oben         ohne Text

  1.
Froh vereint im Handwerkssaale,
       sassen fremde Zimmerleut´ ( Mauerleut´ ).
      /: Sieh, da klopft´s mit einem Male :/
      /: dreimal an die Stubentür :/
   

  2. Mit Gunst, Erlaubnis! spricht der Fremde,
      ist die Zimmerherberg´ hier?
      /: Wo ein jeder Zugereiste :/
      /: Findet steht's sein Nachtquartier? :/
   

  3. Das ist löblich, "
spricht ein jeder,
      Kam´rad setz´ dich zu uns her.
      /: Von dem Stenz und dem Berliner :/
      /: mach er seine Arme leer. :/

   
  4. Kam´rad bist du zugereiset,

      was für´n Landsmann bist den du?
      /: Kannst du mir die Zettel zeigen? :/
      /: Seih so gut und tu´ es gleich! :/
  
  5. M
agdeburg ist meine Heimat,
      Lübeck war mein letzter Ort.
      /: Wo es mir so schön gefallen :/
      /: doch zum Reisen zog´s mich fort! :/
  
  6.
Vivat, Kam´rad! Lass dir´s schmecken,
      diesen Köm und dies Glas Bier.
      /: Spricht der Altgesell zu jenem. :/
      /: Komm, schreib deinen Namen hier! :/
     

  7.
Und das Schreiben hat ein Ende,
      ganz kommode sitzt er da.
      /:Jedem reicht er jetzt Hände :/
      /: Wie es stehts bei uns geschah! :/
  
  8.
Zimmerhandwerk ( Maurerhandwerk ) edles Handwerk
      bringt so manche Freude dar´.
      /: Wolte Gott, es sei gegeben :/
      /: Noch so manches liebe Jahr! :/
  
  9. Und mit Singen und mit Scherzen

     
wird so manches Fass geleert.
      /: In dem Kopf hat man viel Schmerzen. :/
      /: Kehrt man heim bei dunkler Nacht. :/
  
10.
Lasset eure Lieder schallen,
      dass man´s auf der Strasse hört.
      /: Nehmt euch nur in acht vor allem, :/
      /: dass euch nicht der Schutzmann stört! :/
  



Lied Nr.35. Heute´scheid ich morgen wand´re ich   oben         ohne Text

1. /: Heute scheid´ ich morgen wand´re ich

     keine Seele, sie weint um mich, sie weint um mich. :/
     /: Ist´s die eine nicht so ist´s die and´re
     und wer bekümmert-kümmert sich wohl wenn ich wand´re
.
     Bei so schöner Sommer - Sommerzeit. :/

2. /: Ei, so geb ich meinem Stenz die Sporen
     und marschiere zu Abschiedstor hinaus, in saus und Braus. :/
     /: Mein feins Liebeleien wohl zum Gefallen,
     sie war die Allerschönste ja von ganz St. Gallen.
     Schade das ich abreisen muss. :/

3. /: Sie dreht sich um und dumm und weinte bitterlich,
     denn der Abschied der fällt ihr ja so schwer, ja, ja, so schwer :/
     /: Aus ihren Äugelein da flossen Tränen,
      aus meiner Pulle - Pulle da floss Bier und Sherry - Brandewein.
     Schneller als der Rheinstrom floss. :/


4. /: Die dunkle Nacht sie hat uns überfallen,
     hier auf dieser so schönen Wallachhei, ja Wallachhei. :/
     /: Hier Woll´n wir uns ein Zelt aufschlagen
      und unser junges frisches Leben noch einmal wagen.
     Hier auf dieser so schönen Wallachei. :/

5. /: Ei so hab ich denn noch zwei Pistolen,
     die da schiessen wohl ein, zwei Schuss, wohl auf die Brust. :/
     /: Schiesst die eine nicht, so schiesst die and´re

     und wer bekümmert - kümmert sich wohl wenn ich wand´re.
     Bei so schöner Sommer - Sommerzeit. :/

     ( Ja wenn´s auch schneit, bei Regen, Schnee, Sturm oder Eis, so´n Scheiss, wir sein´s bereit )




Lied Nr.36. Heute Hier morgen dort    von Hannes Wader
  oben         ohne Text

Danke an Hannes Wader!
Das er ein solches Lied geschrieben hat, das uns reisenden Handwerkern wie auf den Leib geschrieben ist.
Danke auch dafür, das er mir persönlich am 18.02.03 in Hamburg erlaubt hat, es hier auf dieser Seite
zu veröffentlichen.
Ein Mensch wie Hannes Wader, dem Frieden und Freiheit in all seinen Liedern so wichtig ist,
hat es einfach verdient, das seine Lieder noch in 100 Jahren von gleichdenkenden Mitmenschen gesungen werden.
So wie wir heute all die anderen Lieder schallern, die schon mehr als 100 Jahre alt sind .
Vielleicht singt "schallert" er es ja mal irgendwann mit uns zusammen?

1.
Heute hier morgen dort
     bin kaum da muss ich fort,
     hab mich niemals deswegen beklagt.
     Hab es selbst so gewählt,
     nie die Jahre gezahlt,
     nicht nach gestern und morgen gefragt.
    
            Refrain:
     Manchmal t
räume ich schwer
     und dann denk ich es wär,
     Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun.
     So vergeht Jahr um Jahr
     und es ist mir längst klar,
     das nicht´s bleibt
     das nichts bleibt wie es war.

     
2. Das man mich kaum vermisst,
     schon nach tagen vergisst,
     wenn ich längst wieder anderswo bin.
     Stört und kümmert mich nicht,
     vielleicht bleibt mein Gesicht,
     doch dem ein oder and´rem im Sinn.
          

            Refrain:
     Manchmal t
räume ich schwer
     und dann denk ich es wär,
     Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun.
     So vergeht Jahr um Jahr
     und es ist mir längst klar,
     das nicht´s bleibt
     das nichts bleibt wie es war.

     
3. Fragt mich einer warum,
     ich so bin bleib ich stumm,
     denn die Antwort darauf fällt mir schwer.
     Denn was neu ist wird alt
     und was gestern noch galt
     gilt schon heut oder morgen nicht mehr.

     
            Refrain:
     manchmal t
räume ich schwer
     und dann denk ich es wär,
     Zeit zu bleiben und nun was ganz anderes zu tun.
     So vergeht Jahr um Jahr
     und es ist mir längst klar,
     das nicht´s bleibt
     das nichts bleibt wie es war.




Lied Nr.37. Hört ihr Brüder, wie es uns ergeht   oben         ohne Text

1. Hört ihr Brüder wie es uns ergeht,
     wie es traurig um uns steht.
     /: Denn in unsern jungen jungen Jahren
      müssen wir schon so vieles erfahren
.
     Viel Hunger und viel Durst.
     Viel Hitze und viel Frost. :/

2. Von zu Hause, ja da reiste - reist´ ich fort
     an einen schön´ren Ort.
     /: In der Ferne da blieb ich stehen,
     ich gedachte wie wird es dir noch gehen.
     Wenn de kein Geld mehr hast
      und auch nicht fechten kannst
. :/

3. Mein Vater, der weinet ja so sehr.
     Meine Mutter noch viel mehr.
     /: Meine Brüder und meine Schwestern,
     die gaben es mir zum Besten.
     Zehn Taler bares Geld.
     Damit reiste ich durch die Welt. :/

4. Vor Stadt Hamburg, da kam ich an,
     kaum das ich stehen kann.
     /: Und die Schildwacht tut mich fragen.
     Guter Freund, wollen sie mir sagen:
     Wo kommt den eure Reise her?
     Von Stadt Danzig wohl über das Meer. :/
   

5. Legen sie Ihr Felleisen ab,
     zeigen sie Ihren Pass.
     /: Ihren Pass zum unterschreiben,
     die Zimmer - Herberg´anzuzeigen,
     da draussen vor dem Tor,
     wo es heisst: Zum schwarzen Mohr. :/
     

6. Vor der Herberg´, da kam ich an,
    kaum dass ich stehen kann.
     
/: Guten Tag Frau Herbergsmutter,
    haben sie gut Käse und Butter,
    dazu ein gut Glas Bier,
    heut und morgen bleiben wir hier. :/
   

7. Sei willkommen, Du mein lieber Sohn,
     Arbeit bekommst du schon.
     /. Denn es hat ein Krauter geschrieben,
     fremde Zimmerleute ( Mauerleute ) tut er lieben.
     Er bezahlet einen guten Lohn,
     denn er ist mein Schwiegersohn. :/

8. Nein, für dieses Mal, da sagen wir Dank,
     Der Krauter ist uns schon bekannt.
     /: Denn er tut weiter nichts als lügen,
     fremde Zimmerleute ( Mauerleute ) sucht er zu betrügen.
     Er bezahlet einen Hundsgemeinen Lohn.
     Diesen Dallaskrauter kennen wir schon. :/
       

     
     
Lied Nr.38. Ich bin der Postillion aus dem Braunschweiger Land   oben         ohne Text
     
               Erklärungen zu diesem Lied:
     Der Postillion wird von einem Gesellen stehend vorgetragen.
     Der Liedvorsinger zeigt während des Soloschallerns mit dem
     aufgeklappten Zollstock auf den einen oder anderen Gesellen,
     um dann am Ende des Refrains einen der Anwesenden aufzufordern,
     in irgend einer verzwickten Lage, die Erste Strophe eines Liedes vorzutragen.
     
     Wenn der Betreffende dann zum Beispiel aufgefordert wurde, auf der
     Stuhllehne sitzend oder unterm Tisch hockend zu schallern wird er natürlich
     von allen mitschallernden Gesellen stimmkräftig unterstützt.
     Hat er das Lied gut geschallert und alle sind zufrieden dann schallern alle Gesellen,
     Hast gut gemacht, hast gut gemacht drum wirst du auch nicht ausgelacht.
     Hast gut gemacht, hast gut gemacht drum wirst du auch nicht ausgelacht.

     
     Hat er das Lied schlecht oder gar nicht geschallert und die Gesellen sind unzufrieden,
     dann schallern alle Gesellen diesen Text zur selben Melodie.
     Hast schlecht gemacht, hast schlecht gemacht drum wirst du jetzt auch ausgelacht.
     Hast schlecht gemacht, hast schlecht gemacht drum wirst du jetzt auch ausgelacht.
     Ha Ha ha ha ha
     
1. Ich bin der Postillion aus dem Braunschweiger Land,
     bin überall gefahren bin überall bekannt.
     Ei, wer will denn mit mir fahren,
     Ja der steige auf meinen Wagen.
     An der nächsten Haltstation,
     blas ich lustig in mein Horn;
     Kamerad, nun blas auch du: ( auf deinem Schuh )
                                                  ( unter dem Tisch ) oder ähnliches
         



Lied Nr.39. Ich stand auf hohem Berge   oben         ohne Text

1. Ich stand auf hohem Berge
     Schaut´ hinab ins tiefe Tal.
     /: Ei, da sah ich drei junge Burschen
     bei einem Mädchen steh´n allein. :/   
     
2.
Und der Erste war ein Mauermann,
     und der Zweite ein Kaufmannssohn.
     /: Und der Dritte, das war ein Zimmermann,
     der dem Mädchen sowohl gefiel. :/

     
3. Und der Zimmermann dreht sich um und um
     fasst das Mädchen wohl bei der Hand.
     /: Willst du reiten oder willst du fahren,
     oder willst du mit mir fechten geh´n? :/
     
4. Ich will nicht reiten, will auch nicht fahren,
     will lieber mit dir fechten geh´n.
     /: Und so kamen sie wohl in den Wald hinein,
     wo ein Wirtshaus stand allein. :/
     
5. Guten Tag, guten Tag Frau Wirtin,
     haben sie gut Bier und Wein?
     /: Denn mein Mädchen hat schöne Kleider an,
     und versoffen soll sie sein. :/
     
6. Und die Kleider waren versoffen
     und kein Geld war nicht mehr da.
     /: Ei so musst du, mein liebes Mädchen,
     zurück nach der Heimat geh´n. :/
     

7. Zurück nach meiner Heimat geh´ich nimmermehr,
     denn das wäre eine grosse Schand´.
     /: Viel lieber wollt ich, das ich mein Leben lang
     keinen Zimmermann hätt´ gekannt. :/
     
8. Und die Zimmerleute, das sind brave Leute,
     Haben Geld, ja, wenn´s auch schneit.
     /: Sie verführen die jungen Mädchen,
     so gescheut sie auch wollen sein. :/
     



Lied Nr.40. Ich wollt´einstmals sehr früh aufstehen   oben         ohne Text

1. /: Ich wollt eins´t mal sehr Früh aufstehen, :/
    /: wollt wohl in den frischen Grünen Wald :/ Spazieren geh´n

2. /: Und als ich nun in den grünen Wald rein kam, :/
    /: Sieh´da fand ich eine, :/ verwünschte Dam´.

3. /: Die Dam´ die war von dem Blute ja so rot, :/
    /: Ei und eh´man sich´s versah, :/ war sie schon tot.

4. /: Wo kriegen wir nun zwölf Leichenträger her, :/
    /: ja das sollen fremde Zimmerleute sein, :/ die soll´n es sein.

5. /: Wo kriegen wir nun zwölf Zylinderhüte her, :/
    /: Ja die schickt uns Fritz Ulrich :/ aus Altona.

6. /: Wo kriegen wir nun einen neuen Humpen her, :/

    /: ja die geben die Zuschauer aus, :/ die geben ein´aus.

Der ABWINKER Link zu den Erklärungen




Lied Nr.41. Ihr Brüder, wenn ich nicht mehr trinke   oben         ohne Text

1. Ihr Brüder wenn ich nicht mehr trinke,
     geplagt von Gicht und Podagra. Prost Franz !
     /: Wenn ich auf mein Sterbelager sinke
     und glaub es sei mein Ende nah´. Prost Franz! :/

     
2. Und sterb´ ich heute oder morgen,
     so ist mein Testament gemacht. Prost Franz!
     /: Für das Begräbnis sollt ihr sorgen,
     wohl ohne Glanz und ohne Pracht. Prost Franz! :/

     
3. Beim Sage lasst es nur bewenden,
    legt mich nur in ein Rheinweinfass. Prost Franz!
   
 /: statt der Zitronen in den Händen,
  
 reicht mir ein volles Deckelglas. Prost Franz!
   
 

4. Im Keller sollt ihr mich begraben,
    wo ich so manches Fass geleert. Prost Franz!
    /
: Den Kopf will ich am Zapfen haben,
    die Füsse nach der Wand gekehrt. Prost Franz!

5. Und wollt ihr mich zu Grab`geleiten,
    so folget alle Mann für Mann. Prost Franz!
    /: um Gotteswillen lasst das Läuten,
    stosst lieber mit den Gläsern an. Prost Franz!


6. Auf meinen Grabstein schreibt die Worte:
    Er ward geboren, wuchs und trank. Prost Franz!
    /: Jetzt ruht er hier an diesem Orte,
    wo er gezecht sein Leben lang . prost Franz!




Lied Nr.42. Ist das nicht ein Gartenhaus?   oben         ohne Text

1. Ist das nicht ein Gartenhaus?
    Ja, das ist ein Gartenhaus.
    Schaut da nicht der Puhahn raus?
    Ja, da schaut der Puhahn raus.


    Refrain:

    Gartenhaus, Puhahn raus,
    oh du schönes oh du feines Gartenhaus.


2.
Ist das nicht ein Arbeitsmann?
    Ja, das ist der Arbeitsmann.
    Trägt der nicht die Steine ran?
    Ja, der trägt der nicht die Steine ran.


    Refrain:

    Arbeitsmann, Steine ran,
    Gartenhaus, Puhahn raus,
    oh du schönes oh du feines Gartenhaus.


3.
Ist das nicht der Mauergesell?
    Ja, das ist der Mauergesell.
    Hat er nicht ein dickes Fell?
    Ja, er hat en´ dickes Fell.


    Refrain:

    Mauergesell, dickes Fell,
    Arbeitsmann, Steine ran,
    Gartenhaus, Puhahn raus,
    oh du schönes oh du feines Gartenhaus.


4.
Ist das nicht ein Mauerpolier?
    Ja, das ist ein Mauerpolier.
    Trinkt der nicht gern Köm und Bier?
    Ja, er trinkt gern Köm und Bier.


    Refrain:
    Mauerpolier, Köm und Bier,
    Mauergesell, dickes Fell,
    Arbeitsmann, Steine ran,
    Gartenhaus, Puhahn raus,
    oh du schönes oh du feines Gartenhaus.


5.
Ist das nicht der Mauermeister?
    Ja, das ist der Mauermeister.
    Hat er nicht schon wieder´n Kleister?
    Ja er hat schon wieder´n Kleister.


    Refrain:
    Mauermeister, hat´n Kleister,
    Mauerpolier, Köm und Bier,
    Mauergesell, dickes Fell,
    Arbeitsmann, Steine ran,
    Gartenhaus, Puhahn raus,
    oh du schönes oh du feines Gartenhaus.


6.
Ist das nicht der Architekt?
    Ja, das ist der Architekt.
    Ist er nicht schön dick und fett?
    Ja, er ist schön dick und fett.


    Refrain: 
    Architekt, schön dick und fett,
    Mauermeister, hat´n Kleister,
    Mauerpolier, Köm und Bier,
    Mauergesell, dickes Fell,
    Arbeitsmann, Steine ran,
    Gartenhaus, Puhahn raus,
    oh du schönes oh du feines Gartenhaus.
.



Lied Nr.43. Ist das nicht fein, ist das nicht fein   oben         ohne Text

1. /: Ist das nicht fein, ist das nicht fein, :/
  
 wenn wir beisammen sein,
    bei einem Glas Bier oder Wein,
    was Fremde sein.
    Fremde, die da reisen fort,
    nach so manchem schönen Ort;
    /: denn es führt sie eine Hand,
    zu Wasser und zu Land. :/


2. /: Hab` schon Verruss, aber schauderhaften Durst, :/
    mancher auf seiner Reis`,
    bei Regen, Schnee, Sturm oder Eis
    marschieren muss.
    Dieses alles schad`t mir nicht,
    wie so mancher Bauernlümmel spricht:
    /: Wärest du zu Hause geblieben,
    bekämest du ein schönes junges Weib. :/


3. /: Schön ist sie von Gesicht, aber Asche hat sie nicht. /:
     Schön sieht sie aus, aber Haare hat`s am Bauch.
     Denkst du, wir reisen darum,
     dass wir schöne Weiber bekomm`n
     aus fremdem Land.
     Nein wir reisen dessenwegen,
     Städt` und Länder zu beseh`n.
     /: Denn wir rutschen auf Chaussee`n,
     
wir es alle fremden Zimmerleute tun. :/



Lied Nr.44. Ja ich möcht so gern ein Vogelfänger sein   oben         ohne Text

1. /: Ja, ich möcht`so gern ein Vogelfänger sein
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons /:
    /: Ja, die Vögel, die fängt man im frischen grünen Wald
    und wir haben schon gevögelt, dass der Wald hat gehallt
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/


2. /: Ja, ich möcht so gern ein Krebsfänger sein
    hinter Metz , vor Paris, bei Chàlons :/
    /: Ja, die Krebse, die fängt man wohl unter einem Stein
    und wir haben schon gekrebst bei den Madel`s zwischen den Bein`
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons /:


3. /:Ja, ich möchte so gern ein Scherenschleifer sein
     hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
     /: Ja, ich schleife meine Messer und ich schleife meine Zabel
     und ich schiebe meinen Samen bei den Mädchen unterm Nabel
     hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons ;/ 

4. /: Neulich hat mir ein Madel auf den Schleifstein geseicht
     hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
     /: Ja, das Schleifsteinseichen, das werd ich ihr vertreiben
     keine Haare sollen mehr an ihrer Runzelfunzel bleiben
     hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons /:


5. /: Ja, ich möcht`so gern ein Herbergsvater sein
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
    /:Ja, dann trink`ich nur noch Bier und ich trinke nur noch Köm
    und das Leben eines Herbergsvaters ist so wunderschön
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/

6. /: Ja, ich möchte so gern ein Tischlergeselle sein
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
    /: Ja, ich tischlere meine Wagen und ich Tischler meine Wiegen
    und ich werde meiner Alten die Schablone schon verbiegen
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/

7. /: Ja, ich möcht so gern ein Maurergeselle sein
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
    /: Ja, was soll ich immer mauern Tag für Tag, Stein auf Stein
    will ja lieber Fuge kratzen bei den Madels zwischen den Bein
    hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/

8. /: Ja,ich möcht so gern ein Zimmergeselle sein
     hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/
     /: Ja,dann setz`ich mein Madel wohl auf einen Klotz
     und ich hau`ihr mit dem Breitbeil die Haare von der Fotz`
     hinter Metz, vor Paris, bei Chàlons :/



Lied Nr.45. Lasst uns mal das Lied anfangen  Erste Version  oben         ohne Text

1. Lasst uns mal das Lied anfangen,
   wir´s in Hamburg ist gegangen
   auf der Zimmerherberg`.

   Refrain:
   Rau, rau, rau, dideldau,
   rum mit de Buddel, ick sup di to,
   op det Meisters Kosten. 


2. Und wir gingen nach Altona raus,
   lebten da in Saus und Braus,
   auf des Meisters Kosten.
  
   Refrain:
   Rau, rau, rau, dideldau,
   rum mit de buddel, ick sup di to,
   op det Meisters Kosten.


3. Als wir kamen vor`s Altonaer Tor,
   stand die Bürgerwehr davor,
   wollt`uns nicht reinlassen.
   
   Refrain:
   Rau, rau, rau, dideldau,
   rum mit de buddel, ick sup di to,
   op det Meisters Kosten.


4. Meister schickt`ne bunte Kuh,
   und zehn Taler noch dazu,

   Gessellen soll`n`s versaufen.
   
   Refrain:
   Rau, rau, rau, dideldau,
   rum mit de buddel, ick sup
di to,
  op det Meisters Kosten.

5. Schneidergesellen schickten sie her,
  Ob noch Hilfe nötig wär`
  sollten helfen Streiten.
   
  Refrain:
  Rau, rau, rau, dideldau,
  rum mit de buddel, ick sup di to,
  op det Meisters Kosten.

6. Zimmergesellen Schicken`s zurück,
   wir brauchen keine Ziegenböck,
   haben den Sieg errungen.
  
   Refrain:
   Rau, rau, rau, dideldau,
   rum mit de buddel, ick sup di to,
   op det Meisters Kosten.

7. Drum, ihr Meister, ihr Grossprahler,
    schickt gleich sechstausend Taler

    für uns Zimmergesellen.

   Refrain:
   Rau, rau, rau, dideldau,
   rum mit de buddel, ick sup di to,
   op det Meisters Kosten.


Lied Nr.45. Lasst uns mal das Lied anfangen  Zweite Version oben         ohne Text

1.  Lasst uns mal das Lied anfangen,
      wir´s in Hamburg ist gegangen
      auf der Zimmerherberg`.

      Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten. 


2.  Tut an anderen Orten ihr kommen,
      sagt die Meister hab´n genommen
      Geld aus unserer Lade.
  
  
   Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten.


3.  Gesellen gingen nach Altona raus,
      blieben in dem Herbergshaus,
      liessen die Arbeit ruhen.
   
  
   Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten.


4.  Als sechs Wochen sie gelegen,
      sollten sie des Geldes wegen,

      es nun endlich enden.
   
  
   Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten.

5.  Vor der Herberg´ kamen an
      mehr als dreissigtausend Mann,
      Bürger und Soldaten.
   
 
    Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten.

6.  Tischler gaben sich gefangen,
      kam´n den Herren entgegen gegangen,
      fragten was sie wollten.

 
      
Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten.

7.  Schornsteinfeger kamen zu Hauf,
      fuhren auf die Dächer hinauf,
      wollten schon abwerfen.

      Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten.

8.  Nun, ihr Herren, gebt uns recht,
      Sonst wird es mit Hamburg schlecht
      dieses Jahr ergehen.


      Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten.


9.  Und Ihr Meister, ihr Grossprahler,
      zahltet erst sechstausend Taler
      für eure Gesellen.


      Refrain:
      Rau, rau, rau, diedeldau,
      rum mit de Buddel, ick sup di to,
      auf des Krauters Kosten.


10. Allen, die da wiedersprechen,
       wollen wir den Hals zerbrechen,
       ja sie müsen weichen.


       Refrain:
       Rau, rau, rau, diedeldau,
       rum mit de Buddel, ick sup di to,
       auf des Krauters Kosten.


11. Tischler kamen aus Arresten,
       liessen sich auf´s allerbest
       die Trompeten blasen.


       Refrain:
       Rau, rau, rau, diedeldau,
       rum mit de Buddel, ick sup di to,
       auf des Krauters Kosten.


12. Nun, das Liedlein, das ist aus,
       Meiter muss sein Hab und Haus,
       all sein Gut verkaufen.


       Refrain:
       Rau, rau, rau, diedeldau,
       rum mit de Buddel, ick sup di to,
       auf des Krauters Kosten.



Lied Nr.46. Lustig, lustig, ihr Brüder, morgen geht es wohl über den Rhein   oben         ohne Text

1. Lustig, lustig, ihr Brüder, morgen geht es wohl über den Rhein,
    /: Darum lasset uns heute noch einmal lustig sein. :/

2. Kommen wir nach Köln am Rhein, wo so schöne Madel`s sein,
     /: Ja die Kölner Mädel, die seins wie Milch und Blut. ;/

3. Doch wir müssen weiter, in des nächste Kaff hinein,
     /: Treffen wir einen Bauersmann, der bietet uns Arbeit an. :/


4. Sprechen wir zum Bauersmann, ja, die Arbeit, die nehmen wir an,
    /: denn wir Seins auf Reisen und haben auch kein Geld. :/

5. Morgens früh um sechse wecket uns die Bauersfrau,
     /: Gesellen zum Kaffeetrinken, sie ladet und herzlich ein. :/

6. Fangen wir an zu schaffen auf nem` grossen Rübenfeld,
     /: mussten Rüben ziehen für Kaffee und wenig Geld. :/

7. Dieses ist uns passieret bei so schöner Sommerzeit,
     /: Wohl im Septembermonat, wohl auf der Tippelei. :/



Lied Nr.47. Mein Handwerk fällt mir schwer   oben         ohne Text

1. Mein Handwerk fällt mir schwer,
    Drum lieb ich`s noch viel mehr.
    Es macht mir viel Schmerzen,
    drum lieb ich es von Herzen.
    /:Mein Handwerk fällt mir schwer,
    drum lieb ich`s noch viel mehr. Mehr, :/


2. Des Sommers in dem Wald,
    wo Axt und Beil erschallt,
    wenn die Nachtigall tut singen,
    des Meisters Geld tut klingen,
     /: DA spürt man nichts als Lust
     in unserer Zimmermannsbrust. :/


3. Die Schnur, die ziehn wir aus
     nach rechtem Handwerksbrauch.
     Der Zirkel zum Abstechen,
     der Zollstock zum Abmessen,
     /: Die rechte Länge und Breit,
     die Höh ist auch dabei.
:/

4. Wo kommen Kirchen her
     und Schlösser noch viel mehr?
     Schiffbrücken auf den Flüssen,
     die wir aufschlagen müssen ?
     /: Zu Wasser und zu Land
     ist unser Handwerksstand. :/


5. Kein Kaiser, König oder Fürst,
    er sei, wer er auch ist,
    der uns Zimmerleut`kann meiden
     in Kriegs- noch Friedenszeiten.
     /: Kein Graf, kein Edelmann,
    der uns entehren kann. :/


6. Ist nun ein Bau vorbei,
    da gibt`s Ne`Schmauserei,
    zu essen und zu trinken,
    gebrat`Ne Wurst und Schinken,
    /: Gut Bier und Branntewein.
    Da ist gut Zimmermann sein. :/

7. Ist nun ein Bau vorbe-
    und keine Schmauserei,
    nichts zu essen, nichts zu trinken,
    keine Wurst und auch kein Schinken,
    /: Kein Bier,kein Branntewein,-
    der Teufel mag Zimmermann sein ! :/

8. Des Samstags gehn´ wir fein
     zur Herberge hinein,
     lassen uns vom Besten geben,
     führen ein fideles Leben
     /: Beim Bier und auch beim Wein,-
     wollen lustige Zimmerleut`sein! :/



Lied Nr.48. Mit frohem Mut und heit´rem Sinn   oben         ohne Text

1. Mit frohem Mut und heit`rem Sinn
    durchreisen wir die Welt,
    viel`Städt`und Länder zu beseh`n,
     haben dabei vieles, vieles auszusteh`n.
     /: In der Tasch`keinen Kreuzer Geld,
     ei, so reist man durch die wunderschöne Welt. :/


2.
Doch dieses alles schad`t mir nicht,
    ist mir nicht anzuseh`n;
    denn diese Lehr`,die tröstet mich,
    die mir mein Vater, Vater gab, als ich
    /: Wollt`wohl in die Fremd`reingehn,
    wollte mir die Welt beseh`n. :/

4. Er sprach: ,,Mein Sohn, jetzt wand`re du
    ernähr`dich treu und brav,
    und geht`dir gut, so denk daran,
    dass es dir noch schlechter, schlechter gehen kann.
    /: Schütze dich vor Übermut,
    trage stets einen schwarzen Hut. :/

5. Und sollte einst der Fall gescheh`n,
     dass wir uns nimmer wiederseh`n,
     so sehn wir uns vorm Weltgericht.
     Lebe wohl, vergiss deinen Kam`rad nicht.
     /: Bleibe auf der Tugendbahn,
     schiebe auf der Landstrasse lang. :/

6. D`rum Brüder, glaubt, die Wander-Wanderschaft
     ist kein Spazierengeh`n,
     ein fremder Maurer (Zimm`rer), der sein Ziel
     in Ehren stets erreichen will,
     /: Der hat vieles auszustehen,
    der muss oftmals Klinken putzen geh`n. :/



Lied Nr.49. Nun, lasset uns singen aus alter, alter Zeit   oben         ohne Text

1. Nun, lasset uns singen aus alter, alter Zeit,
     aus unser`n jungen Jahren,

     von alter Burschenherrlichkeit,
     die wir schon haben all`erfahren,
     sie leuchtet uns weiter Fern`
     viel heller als der Morgenstern.
     /: Aus unsern jungen Jahren,
     was wir schon haben all`erfahren. /:

2.
Will werden wohl ein fremd` ( Zimmermansgesell ) Mauermannsgesell
     Ei, so geht er in die Lehre.
     Drei Jahre lernt er treu und brav;
     das erkennt man ihm zur Ehre.
     Dann macht er sein Gesellenstück,
     das Dallaskrauter ihn zum Gesellen spricht.
     /: Dann kriegt er eine Pfeife
      mit rosenroter Schleife /:

3. Dann winket ihm die weite, weite Welt;
    Er greift zum Wanderstabe,
    drei Taler sind sein Reise - Reisegeld,
    ein Berliner seine Habe.
    Zum Wandern treibt sein frischer, froher Mut.
    Zum Wandern treibt sein frisches, junges Blut.
    /: Zum Wandern, ja, zum Wandern,

    von einem Ort zum andern. /:

4. Und lustig wohl über Berg und über Tal
     bläst er sein Lied erschallen,
     kommt er in seine Stadt hinein,
     wo`s ihm so gut gefallen,
     spricht zünftig bei dem Dallaskrauter an
     und freut sich, dass es schaffen kann
     /: Mit Axt, Stemm-,Winkeleisen,
     (Mit Hammer, Kell`,Fugeisen),
     was es man ihm hat geheissen /:


5. Hat er geschaffet so manches liebe Jahr
    am Bau so vieler Städte,
    so weiss er, was er schaffen,schaffen kann
    und was ihm tut noch fehlen;
    Er zieht die langen Wasserstiefel aus,
    begibt sich ganz getrost nach Haus.
    /: Das and`re wird sich finden,
    vielleicht schon in Hannoversch-Münden /:



Lied Nr.50. Rund ist die Welt, drum Brüder lasst uns reisen.   oben         ohne Text

1. /: Rund ist die Welt, drum Brüder lasst uns reisen. :/
    /: So lange wie es uns gefällt. :/


2. /: Wir sein nicht stolz, wir brauchen keine Pferde. :/
    /: Die uns von dannen zieh`n.:/

3.  /: Wir sein nicht stolz, wir essen , was wir haben. :/
     /: Ein Stück gefocht`nes Brot. :/

4. /: Wir sein nicht stolz, wenn wir auf Stroh logieren, :/
    /: Da ruht`s sich sanft und fein. :/


5. /: Und kommen wir, an eine Wasserquelle. :/
    /: Wo klarer Branntwein fliesst. :/


6. /: Da legen wir, das Reisebündel nieder, :/
    /: Und tun einen Labetrunk. :/

7. /: Und kommen wir, auf einen hohen Berg. :/
    /: Wo heiss die Sonne scheint. :/

8. /: Da trocknen wir mit frischen, grünen Zweigen. :/
   
 /: Den Schweiss vom Angesicht. :/

9. /: Und sind wir einst des Reisens satt und müde. :/
    /: Kehr`n wir der Heimat zu. :/



Lied Nr.51. Seit´s lustig, seit´s fröhlich   oben         ohne Text

1. Seid`s lustig, seid`s fröhlich, ihr Handwerksgesellen,
    geniesset das Leben und lasst euch nicht prellen.
   
    Refrain: 
   
Ja, ja nicht Reichtum macht glücklich,
    Zufriedenheit macht reich;

     /: denn wir alle sein`s Brüder;
     denn wir alle sein`s gleich. :/

   

2. Der Reiche lebt herrlich in seinem Palaste,
     der Arme erbärmlich in seinem Moraste.
     
   
    Refrain: 
   
Ja, ja nicht Reichtum macht glücklich,
    Zufriedenheit macht reich;

     /: denn wir alle sein`s Brüder;
     denn wir alle sein`s gleich. :/

   

3. Wir haben schon Kaiser und Könige gesehen,
   
sie trugen gold´Ne Kronen, doch sie mussten vergehen.
   
    Refrain: 
   
Ja, ja nicht Reichtum macht glücklich,
    Zufriedenheit macht reich;

     /: denn wir alle sein`s Brüder;
     denn wir alle sein`s gleich. :/

   
   

5. Drum Armer, verzag; nicht, bleibe du nur geduldig
    und kannst du´s nicht bezahlen, so bleibst du es schuldig.

   
    Refrain: 
   
Ja, ja nicht Reichtum macht glücklich,
    Zufriedenheit macht reich;

     /: denn wir alle sein`s Brüder;
     denn wir alle sein`s gleich. :/



Lied Nr.52. So leb´denn wohl, auf ewig Karoline   oben         ohne Text

1. So leb´denn wohl, auf ewig Karoline,
     so leb denn wohl, auf nimmer wiederseh`n,
     /: Du, ach du, hast mir das Herz zerrissen,
     du, ach du, wirst treulos von mir geh`n. :/


2. Als ich die Liebe noch nicht kannte,
     als ich noch jung an Jahren war,
     /: als ich noch keine Sponkrei kannte,
     aber ach, wie glücklich war ich da. :/


3. Die Hälfte meiner jungen Jahre,
    die bracht ich ich bei den Fremden zu.
    /: Ach
könnt ich´s nimmermehr erfahren,
    was jung fremd Zimmermannsliebe tut. :/

    
4. Ja schlafen, möcht ich gerne,
    da wo die Trauerweiden steh´n.
    /: Da ruht sich sanft und ganz alleine,
    da ruht rechtschaffen fremd Zimmermann aus. :/




Lied Nr.53. Steh nur auf, steh nur auf, jung-fremd Zimmermannsgesell   oben         ohne Text

1. /: Steh nur auf, steh nur auf du jung - fremd Zimmermannsgesell,
    die Zeit hast du verschlafen;
:/
    /: denn die Vöglein singen schon auf frischer grüner Heid,
    frischer grüner Heid.
    Der Fuhrmann tut schon klatschen. :/

2. /: Ei was frag; ich, Ei was frag; ich nach des Vögelein´s Gesang,
    und nach des Fuhrmanns Klatschen?
    /: denn ich bin ein jung - fremd Zimmermannsgesell, Zimmermannsgesell,
    muss reisen fremde Strassen. :/

3. /: An dem Rheinstrom, an dem Rheinstrom liegt´Ne wunderschöne Stadt,
    Stadt Mannheim tut sie heissen. :/
    /: Stadt Mannheim ist uns allen wohl bekannt,
allen wohl bekannt,
   da wollen wir hinreisen. :/


4. /: Als wir kamen, als wir kamen vor das Heidelberger Tor,
    die Schildwach tat sich fragen. :/
    /: Wo hier die Herberg; der Zimmergesellen sei, Zimmergesellen sei,
    das sollte sie uns sagen. :/

5. /: In der Schiffer-, Schifferstrasse auf dem Ritter Sankt Georg,
    da sollen wir einkehren. :/
    /: Da bringen wir den Gruss nach Handwerksbrauch,
Gruss nach Handwerksbrauch,
    dem Herbergsvater zur Ehren. :/


6. /: Seid willkommen, seid willkommen, meine lieben Zimmerleut;!
    Was wollt Ihr für Weine? :/
    Steht Euch der Sinn zur Arbeit wohl hier, zur Arbeit wohl hier,
    so schenk ich Euch noch eine. :/


7. /: Zu der Arbeit, zu der Arbeit sind wir alle schon bereit,
   auch bei der Herbergsschwester. :/
    /: Denn wo die Zimmerleute zünftig sein, zünftig sein,
    da klopft man dreimal mit dem Zollstock drein. :/




Lied Nr.54. Viktoria! Viktoria! Fremde Zimmerleut´ beisammen!   oben         ohne Text

1. /: Viktoria! Viktoria! Fremde Zimmerleut; beisammen! :/
    denn wir arbeiten alle im römischen Reich.
    /: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein. :/


2. So mancher, der denkt sich, ein Zimmermann zu sein,
     ist aber, nicht gekommen, in das Handwerk hinein,
     denn er hat stehts gesessen zu Haus´ auf seinem Nest,

   
 Ei so möcht` ich gerne wissen, wo der Bauernlümmel ist gewesen
     /: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein. :/


3. So mancher, der reiset, aber reiset nicht aus,
    von Ostern, bis Pfingsten, kehrt er wiederum nach Haus,
    Ja, von Ostern bis Pfingsten, Ei, das will schon was sagen,
    Ei, da hat er sich tapfer in der Fremde ´rumgeschlagen.

    /: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein. :/


4. So mancher, der reiset, aber reiset nicht weit,
    damit er, kann haben, seine Mutter zur Seit´.
    Ei und tut ihm was fehlen, Ei so braucht er´s nur sagen,
     ja, so tut´s ihm seine Schwester in der Schürze nachtragen.

    /: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein. :/


5. Frühmorgen, um sechse, wenn das Glöcklein tut läuten,
    das ist für, uns Zimmerleut, ein fröhliches Zeichen.
    Ei, dann geh´n wir die Wege und Strassen auf und ab,
    sagt der Eine zum Ander´n guten Morgen Kamerad.
    /: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein. :/

6. Dies´ Liedchen, ist gesungen, zu unser´m Genuss,
    so manchem, Bauernlümmel, zu seinem Verdruss.
    Ei, und will er´s nicht haben, Ei, so darf er´s nur sagen,
    Ei, so woll´n wir ihn tapfer die Augen blau schlagen.
    /: Freuet euch, freuet euch, fremde Zimmerleut zu sein. :/




Lied Nr.55. Von dir muss ich scheiden, prächtiges Berlin   oben         ohne Text

1. Von dir muss ich scheiden, prächtiges Berlin,
     alle meine Freunden, die sind ja längst dahin,
     /: Stunden sind verflossen, heidi wir haben`s genossen,
     Stunden sind dahin, prächtiges Berlin. :/


2. Prächtiger Tiergarten, bald verlass ich dich,
     kann nicht länger warten, weiter reise ich,
     /: In den kühlen Schatten,wie auf den grünen Matten,
     an des Liebchens Brust, ruht ich voller Lust. :/


3. Unter deinen Linden, wenn der Frühling lacht,
     kann man alles finden, was der Tag vollbracht,
     /: Herzenslust und Stärke, nach des Tagwerke,
     in des Liebchens Arm ruht sich sanft und warm . :/


4. In der Hasenhaide, war ich oft vergnügt,
     es hat so manche Freude mich dahin geführt,
     /: die Stunden sind verflossen, die ich so süss genossen,
     o, du schöner Ort, gerne war ich dort. :/


5. An der Königsmauer, da,wo der Mond aufgeht,
     stand ich auf der Lauer, bis dass die Tür aufgeht,
     /: drinnen in der Stube, da sass ein kleiner Bube,
     er spielte mir was vor, vom Berliner Tor. :/


6. Mein Madel kam gegangen, sie setzt sich auf meinen Schoss,
     sie streichelt mir die Wange, sie gab mir einen Kuss,
     /:sie führt mich auf ihr Zimmer, ja das vergess ich nimmer,
     ihr Bett war frisch gemacht, Madel gute Nacht. :/

7. Moabit und Pankow, sowie Charlottenburg,
    einstmals zieh`n wir wieder durch deine Tore durch,
    ich wollt, dass all die An der´n durch deine Tore Wandern,
    /: o, wie wohl wär`s mir, erst bei dir. :/

8. Lebet wohl ihr Freunde, Gott verleih`euch Glück,
    einstmals kehr ich wieder nach Berlin zurück,
    /: Lebet wohl ihr Freunde, wie auch die ärgsten Feinde,
    niemals kehre ich nach Berlin zurück. :/




Lied Nr.56. War einst ein jung´,fremd´Zimmerergesell   oben         ohne Text

1.  War einst ein jung`,fremd Zimmergesell,
      der
hatte zu bauen ein Schloss
      /: ein Schloss für des Markgrafen sein Weib
      aus Holz und Marmorstein :/


2.  Und als das Schloss nun fertig war,
      legt er sich hin und schlief,
      /: da kam des jungen Markgrafen sein Weib,
      zu ihm heran und rief : :/


3.  "Steh`auf, steh`auf fremd`Zimmergesell,
      es ist schon höchste Zeit,
      /: Wenn du noch bei mir schlafen willst
      an meinem schneeweissen Leib." :/

4.  Und als sie nun beisammen war`n
      und dachten, sie wären allein,
      /:da schickte der Teufel das Kammerweib her,
      zum Schlüsselloch schaut es rein. :/


5.  "Herr Graf, Herr Graf, ach liebster Herr Graf,
      was habt ihr für ein Weib!
      /: Es ruhet ein junger fremd`Zimmergesell
      an ihrem schneeweissen Leib." :/

6.  "Mein Kind, wenn du die Wahrheit sprichst,
      gehangen soll er sein.
      /: Den Galgen,den soll er sich selber erbauen,
      das Holz dazu behau`n.":/

7.  Und als der Galgen nun fertig war,
      gehangen sollt`er sein.
      /: DA kam Befehl vom Kaiser Franz-Josef,
      man soll Ihn lassen frei. :/

8.  Und als er freigelassen war,
      stand er auf grüner Heid`.
      /: Da kam des jungen Markgrafen sein Weib,

      schneeweiss war sie gekleid`t. :/:

9.  "Sag an, sag an, fremd`Zimmergesell,
      wohin steht dir dein Sinn?"
      /: In Leipzig und Dresden da bin ich gewesen,
      nach Hamburg zieht`s mich hin." :/

10. Da zog sie aus der Tasche hervor
       zehntausend Taler in Gold.
       /: " Nimm`s hin , nimm`s hin, fremd`Zimmergesell, "
       sprach sie zu ihm so hold. :/

11. "Wenn dir der Wein zu sauer ist,
       so trinke süsses Bier,
       /: und wenn du die Gelder versoffen hast,
       komm wieder und schlaf bei mir." :/

12. Ach ,wenn doch alle Weiber so wären,
       wie des Markgrafen sein Weib ,
       /: dann hätte ein jeder fremd Zimmergeselle
       die schönste Reisezeit. :/




Lied Nr.57. Was führen wir Seestädter in dem Schild   oben         ohne Text

1. Was führen wir Seestädter in dem Schild?
     Ist das nicht ein schönes Bild,
     die Ehrbarkeit , die uns erfreut ?
     /: Auf das Reisen wollen wir und begeben,
     das sei unser Tun und Streben.
     durch Gewässer, Wässer, Berg und Tal,
     wir beschauen es wohl überall. :/


2. Einer, der da hinter dem Ofen sitzt,
     sich mit den Fingern in den Ohren spitzet,
     keine Stund von zu Haus
     ist gekommen er heraus
     /: Den woll`n wir einen Toren nennen,
     nicht als ein`n Gesell erkennen,
     der nichts weiß als von sein Kaff,
     wo er ausgeschustert, -schneidert hat. :/


3. Einer, der da Hitze oder Kälte probieret,
     manchen sauren Weg marschiert
     auf seiner Reis`bei Schnee und Eis,
     /: Der da über so viele Brücken,
     sein Chalottenburger auf dem Rücken
     hat`s getragen so manches liebe Jahr,
     ausgestanden viel Gefahr. :/


4. Sind als dann sechs Wochen verflossen,
     ei, dann halten wir, wie`s Brauch;
     /: Lehren uns die scharfen Regeln
     wie so mancher Bauernflegel,
     der zu Haus kein Gut`s getan,
     wird kein braver fremder Zimmermann. :/


5. Was führen wir Seestädter in dem Schild?
     Ist das nicht ein schönes Bild,
     die Ehrbarkeit, die uns erfreut?
     /: Darum lasset uns tapfer reisen,
     nicht mit leerem Mund abspeisen,
     denn es ist ja eine Schande, Schande nicht,
     wer dem Bauern seine Wurst aufisst. :/ ( Wenn se`kriegst )





Lied Nr.58. Wenn das Glöcklein sechs Uhr schlägt   oben         ohne Text

1. Wenn das Glöcklein sechs Uhr schlägt,
     wir zur Arbeit sein´s bewegt.
     Ei, dann greifen wir zu den Waffen,

     fangen tapfer an zu schaffen,
     für des Meisters Lohn und Preis,
     lustig, was Gesellen heisst.
     Wer fängt an zu schaffen? Wir!
     Und wo seid ihr ? Hier!
     Dann lasst euch mal hören!
     Trullala, trullala,
     lustig sind wir Zimmerleut da,
     Trullala, trullala, lustig sind wir da.


2. Wenn das Glöcklein Acht Uhr schlägt,
     wir zum Frühstück sein´s bewegt.
     Ei, dann muss der Lehrbursche laufen,
     Bier und Branntwein einzukaufen.
     Ein jeder trinkt nach seinem Mass,
     Fünf, sechs, sieben und noch ein Glas.
     Wer trinkt Bier? Wir !
     und wo seid ihr ? Hier !
     dann lasst euch mal hören !
     Trullala, trullala,
     lustig sind wir Zimmerleut da,
     Trullala, trullala, lustig sind wir da.


3. Wenn das Glöcklein elf Uhr schlägt,
     wir zum Mittag sein´s bewegt.
     Dann ergreifen wir Messer und Gabel,
     fangen tapfer an zu schabeln.
     Dem Krauter wird ganz angst und bang,
     seine Gesellen, sie fressen zu lang`.
     Wer frisst zu lang´? Wir

     dann lasst euch mal hören !
     Trullala, trullala,
     lustig sind wir Zimmerleut da,
     Trullala, trullala, lustig sind wir da. 

4. Wenn das Glöcklein drei Uhr schlägt,
     wir zum Vesper sein´s bewegt.
     Ei, da tut die Dienstmagt winken,
     Gesellen kommt zum Kaffee trinken.
     Ein jeder trinkt nach seinem Mass,
     fünf, sechs, sieben oder gar keine Tass`
     Wer trinkt Kaffee? Schuster und Schneider!
     und was trinkt ihr? Köm und Bier!
     dann lasst euch mal hören
     Trullala, trullala,
     lustig sind wir Zimmerleut da,
     Trullala, trullala, lustig sind wir da.


5.
 Wenn das Glöcklein sechs Uhr schlägt,
     wir zum Feierabend sein´s bewegt.
     Ei, dann gehen wir in die Stadt hinein,
     wo so wunderhübsche Madels sein.
     Bleiben wir die halbe Nacht, ganze Nacht,
     bis das Geld ist durchgebracht.
     Wer bringt das Geld durch? Wir !
     Trullala,trullala,
     lustig sind wir Zimmerleut da,
     Trullala,trullala, lustig sind wir da.





Lied Nr.59. Wenn des Sonntagmorgens die Sonne, die liebe aufgeht   oben         ohne Text

1. Wenn des Sonntagmorgens die Sonne, die liebe aufgeht
     und das Schwyzer Madel auf´ rauf geht.
     /: Bleibt fremd Zimmermann wohl in der Ferne steh`n,
     denn das Schwyzer Madel sang so schön . :/


2. In der ersten Hütte, da haben wir zusammen gegessen,
     in der zweiten Hütte, da haben wir zu Mittag gegessen .
     /: in die dritte Hütte haben wir` reingeschaut,
     sass ein Zimmermann mit seiner Braut. :/


3.  Madel, heirat`mich , ich bin ja ein Zimmer-Zimmermann,
      kann dir Häuser bauen mit einer Liebeslaube dran.
      /: Kann dir Häuser bauen gross und klein, ja klein,
      Madel heirat mich und du bist mein. :/




Lied Nr.60. Wer reist so mutig durch die Welt   oben         ohne Text

1. Wer reist so mutig durch die Welt,
     stolz im hohen Hut.
     Immer mit und ohne Geld,
     aber immer frohen Mut.
     So geht`s über Berg und Tal,
     über Land und Meer.
     So geht`s die Kreuz und Quer,
     bald im Schritt bald im Trab.
     Immer lustig, ist ein fremder Zimmermann
     immer durstig, ist ein Zimmermann.


2. Kommt er dann in eine Stadt,
     stolz im hohen Hut.
     Wo ein Krauter Arbeit hat,
     heisst es hier ist`s gut.
     Gibt es hier ein gut Glas Bier,
     und auch einen guten Lohn.
     Dann natürlich bleiben wir,
     es freut auch Vater`s Sohn.
     Schaffen tüchtig, kann ein fremder Zimmermann
     schaffen tüchtig, kann ein Zimmermann.


3. Kommt er dann zur Stadt hinein,
     immer mit dem Hut.
     Schafft es sich so nebenbei, schönes junges Blut.
     Abend`s geht`s zum Stelldichein,
     an der Strasseneck.
     Sonntags geht`s zum Tanze fein,
     Zimmerleute tanzen keck.
     Tanzen tüchtig, kann ein fremder Zimmermann
     tanzen tüchtig, kann ein Zimmermann.


4. Hat er endlich acceppptiert,
    eine junge Frau,
    Eheleben wird geführt,
    frisch wie Morgentau.
    Kommt ein Kleiner Zimmermann an
    kriegt er einen Kuss.
    Mutter reicht die Flasche ihm ,
    und er trink schon gut.
    Trinken tüchtig, kann ein fremder Zimmermann
    trinken tüchtig, kann ein Zimmermann

5. Doch jetzt kommt das Liedchen`s End,
    vom Zimmermann ( Mauermann) mit dem Hut.
    Klatschen alle in die Hände,
    und schwenken ihren Hut.
    Folgt die guten Ratschlag mir,
    vom Zimmermann (Mauermann ) mit dem Hut.
    Brüder stosst die Gläser an
  
  denn Feuchtigkeit tut gut.
    Immer durstig, ist ein fremder Zimmermann
    immer durstig, ist ein Zimmermann.




Lied Nr.61. Wir haben die Welt bereiset, Fridolin.   oben         ohne Text

1. Wir haben die Welt bereiset, Fridolin.
     Das können wir euch beweisen, Fridolin.
     /: Wir war`n in Hessen, Baden Schwaben,
     war`n in Bayer-, Steierland,
     wohl in Berlin , Stettin und Wien,
     Roseabella Fridolin. :/


2. Wir haben die Schluchten durchreist, Fridolin.
     Das können wir euch beweisen, Fridolin.
     /: Wir war`n in Bochum, Dortmund, Essen,
     Bielefeld nicht zu vergessen,
     war`n in Düsseldorf, Köln am Rhein,
     wo so Schöne Madel sein. :/


3. Wir haben die Schweiz bereiset, Fridolin.
     Das können wir euch beweissen, Fridolin.

     Wir war`n in Zürich, Bern, St Gallen,
     wo es uns so schön gefallen,
     wir war`n im Appenzellerland.
     Spricht ein fremder Zimmermann. :/

4. Wir haben den Balkan bereiset, Fridolin.
     Das können wir euch beweisen,Fridolin.

     /: Wir war`n in Belgrad, Budapest,
     Sofia und Bukarest,
     nach Konstantinopel zog`s uns hin,
     Rosabella Fridolin.:/


5. Auch haben wir schon gesehnen, Fridolin.
    Viele Täler und viele Höhen, Fridolin.
    /: Viele Berge, Länder, See`n,
    Sind getippelt auf Chausseen,
    hatten immer frohen Sinn,
    Rosabella Fridolin. :/


6. Wenn wir unsere Kapitalien nicht kriegen, Fridolin
     Ei, dann leben wir den Winter von den Zinsen, Fridolin.
     /: Bei jedem Brauer, Bauer, Bäcker,
     jedem Schlachter spricht man vor,
     an jede Tür, da klopft man an,
     spricht ein Frd. Zimmermann. :/

7. Und wir brauchen uns ja nicht zu schämen, Fridolin.
     Wenn die Leute uns einen Dreier geben, Fridolin.
     /: Denn so zwei Dreier macht nen Schilling,
     da für kauft man sich Hering,
     ficht dazu ein Stücklein Brot,
     Ei, so leiden wir keine Not. :/




Lied Nr.62. Wir sassen eines Montags ganz heiter und fidel   oben         ohne Text

1.  Wir sassen eines Montags ganz heiter und fidel
      /: Zu Kassel auf der Herberg, woll`t keiner zur Arbeit gehn. :/
      Wir sassen dabei beisammen wohl zehn bis fünfzehn Mann,
      /: Bis endlich mehrere Zimm`rer gebummelt kamen an. :/


2.  Sie sprachen. Liebe Brüder, es ist ja heut`so schön,
      /: Drum lass uns doch ein wenig nach Wilhelmshöh`raufgehen." :/
      Wir wurden uns bald einig und stimmten zu bereit.
      /: Wir nahmen erst en Kümmel, der Weg , der war so weit. :/


3.  Wir zogen durch die Strassen, nicht langsam und nicht rasch,
      /: Wohl einer hinter andern, man nennt`s den Gänsemarsch. :/
   
  Wir zogen durch die Strassen, die Leute blieben Stehen.
      /: Die Kasseler Polizisten brauchten uns nicht nachzusehen. :/


4.  Wir kamen an ein Wirtshaus, lasst uns einkehren hier!
      /: da wollten wir mal trinken und forderten ein Bier. :/
      Der Wirt, der sprach ganz patzig: " Das Bier bekommt ihr nicht".
      /: Ich will hier Ruhe haben, sonst geh ich vor Gericht !" :/


5.  Kaum hatt`er ausgesprochen, lief er zur Tür hinaus,
      /: Er ging zum Bürgermeister, und der war grad`zu Haus. :/
      Da gab`s nur ein Gemurmel, und alles schrie nach Bier.
      /: Der Kellner wurde garstig und kriegte Schläg dafür. :/


6.  Da kam der Bürgermeister, und der gebot uns Ruh`
      /: Er kriegte seine Schläge noch obendrein dazu . :/
      Er schrie nach dem Gendarmen, der holte Hilf`herbei,
      /: wir schlugen ihnen allen die Knochen halb entzwei. :/

7.  Dann begann ein Demolieren, und alles flog herum.
      /: Die Fensterscheiben klirrten, der Ofen, der fiel um. :/
      Der Wirt, der lag am Boden, vom Blute war er rot,
      /: und alle, die ihn sahen, die glauben, er sei tot.:/

8.  Nun wollten wir nach Hause in aller Eile nur,
      /: Dass uns ein Droschkenkutscher beinahe überfuhr. :/
      Wir zogen ihn vom Bocke und prügelten ihn zum Lohn,
      /: Wir nahmen uns die Droschke und fuhren selbst davon. :/

9.  In Kassel angekommen, war es noch nicht vorbei:
      /: Gendarmen, Polizisten, die liefen gleich herbei. :/
      Dann ging`s ans Arretieren, dass wir nun alle flohn, -
      /: Doch sieben Mann, die kriegten sie am selben Abend schon. :/

10. Dann wurden sie geführet wohl in ein grosses Haus,
       /: hinein ging es geschwinde, aber langsam wieder raus. :/
       Sechs Monate`war die Strafe, nach Ziegenhain zu gehn.
       /: Leb wohl, ihr Kasseler Brüder, bis auf ein Wiedersehen! :/





Lied Nr.63. Wohlauf die Luft weht frisch und rein   oben         ohne Text

1. Wohlauf die Luft weht frisch und rein
     wo fremde Zimmrer reisen.
     Ob Regen, Wind und Sonnenschein,
     lasst uns das Handwerk preisen.
     Nun reichet mir Stenz, Hut und Kluft
     der fremden Zimmerleute,
     zu Land zu Wasser durch die Luft
     reist fremder Zimmerer heute :
     Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera
     Reist fremder Zimmrer heut.


2. Auf weisser Brust, das schwarze Band
     es hat uns viel zu sagen,
     drum lasst es uns im fremden Land
     mit Stolz und Würde tragen.
     Und sitzen wir nun froh vereint
     beim vollen Glas, dem Humpen,
     wenn dann auch noch die Sonne scheint,
     dann lass sich keiner lumpen.
     Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera
     Reist fremder Zimmrer heute.


3. Ein Zimmermann, zwei Mauerleut
    drei Zimmerleut sechs Halbe
    vier Zimmerleut fünf Mauerleut
    sechs Zimmerleut 12 Ganze
    bei frohen sang und Liederklang
    es kreise der volle Humpen
    und wenn man nicht zahlen kann
    muss Vater halt mal pumpen
    Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera
    Reist fremder Zimmrer heute.

4. Bei frohem Snak und frohem Sang
     klatsch fremder Zimmrer Hände
     ein zünftig Lied, ein Rundgesang
     der Frohsinn nimmt kein Ende
     man klönt auch über Kiel und Wien
     Köln, München, Stuttgart, Essen
     die Schweiz, das Rheinland uns Stettin
     Ravensburg nicht zu vergessen
     Valleri, Vallera, Vallerie, Vallera
     reist fremder Zimmrer heute.

5. Wohlauf die fremden Zimmerleut
     sie reisen durch die Länder
     wenn Kälte, Sturm und Eis auch dräut
     mit Stenz und dem Zylinder
     das Reisen ist die schönste Zeit
     in unserm jungen Leben
     ich schnüre mein Bündel heut
     mein Kamerad soll leben
     Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera
     reist fremder Zimmrer heute.

6. Und ist die Reisezeit vorbei
     sehn wir die Heimat wieder!
     Ein Mädchen kommt dann still herbei
     wir singen frohe Lieder
     nach einer Weile dann,
     haben wir auch Frau und Kind
     einheimisch ist frd. Zimmermann!
     Im frühling, Sommer, Winter
     Vallerie, Vallera, Vallerie, Vallera,
     im Frühling, Sommer, Winter.





Lied Nr.64. Zu Bukarest im fer´n Südosten   oben         ohne Text

1. Zu Bukarest im fern`n Südosten
  
  kam ein Fremder zugereist,
     /: seinen Kamerad zu besuchen,
     der vom Gerüst herunterfiel. :/


2. Werter Kamrad, du kannst reisen,
     kehrst zurück ins Elternhaus,
     /: Siehst die teure Heimat wieder.
     Ich aber muss verbleiben hier. :/


3. In dem Dörflein wohl in der Mitte
     steht ein kleines weisses Haus,
     /: ist von Rosen rings umwachsen.
     Sieh, Kamrad, da wohnt meine Braut. :/


4. Nimm den Ring von meinem Finger,
     nimm den Gruss aus meiner Brust,
     /: Streichle ihr die lockige Stirn
     und sag, es sei mein Abschiedsgruss. :/


5. In dem Dörflein wohl ganz am Ende
     wohnt ein alter schwacher Greis,
     /: Sieh, Kamrad, das ist mein Vater,
     geh`hin zu ihm und sag ihm das. :/

6. Sag ihm, dass ich sei gefallen
     vom Gerüst so hoch herab,
     /: doch vergiss ihm nicht zu sagen,
     dass ich als rechtschaffener Fremder starb. :/

7. Der fremde Zimmerer (Maurer) hat`S gesprochen.
     Der fremde Maurer ( Zimmerer) hat`s gesagt.
     /: Seine Augen sind gebrochen
     zu Bukarest, im fern`Südost. :/




Lied Nr.65. Zu Frankfurt an der Oder   oben         ohne Text

1. Zu Frankfurt an der Oder
 
   schrieb mir mein Schatz einen Brief,
     darinnen stand geschrieben
     Hei, Junge, Junge stand geschrieben
     /: Versauf den ganzen Kies. :/


2. Der Winter ist gekommen
     die Krauter werden stolz,
     Sie sprechen zum Gesellen,
     hei , Junge, Junge zum Gesellen
     /: Geh`raus und haue Holz. :/


3. Haue du es nach der Schnure
     haue du es mit gefäll,
     so sollst du diesen Winter,
     hei, Junge, Junge diesen Winter,
     /: Auch sein mein Stossgesell. :/


4. Der Sommer ist gekommen
     die Gesellen werden stolz,
     sie sprechen zum Sponkrauter,
     hei, Junge, Junge zum Sponkrauter,
     /: Die Reisezeit ist da. :/


5. Gesell` tu du nur bleiben
     zehn Taler schenk`ich dir,
     die Hälfte zum Versaufen,
     hei, Junge, Junge zum Versaufen,
     /: Für`s andere kauf dir Bier. :/

6. Geschenkt will ich nichts haben
     im Sommer wird gereist,
     hast du mich diesen Winter,
     hei, Junge, Junge diesen Winter,
     /: Mit Sauerkraut gespeist. :/

7. Ist dir dein Brot zu sauer
     so lass ich`s backen süss,
     ist dir dein Bett zu harte,
     hei, Junge, Junge zu harte,
     /: So schlaf bei meiner Frau. :/

8. Bei Frau Meisterin zu schlafen
     ist kein Gesellenbrauch,
     Viel lieber bei der Tochter,
     hei, Junge, Junge der Tochter,
     /: die Dienstmagt tut es auch. :/



Lied Nr.66. Zu Stadt Lübeck hat´s angefangen   oben         ohne Text

1. Zu Stadt Lübeck hat`s angefangen,
     nach Stadt Hamburg war mein Verlangen.
     /: Gefangen sollt`und muss ich, muss ich sein;
     Sie sperrten mich im Kerker ein. :/


2. Im Arreste habe ich gesessen,
     keine Speisen hab`ich gegessen.

     /: Und heut`ist schon der dritte, vierte Tag,
     das ich nicht`s mehr zu schnasseln hab. :/


3. Am Donnerstagsmorgen so halber neune,
    da ward ein Frühstück für mich breitet.
    /: Dazu ward ich geladen, laden ein.
    Das Frühstück sollt ich selber sein. :/


4. Heinrich Hausschild, das ist mein Name,
     kaum zähl`ich wohl die 21 Jahre
     /: Drei Tag`drei Stund`vor meinem, meinem End
     da macht`ich schon mein Testament. :/


5. Im Testamente, da stand geschrieben,
     was von mir ist noch übrig geblieben,
     /: Zerriss`ne Schuh, zerriss`nes, riss`nes Hemd,
     das war mein ganzes Testament. :/


6. Ach, wenn das meine Mutter wüsste,
     das ich mit meinen jungen Brüsten.

     /: Das ich mit meiner jungen, jungen Brust,
     die ganze Welt durchreisen muss. :/



Lied Nr.67. Zwei Fremde stehen Hand in Hand, Hand in Hand   oben         ohne Text

1. Zwei Fremde stehen Hand in Hand, Hand in Hand,
     sie nehmen Abschied still,
     sie ziehen in ein fernes Land, fernes Land,
     wie es das Schicksal will.
     /: Der eine hier, der and`re dort,
     so zieh`n sie beide fröhlich fort,
     doch jeder denkt mit leisen Weh`n,
     wer weiss, ob wir uns wiederseh`n. :/


2. Es ruft und lockt das ferne Land, ferne Land,
     dass man`s von weitem hört,
     er drückt dem Madel noch die Hand, noch die Hand,
     spricht, das er wiederkehrt.
     /: Er küsst des Liebchens Angesicht,
     spricht, holdes Madel, weine nicht,
     doch denkt er sich mit leisen Weh`n,
     wer weiss, wann wir uns wiederseh`n. :/


3. Der fremde Zimm`rer greift zum Stenz, zum Stenz,
     lebt wohl, ihr Eltern beid`,
     wenn ich noch euren Segen hab, Segen hab,

     hab ich ein gut`s Geleit.
     /: Er wandert froh zur Stadt hinaus,
     grüsst noch einmal sein Elternhaus,
     doch vor dem Tor, da bleibt er stehn,
     wer weiss, ob wir uns wiederseh`n. :/



Lied Nr.68. Kette der Einigkeit ( auf französisch )   oben         ohne Text

1. Dans làrt brillant où Jacquard fut grand Maìtre
     Or, il advint quùn honnète aspirant
     Se demandait: quand pourrais-je connaìtre
     du Beau Devoir le secret si charmant.
     Douce Minerve, ah! soyez mon Mècène
     Pour obtenir ces insignes faveurs
     /: Car je voudrais pouvoir tisser la chaìne
     Qui doit servir à lier tous les coeurs. :/


2. Au confluent de la Saòne et du Rhòne
     Il s`endormit, puis des songes heureux
     Lònt transporrtè sur les marches du tròne
     Environnè de rayons lumineux.
     Tout ètait grand dans ce riant domaine,
     La soie et lòr se mèlangeaient aux fleurs,
     /: Car c`etait là que se tissait la chaìne
     Qui doit servira lier tous les coeurs. :/


3. Tous les èlus du glorieux mystère
     Etaient prèsents sur deux lignes rangès,
     Et la Raison au front toujoure austère
     Foulait aux pieds tour les vieux prèjugès.
     Il entendit une voix souveraine
     Qui lui disait ces mots consolateùrs:
     /: Sois juste et franc et tu Verras la chaìne
     Qui doit servir à lier tous les coeurs. :/


4. Enlettres d`or sur voile diaphane
     Il lut cet monts en caractères hèbreux:
     Incline-toi pauvre et faible profane
     Tu connaìtras la sagesse de Dieu.
     Vaincre en tous lieux les faiblesses humaines,
      /: Cèst pour cela que nous tissons la chaìne
     Qui doit servir à lier tous les coeurs. :/


5. Au mème instant la douce bienfaisante
     Pour le Bonheur vient lui tendre la main.
     Làctivitè, I`honneur et la prudence
     De leurs combats tracèrent le chemin.
     Alors Thèmis pènètrant dans l`arène
     Tenant en main la loi des travailleurs.
     /: Cèst pour cela que se tisse la chaìne
     Qui doit servir à lier tous les coeurs. :/

6. Il savourait une douce ambroisie
     Quand un fantòme apparut à ses yeux:
     C`ètait celui de la Vierge Marie
     Tenant en main un ècheveau soyeux.
     Je suis ici patronne et souveraine,
     Prends de mes fils pour former tes couleurs
     /: Car dèsormais tu tisseras la chaìne
     Qui doit servir à lier tous les coeurs. :/

7. En s`èveillant, jugez de sa surprise
     Quand on luit dit: Lyonnais le Bon coeur
     Dès aujourd`hui vous prendrez pour devise:
     Douce Union, Travail, Paix et Bonheur;
     Vous puiserez aux eaux de l`Hypocrène
     Pour cèlèbrer les Compagnons tisseure
     /: Car cèst chez eux que se forme la chaìne
     Qui doit servir à lier tous les coeurs. :/

     LYON Jules,

     Parisien le Bien-Aimè.



Lied Nr.69. Kan du huske på valsen ( in dänisch geschallert )   oben         ohne Text

1. Kan du huske på valsen uden kravetøj om halsen,
    med stok og med randselen på,
    aldrig mangled´ humøret, var vejen end pløret,
    og støvlerne mangled´ en tå, vi fo´r rundt i rigerne,
    vi sang og krammed pigerne, - tit tog vi vel også en tår;
    vi har været mange steder, vi har haft mange glæder,
    vi har følt hele verden som vor.

    Refrain:
    Åh, disse minder fra du var en farende svend,
    åh, disse minder, den tid kommer aldrig igen,
    åh, disse minder, det er dem, der giver livet kulør,
    i Hulen vi svendene finder med det gode, det gamle humør.



2. Ud af sengen vi hopped´ om morgenen og stopped´
    vor pibe og vandred´ påny; sjælden var vi vel mætte,
    men stundom skam trætte, var der arbejd´, så bleb vi,
    hvis ikke, sæ gled vi, men tog dog forplejningen først
    og var glad for geskænken, når vi sad på bænken,
    når vi sad på bænken ku´ mættes, fik slukket vor tørst.

    Refrain:
    Åh, disse minder fra du var en farende svend,
    åh, disse minder, den tid kommer aldrig igen,
    åh, disse minder, det er dem, der giver livet kulør,
    i Hulen vi svendene finder med det gode, det gamle humør.


3. Hurtigt glemte vi sorgen, tænkte ej på i morgen, -
    vi leved fra dag og til dag; derpå kan man kende
    de farende svende, de mødtes til lystigt et lag;
    Ej vi samled dukater, men traf kammerater,
    og det var tit bedre end mønt; vi har været flot i tøjet,
    vi har kendt både laser og pynt.

    Refrain:
    Åh, disse minder fra du var en farende svend,
    åh, disse minder, den tid kommer aldrig igen,
    åh, disse minder, det er dem, der giver livet kulør,
    i Hulen vi svendene finder med det gode, det gamle humør.


4. Kan du huske om julen, når vi sad i Hulen
    ved gås og et veldækket bord; man ku´ se tårer rinde
    selv på hærdede svende, når tanker mod hjemmene fo´r:
    nu er vi herhjemme, dog aldreg vi glemme,
    hvad ude i verden vi så. Vi ældre er blevne;
    Vore minder er levende, - det er minder, der aldrig forgå.

    Refrain:
    Åh, disse minder fra du var en farende svend,
    åh, disse minder, den tid kommer aldrig igen,
    åh, disse minder, det er dem, der giver livet kulør,

    i Hulen vi svendene finder med det gode, det gamle humør.


      V. Walhegn
          Birkerød Bogtryk



Lied Nr.70. Der gewissenhafte Maurer ( vorgetragen von Erich Blank)   oben         ohne Text

1. Ich hab` ein Haus in Berlin, das ist noch wie neu,
     Bloss Spartakus schoss oben etwas entzwei.
     Nun fehl`n da ob`ein paar Steine, S`müssen neue dorthin;
     ich sag`t zu` nem Maurer: " Na, die sind doch bald drin?"
     " Aber gewiss, lieber Mann, da fang`n wir gleich morgen an!"
     Also um acht soll er ankomm`n -`ne Stunde vegegt-
     da seh`ich ihn rankomm`-ich sage `s ist spät!"
     " Nee", sagt er, `s ist neune, -´s ist die richtige Zeit.
     Der Weg zählt doch mit - und ick wohne sehr weit.
     Ick Woll`dieStrassenbahn nehnnm`n - keine zu seh`n,
     ick ruf`n Auto - ,besetzt!`- na, da musstìck doch geh`n.
     Aber nun geh`n wir ran - nu fang`n wir gleich an."
     Na, nun sieh er sich um, - recht gründlich, extkt-
     was er mitgebracht hat; - wird ausgepackt. -
     Er guckt rauf nach dem Haus. - " da fehlt`n Stein an dem Fleck."
     Also nimmt er`nen Stein - und - legt ihn gleich wieder weg.
     Er sucht ers´ne Leiter, um nach oben zu geh`n,-
     trägt sie acht Schritte weiter, - da schlägt es zehn.
     Na, nu frühstück er`n bissken, holt sein Pülleken raus. -
     steckt die Pfeife in Brand - die geht fünfzehnmal aus.-

     Und wie sie brannt, sagt er dann: " Nu fang`n wir gleich an."
     Er nimmt noch`ne Prise - es ist über elbe-
     dann nimmt er den Stein -`s ist noch immer derselbe -
     da muss er niesen - der Kopf wird ihm schwer -
     er legt den Stein wieder weg - denn sonst gibt`s n´ Malheur.
     Er sucht nach`nem Tuch - er hat leider kein`s -
     ich sage: `s ist gut - hier haben Sie mein`s "
     Nun fühlt er sich wieder wohl - wir`n Fisch in der Elbe,
     und dann nimmt er den Stein, ´s ist noch immer derselbe -
     und will auf die Leiter - da schlägt es zwölbe.
     Na, nu legt er`n Stein wieder weg - seine Frau bringt das Essen -
     nach so`ner Arbeit ,da schmeckt`s -`s wird feste gegessen.
     Sie setzt sich zu ihm. - er setzt sich zu ihr,
     es gibt Karbonade und Gurken und Bier. -
     dann liest er die Zeitung und sagt entrüstet zu ihr:
     " Du , da streiken sie wieder - die soll`n schaffen, wie wir."
     Dann gibt er ihr`n Küssken,
     dann schläft er`nen bissken,
     und dann schlägt die Uhr zwei -
     da ist schon die kurze Pause vorbei. -
     " Nu, sagt er, "geht´s ran -
      jetzt fang`n wir gleich an! "
     Nun wird der Lehm umgerührt, - der weich, der gelbe -
     und dann nimmt er den Stein -`s ist noch immer derselbe -
     da wird ihm schlecht - die Gurken, das Bier -
     er legt den Stein wieder weg und nimmt sein Zeitungspapier,
     denn der Stein wäre wen`ger geeignet dafür -
     und geht an` ne Tür
     und da steht: " Hier! "
     Kommt nach drei wieder raus aus dem kleinen Gewölbe,
     und dann nimmt er den Stein -`s ist noch immer derselbe -
     und geht nun wirklich ohne Rast, ohne Ruh`,
     mit dem Stein auf die Leiter - wat sagen Sie nu? "
     die hat zwanzig Sprossen - jede` n Fussbreit entfernt,
     aber er geht unverdrossen, - gelernt ist gelernt.
     Da, bei der achtzehnten, hält er . die Uhr schlägt vier.
     `s ist Feierabend - und er steht hier -
     nicht oben nicht unten - die Sache geht schief.
     Er darf nicht mehr weiter - nach`m Tarif.
     Er hat noch zwei Sprossen, - aber er darf nicht geh`n -
     oder achtzehn nach unten - ja, aber nicht mit`n Steen.   
     Was soll er nun machen - so nah am Ziel?
     Er schwankt zwischen Arbeit- und Pflichtgefühl.
     Aber`s Pflichtgefühl siegt - , `s ist egal" , sagt er grob,
     und er lässt den Stein fallen - und mir uff`n Kopp.--
     Und wie ich schimpfe, da sagt er :

                        " Warum steh`n Sie denn hier? -
                    Wir brauch`n Ihr`n Kopp nich -
                    Sie könn`n ja schaffen, wie wir."




71.  Zünftiger Spruch nach gut geschallertem Lied   oben

      Der Geselle der den Stiefel bei Ende eines Liedes vor sich stehen,
      und noch nicht getrunken hat oder derjenige der das zünftige Lied
      an und ausgeschallert hat
kann diesen Spruch am Schluss zum besten geben.
     
      Vieftein, foftein, todrein, morsklein.
     Wie sind jo kein Gesangsverein.
     Schallern macht lustig.
     Schallern macht durstig.
     Prost Gesell´n !

     
     Antwort aller Gesellen
( Prost Fatt ! )




72. ...usw...       oben

     Hier ist noch viel Platz für zünftige Lieder.
     Ich bin für jedes neue Lied dankbar.
     Bitte den Geschriebenen Liedertext
     ( nur TXT, HTML, oder EDITOR Format kein Word ) und eine
     mit dem Lied bespielte Musikkasette, MP3, CD, an mich.

     Bernd Günther
     Hamburgerstr. 16A

     21220 Seevetal
               oder
     guenther-1@freenet.de




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Stand 26.07.02 20:00

Mein besonderer Dank geht an Stina,
die mir hier beim Eintippen dieser Texte geholfen hat ! ! !